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Kein Schotter mehr: Flurbereinigung "Calhorner Mühlenbach" startet mit Verspätung

Der Materialmangel trifft auch den Tiefbau. Trotzdem kann es in Bevern in der kommenden Woche endlich losgehen.

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Gibt der Flurbereinigung ihren Namen: Der Calhorner Mühlenbach bei Bevern. Foto: Meyer

Gibt der Flurbereinigung ihren Namen: Der Calhorner Mühlenbach bei Bevern. Foto: Meyer

Mit leichter Verspätung nimmt die Flurbereinigung „Calhorner Mühlenbach“ ab Montag konkrete Gestalt an. Los geht es mit der Sanierung verschiedener landwirtschaftlicher Wege, teilt die Gemeinde Essen mit. Auf Vordermann gebracht werden in den kommenden Wochen die Wege „Loher Schwarten“, „Zum Beverdiek“, „Kaiserhof“, „Zum Mühlenbach“ sowie die Nordholter Straße zwischen dem Hohefehn und der Elstener Straße. Im Bereich des Calhorner Mühlenbachs soll auch der Weg „Ünnern Esk“ saniert werden.

Eigentlich hatte es bereits im April losgehen sollen. Der Grund für die Verzögerung waren Lieferprobleme für den Schotter, sagt Holger Brandt, zuständiger Projektleiter beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems (ArL). Der allgemeine Materialmangel habe inzwischen auch den Tiefbau erreicht. „Ansonsten ist alles planmäßig verlaufen. Auch am Fertigstellungstermin soll sich nichts ändern“, betont Brandt. Bis zum 30. September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Fahrbahnen werden jeweils voll gesperrt. Für landwirtschaftliche Fahrzeuge und Anlieger bleibt die Durchfahrt aber frei. Die mit der Ausführung beauftragte Baufirma wird die Anwohner fortlaufend über das Maß der Verkehrsbeschränkungen informieren.

Gebiet umfasst mehr als 2.700 Hektar

Das Flurbereinigungsverfahren Calhorner Mühlenbach umfasst ein Gebiet von 2.741 Hektar mit 390 Teilnehmern. Neben der Auflösung von Landnutzungskonflikten sollen laut ArL auch die Grundlagen für eine geordnete Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe geschaffen und die agrarstrukturellen Mängel minimiert werden. Dazu zählt das Amt das teilweise unzureichend befestigte Wegenetz. Dessen Zustand genüge häufig den heutigen Achslasten und Breiten der landwirtschaftlichen Fahrzeuge nicht mehr. Im Flurbereinigungsgebiet werden deshalb auf einer Länge von insgesamt 17 Kilometer Straßen und Wege verbreitert werden.

Das Verfahren dient auch dazu, die Besitzzersplitterung der Betriebe durch Zusammenlegung von Flächen zu reduzieren. Zerstreut liegende Besitzstücke würden einen relativ hohen Arbeitsaufwand erfordern und erhebliche Produktionskosten verursachen. Durch Neuordnung und Zusammenlegung der Flächen solle die Wirtschaftskraft der Betriebe verbessert und damit ihre Entwicklungsfähigkeit ermöglicht werden, heißt es.

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