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Kein reiner Bürojob: Für Marlene Sprock ist Dienst im Pfarrbüro Dienst am Menschen

Die Pfarrsekretärin der Friesoyther St.-Marien-Gemeinde geht nach 36 Jahren in den Ruhestand. Pläne für ihre neue freie Zeit hat sie noch nicht.

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Gerne als Pfarrsekretärin gearbeitet: Marlene Sprock geht am kommenden Montag nach einem Gottesdienst. Foto: Claudia Wimberg

Gerne als Pfarrsekretärin gearbeitet: Marlene Sprock geht am kommenden Montag nach einem Gottesdienst. Foto: Claudia Wimberg

Mit ihren letzten Pfarrnachrichten erwartete sie auch am vorletzten Tag noch ein volles Programm. Die Ausgabe wurde am Morgen „backstage“ fertiggestellt, mittags liegt sie druckfrisch bereit. Titel für den fünften Fastensonntag: „Verbindungen.“ Auch für Marlene Sprock ganz persönlich ganz passend: Ihre berufliche Verbindung zum Pfarrbüro wird sie am Montag nach 36 Jahren lösen, aber sich mit der Dienstgemeinschaft auch weiterhin verbunden fühlen. „Und allen danke ich für die sehr schöne Zeit, die ich erleben durfte. Das werde ich vermissen“, sagt die Altenoytherin, die 1985 als Mitglied des Pfarrgemeinderates der damals eigenständigen St.-Vitus Gemeinde zur Verwaltungsarbeit gekommen ist. „Pfarrer Simon fragte mich und ich konnte mir das sofort gut vorstellen“, erinnert sich die verheiratete Mutter von zwei Kindern.

Waren es anfänglich nur die Pfarrnachrichten, die sie ab dem 1. April auf einer Schreibmaschine und dann auf einem Schreibcomputer zu Papier brachte, wurden die Aufgaben im Laufe der Jahre immer vielfältiger. Ab August 2001 organisierte sie auch die Abläufe in St. Josef Kampe, bevor die sechs Gemeindeteile 2008 zusammengeschlossen wurden. „Keine einfache Zeit“, erinnert sich die Sekretärin gut an die Bewältigung der neuen Aufgaben, die mit vielfältigen Anliegen und eigenen Zielen der Ortsteile in der Großgemeinde St.-Marien Friesoythe einhergingen. „Aber hier im Pfarrbüro haben wir uns schnell als Team gesehen, sehr gut harmoniert und gearbeitet“, sagt Marlene Sprock.

In einem Pfarrsekretariat beschäftigt zu sein, bedeutete für sie nie reine Büroarbeit und Pflichterfüllung. Denn diese Wirkungsstätte sei immer auch mit dem Dienst am Menschen verbunden. Offen sein fürs Gespräch, Mitgefühl zeigen, Lachen und seine Arbeitszeit nicht mit der Stechuhr zu erfassen, sind für sie maßgebliche Voraussetzungen, um ein vertrautes Miteinander zu schaffen. „Das war und ist das Besondere“, betont die Altenoytherin, die die fünf Kilometer meistens mit dem Fahrrad zurückgelegt hat.

Winkeler dankt für "aufrichtige und herzliche Art"

Neben den klassischen Anforderungen muss sich das Team in Coronazeiten auch mit den Verordnungen vertraut machen. Wer was wann und mit wie vielen Personen abhalten darf, wird täglich gefragt „und da müssen wir uns regelmäßig informieren und die aktuelle Bestimmung studieren“, berichtet Marlene Sprock. „Ihre ruhige, aufrichtige und herzliche Art wussten auch die Kollegen im Pfarrhaus zu schätzen“, dankt Pfarrer Christoph Winkeler und wird seine Sekretärin am Montagmorgen auch mit einem Gottesdienst verabschieden. Wie Marlene Sprock ihren Ruhestand ausfüllt, weiß sie noch nicht. „Das habe ich ganz bewusst nicht geplant und lasse die Zeit auf mich zukommen.“

Die „Kamper Sommerkirche“, für die sie sich vorzugsweise engagiert, wird sie auch weiterhin bereichern und zeigt sich grundsätzlich offen für neue liturgische Formen. „Immer wünschenswert, um Kirche lebendig zu halten.“

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