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Kein Lockdown: Kreis will punktuell reagieren

Die Zahl der aktuellen Infektionen steigt weiter - auf 107. Der Landkreis Cloppenburg betont derweil: Selbst wenn die Zahlen weiter steigen - einen Lockdown wird es zunächst nicht geben.

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Im Landkreis Cloppenburg gibt es mit Stand von Mittwoch (16. September) 107 aktive und nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Damit ist die Zahl im Vergleich zum Vortag um 15 gestiegen. Damit setzt sich der rasante Anstieg der Coronazahlen fort. Zum Vergleich: Vor einer Woche (9. September) lag die Zahl der gemeldeten Infektionen noch bei 32.

Hotspot bleibt weiterhin die Stadt Löningen. Hier sind derzeit 55 Infektionen nachgewiesen - tags zuvor waren es noch 46. Während 10 neue positive Testergebnisse vorliegen, gilt ein Infizierter aus der Stadt Löningen wieder als genesen. Jeweils zwei positive Ergebnisse werden in Cloppenburg, Lastrup und Molbergen gemeldet.

Wie die Kreisbehörde erklärte, liegen allein bei einem Unternehmen in Löningen 11 positive Testergebnisse vor. Die Mitarbeiter wurden nach ihren Wohnorten in der Statistik erfasst.

8 Coronafälle an der BBS Technik in Cloppenburg

In der täglichen Auswertung konnten allerdings acht weitere Coronafälle nicht berücksichtigt werden. Am Nachmittag teilte die Kreisbehörde mit, dass bei acht Schülern an der BBS Technik das Coronavirus nachgewiesen wurde. Fünf Klassen sind betroffen und wurden bereits unter Quarantäne gestellt. 

Wie bereits auf OM online berichtet, weist das Landesgesundheitsamt aktuell eine 7-Tagesinzidenz von 40,4 für den Landkreis Cloppenburg aus. Dieser Wert dürfte am Donnerstag steigen. Als Grenzwert gilt die Zahl 50. Doch auch selbst wenn dieser Wert überschritten werden sollte: Weitergehende Maßnahmen will der Landkreis Cloppenburg zunächst nicht ergreifen.

Allgemeinverfügung mit Hannover abgesprochen

Wie Kreissprecher Frank Beumker erklärte, sei die derzeitige Allgemeinverfügung, die den Sportbetrieb kreisweit ruhen lässt, mit dem Sozialministerium in Hannover abgesprochen. Diese Verfügung solle auch weiter gelten, wenn die Inzidenzzahl die 50er-Grenze übersteigt.

Die Kreisverwaltung werde darüber hinaus punktuell auf das Infektionsgeschehen reagieren. Wie zum Beispiel am Löninger Copernicus-Gymnasium und an der Außenstelle der Berufsbildenden Schule in Löningen: Dort ist der Unterricht wie bereits berichtet bis auf Weiteres abgesagt worden.

Kreisweiter oder kommunaler Lockdown nicht geplant

Ein befürchteter Lockdown mit Maßnahmen, wie sie zum Beispiel bundesweit im März galten, sind weder kreisweit noch kommunal im Löninger Stadtgebiet geplant, stellte Beumker am Dienstag auf Nachfrage klar.

In Zusammenhang mit der bereits erlassenen Allgemeinverfügung, die den Sportbetrieb im Landkreis Cloppenburg untersagt, stellte Frank Beumker klar, dass das Verbot auch über die Kreisgrenzen hinaus gilt. In der Verfügung heißt es: "Die Teilnahme von Freizeit- und Vereinssportlerinnen/Freizeit- und Vereinssportlern sowie Freizeit- und Vereinsmannschaften, die ihren Wohnsitz bzw. ihren Sitz/Vereinssitz im Landkreis Cloppenburg haben und unter den Anwendungsbereich der Nr. 1 fallen, am Sportbetrieb außerhalb des Landkreises Cloppenburg wird untersagt." Soll heißen: "Es geht nicht, dass eine Cloppenburger Mannschaft einfach ihre Training zum Beispiel auf einen Sportplatz in Ahlhorn verlagert", so Beumker.

Er appellierte noch einmal an die Vernunft jedes Einzelnen. Die erlassene Verfügung diene dazu, schon jetzt dem Infektionsgeschehen entgegenzusteuern. Wer sich an die Anordnung des Landkreises nicht hält, riskiert ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro. (Update: 16.15 Uhr)

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