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Kein Einsparpotenzial in neuem Sevelter Baugebiet

Die Erschließung erfolgt wie ursprünglich geplant über eine Linksabbiegerspur von der Nuttelner Straße. Der Grundstückspreis soll in der kommenden Woche festgelegt werden.

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Zurückgeholt: Dort, wo vor wenigen Monaten noch archäologische Untersuchungen stattfanden, hat sich die Natur wieder breit gemacht. Bald sollen hier aber Wohnhäuser gebaut werden. Foto: Thomas Vorwerk

Zurückgeholt: Dort, wo vor wenigen Monaten noch archäologische Untersuchungen stattfanden, hat sich die Natur wieder breit gemacht. Bald sollen hier aber Wohnhäuser gebaut werden. Foto: Thomas Vorwerk

Der Preis für die neuen Wohnbaugrundstücke in Sevelten wird zwar erst im Verwaltungsausschuss beziehungsweise im Gemeinderat in der kommenden Woche festgelegt, doch eins zeichnet sich schon jetzt ab: Billig wird es nicht, sich dort ein Zuhause zu schaffen. Und das hat mehrere Gründe.

Im nicht-öffentlichen Teil hatten die Mitglieder des Planungsausschusses am 4. Mai die erste Kalkulation vorgestellt bekommen. "Aufgrund des hohen Verkaufspreises sollte noch einmal geprüft werden, ob eine Erschließung des Baugebietes über die Straße ,Vosshöge' erfolgen kann", heißt es unter anderem in dem Protokoll. Die Idee dahinter: Man würde sich die Kosten für die Linksabbiegerspur von der „Nuttelner Straße“ aus sparen.

So weit die Theorie. Allerdings würden sich dadurch andere Probleme und Kosten ergeben, wie dieser Tage im Fachausschuss ausgeführt wurde. Der Bebauungsplan müsste geändert werden, es wären zusätzliche Kompensationsmaßnahmen für die Rodung von Waldflächen erforderlich und die Neuplanung des Gebiets nebst Parzellierung müsste inklusive zusätzlicher Vermessungsarbeiten bezahlt werden.

Umplanung würde zu Verzögerungen führen

Im Ergebnis würde es nicht günstiger werden und sogar zu Verzögerungen führen, was angesichts steigender Zinsen und höherer Baustoffpreise den künftigen Bauherren finanziell nicht helfen würde. Die Kosten der Anbindung über die Vosshöge betragen grob geschätzt rund 335.000 Euro, die Linksabbiegespur wurde mit 290.000 Euro kalkuliert. Nachdem der Rat den Quadratmeterpreis am 13. Juli (Mittwoch) um 18 Uhr in der Grundschule im nicht-öffentlichen Teil festlegen will, soll die Vermarktung der Baugrundstücke im Anschluss erfolgen. Die Erschließungsarbeiten sollen von Mitte September 2022 bis Ende März 2023 durchgeführt werden.

Für gewöhnlich übersteigt in diesen Zeiten die Nachfrage nach Baugrundstücken das Angebot. Sollte an dieser Stelle ein Bauwilliger nicht zum Zuge kommen, eröffnet sich in Sevelten aber in absehbarer Zeit noch eine weitere Gelegenheit. Östlich des Buchenweges wurden seitens des Planungs-, Umwelt- und Wegeausschusses die planerischen Voraussetzungen auf den Weg gebracht, damit eine private Baubetreuungsgesellschaft dort aktiv werden kann. Mit ihr, so die Beschlussempfehlung, ist ein Erschließungsvertrag abzuschließen und das Unternehmen hat auch die Kosten für die Bauleitplanung zu tragen.

Das Aufstellungsverfahren von Flächennutzungs- und Bebauungsplan in Cappeln nordwestlich des Hauptortes ist in der Sitzung ebenfalls vorangetrieben worden. An der Straße „Cappelner Damm“, westlich der Siedlung „Im Wellfelde“, soll ein neues Baugebiet erschlossen werden. In diesem Zusammenhang hat die UWG die Errichtung einer Querverbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen dem Mühlenweg und dem Drosselweg mit Anbindung an die Cloppenburger Straße angeregt. Da diese Trasse durch ein Landschaftsschutzgebiet laufen würde, muss die untere Naturschutzbehörde eine Stellungnahme anfertigen, die noch nicht vorliegt. Grundsätzlich wurde der Antrag aber in dem Ausschuss befürwortet.

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