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Katze muss nach Vergiftung eingeschläfert werden

Der Vorfall passt zu einem Fund von Giftködern am Wochenende in Emstekerfeld. Die Familie berichtet von den Qualen des Tieres.

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Fundort: Am Cloppenburger Ortsausgang in Emstekerfeld.   Foto: Hermes

Fundort: Am Cloppenburger Ortsausgang in Emstekerfeld.   Foto: Hermes

"Giftköder entdeckt": Mit dieser Nachricht warnte eine Cloppenburgerin am Wochenende in einer Facebook-Gruppe. Der Fundort war am Alten Emsteker Weg in Höhe des Ortsausganges in Richtung Emstek. "Passt auf eure Hunde auf und seid achtsam, wir hatten Glück", so die Nutzerin dazu. 

Vermutlich an diesem Giftköder ist die Katze der Familie D. aus Cloppenburg gestorben. "Sie wurde am Freitag eingeschläfert. Die Tierärztin sah nur eine Vergiftung als Ursache", berichtet die Familie im Gespräch mit OM Online. Es sei eine wirkliche Qual für das Tier gewesen, der Magen und Darm seien verätzt gewesen. 

"Wer immer das auch war, du hast nicht nur einem Lebewesen höllische Qualen angetan, du hast uns ein Familienmitglied genommen", schreibt die Mutter zu dem Fund bei Facebook. Man werde den Täter wohl nie finden, dennoch wolle sie andere Menschen davor warnen: "Da hängt ja viel dran. Unser Sohn hatte die Katze aus dem Tierheim geholt. Ihm geht es nicht gut." Eine enstprechende Anzeige bei der Polizei wurde gestellt.

Immer wieder werden Fälle gemeldet

Wie berichtet, ist in der vergangenen Woche ebenfalls ausgelegtes Gift in Vechta gefunden worden. Ein Hund hatte Glück und überlebte. Wie die Polizei zu diesem Fall mitteilte, gestaltet sich die Arbeit sehr schwierig, da sich etwaige Giftstoffe schnell zersetzen würden und nur schwer nachweisbar seien. Das Auslegen von Giftködern kann schwerwiegende Konsequenzen haben. Vorsätzliche Verstöße werden nach dem Tierschutzgesetz mit einer Geldstrafe oder sogar bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe geahndet.

Immer wieder werden Giftköder gemeldet. Allein in diesem Jahr hat die Polizei schon 3 Fälle im Landkreis Cloppenburg und 6 Fälle im Nachbarkreis Vechta registriert. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein. Meistens liegen die verdächtigen Substanzen an Wegen und Plätzen, die gerne von Hundehaltern genutzt werden.

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