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Katholischer Kindergarten St. Peter und Paul feiert 60. Geburtstag

Ein runder Geburtstag, ein großes Jubiläum: Der katholische Kindergarten St. Peter und Paul in Garrel feiert sein 60-jähriges Bestehen. Ein konkretes Gründungsdatum gibt es aber nicht.

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Glücklich: Die Krippenkinder der "Kleine-Frösche-Gruppe" der Kita St. Peter und Paul fühlen sich pudelwohl. Foto: Hoff

Glücklich: Die Krippenkinder der "Kleine-Frösche-Gruppe" der Kita St. Peter und Paul fühlen sich pudelwohl. Foto: Hoff

Neue Kitas schießen im Landkreis Cloppenburg wie Pilze aus dem Boden. Doch es gibt auch Einrichtungen, die auf eine lange Geschichte zurückblicken können. Der Garreler Kindergarten St. Peter und Paul wird dieses Jahr 60 Jahre alt. Bunte Luftballons und gebastelte Blumen haben tagelang die Eingänge der Einrichtung geschmückt. Sie waren eine Überraschung der Elternvertreter und -vertreterinnen. Zudem gab es in der vergangenen Woche zahlreiche Glückwünsche von Vereinen, Gremien, anderen Kitas und Nachbarn. Dabei ist nirgends ein exaktes Gründungsdatum hinterlegt. Sowohl in den Garreler Chroniken als auch in diversen Archiven sei als Angabe immer nur von dem Jahr 1962 die Rede, berichtet Kita-Leiterin Gunda Hinrichs.

"Den Termin für das 50-jährige Jubiläum vor 10 Jahren haben wir einfach für den Monat April festgesetzt." Gefeiert wurde im Rahmen einer großen Festwoche, die mit einem offiziellen Festakt und einer großen Überraschung für die Kinder gestartet wurde. Die Jungen und Mädchen durften 1 Woche lang, jeden Tag an Aktionen zum Thema "Trommelzauber" teilnehmen. Beendet wurde das Fest mit einer Aufführung in der Aula der Oberschule Garrel. "Ich habe heute noch Gänsehaut, wenn ich an diese Woche denke", sagt Hinrichs, ihre Augen funkeln dabei. Das Haus sei mit so viel Leben, Liebe und positiver Energie erfüllt gewesen. Leider lasse die Pandemie vergleichbare Veranstaltungen aktuell nicht zu.

Toll geschmückt: Die Elternvertreter und Elternvertreterinnen haben anlässlich des 60. Geburtstages die Eingänge mit bunten Luftballons und gebastelten Blumen verziert. Foto: Kita St. Peter und PaulToll geschmückt: Die Elternvertreter und Elternvertreterinnen haben anlässlich des 60. Geburtstages die Eingänge mit bunten Luftballons und gebastelten Blumen verziert. Foto: Kita St. Peter und Paul

"Wir feiern aber trotzdem, wenn auch in deutlich kleinerem Rahmen."  Geplant sei ein Fest am 29. Juni (Mittwoch), dem Namenstag von St. Peter und Paul. "Wir werden intern mit den Kindern feiern. Die Jungen und Mädchen stehen an jedem Tag bei uns im Mittelpunkt, sie sind für uns von unschätzbarem Wert, und das sollen sie an diesem Tag ganz besonders spüren." Geplant seien tolle Überraschungen für die 115 Kinder in den Räumen der Kleeblatt-, Sonnenblumen-, Marienkäfer, Gänseblümchen- und Kleine-Frösche-Gruppe. Aber auch in dem Forscher- und Experimentierraum, der Wort- und Künstlerwerkstatt sowie dem Musik- und Turnraum kann sich der Nachwuchs auf Besonderheiten abseits des Kita-Alltags freuen.

Die Kita St. Peter und Paul sei geprägt von Warmherzigkeit, Achtsamkeit, Nächstenliebe und Wertschätzung. Dabei spielten Herkunft, Nationalität und Religion keine Rolle. Diese Einstellung spiegelt das Selbstverständnis der katholischen Kirchengemeinde wider, die sowohl von der Leitung als auch von den Mitarbeitern gelebt werde. Der Kindergarten steht allen Kindern und Familien offen.

Dabei sei die Zusammenarbeit mit den Eltern ein zentrales Element, "sie vertrauen uns mit ihren Kindern ihr höchstes Gut an. Wir begleiten und unterstützen die Mütter und Väter bei der Bildung und Erziehung ihres Nachwuchses – und das immer auf Augenhöhe", betont Hinrichs, die dabei besonders stolz auf ihr 14-köpfiges Team sei. "Wir pflegen einen sehr harmonischen Umgang, jeder ist über alle Maßen engagiert und mit Herzblut dabei. Wir haben so gut wie keine Fluktuation, das spricht für sich", ist Hinrichs überzeugt, die Anfang des Jahres ihr 25-jähriges Dienstjubiläum als Leiterin der Kindertagesstätte gefeiert hat.

Unterstützt wird die Kita seit 2010 vom Förderverein, der durch die Einnahmen von Kuchenverkäufen oder ähnlichen Aktionen Bastel- oder Spielmaterialien anschafft und Feste sowie Ausflüge mit ausrichtet.

Die Entstehung des Kindergartens:
In der Garreler Gemeindechronik von 1972 heißt es: "Bereits am 15. Februar 1930 bewilligte die Gemeinde 3000 Mark für ein Licht-, und Luftbad, das mit Kindergarten und Schwesternhaus verbunden werden sollte. Der Kindergarten wurde allerdings erst nach dem Krieg eingerichtet." Er sei zunächst von "Kindergärtnerinnen" geführt und dann später von Ordensschwestern übernommen worden, schreibt Heinrich Kalvelage und weiter: "Da das Gebäude etwas abseits des Dorfes stand und die Räume des Kindergartens nicht mehr ausreichten, entschloss sich Pfarrer Arlinghaus zum Bau eines neuen Schwesternhauses, verbunden mit einem Kindergarten. Das Haus wurde 1962 mit einem Kostenaufwand von 240.000 DM im Pfarrgarten erbaut."

Neubau:
Seit 2016 werden die Kinder an der St.-Johannes-Straße betreut. Das Richtfest des neuen Gebäudes wurde am Patronatstag der Heiligen Peter und Paul, am 29. Juni, gefeiert. Mit dem Neubau wurde auch eine Krippengruppe für 15 Jungen und Mädchen eingerichtet.

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