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Karneval im Saterland: Ramsloh feiert 3 Tage lang durch

Nach 2 Jahren Pause sind die Menschen wieder im Faschingfieber. Am 12. Februar gibt es einen bunten Umzug von Korsowagen und Kostümierten. Dieses Jahr zahlt das Publikum dafür nicht mehr.

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Dieses Jahr soll es am Sonntag, 12. Februar, wieder einen Karnevalsumzug durch Ramsloh geben. Archivfoto: Fertig

Dieses Jahr soll es am Sonntag, 12. Februar, wieder einen Karnevalsumzug durch Ramsloh geben. Archivfoto: Fertig

„Als wir bekannt gemacht haben, dass es wieder einen Umzug gibt, hat nur noch das Telefon bei uns geklingelt“, erzählt Michael Schmidt vergnügt. Er ist Präsident der Karnevalsgesellschaft Ramsloh und freut sich, dass so viele Leute im Faschingsfieber sind. Das betrifft nicht nur Saterländer: Auch Leute aus Rhauderfehn, Westoverledingen, Papenburg und aus dem Ammerland haben sich für den großen Festumzug angemeldet, der am 12. Februar (Sonntag), pünktlich um 14.11 Uhr beim Landgasthof Dockemeyer starten soll.

Einige Gruppen hätten in der Corona-Zeit ihren Korsowagen wohl abgewrackt, vermutet Schmidt, und sich mit anderen Feierfreudigen zusammengeschlossen. Die Größe vieler teilnehmender Gruppen sei jedenfalls von um die 20 Leute bei etlichen auf 40 bis 50 gestiegen. Anmelden kann man sich weiterhin. Koordiniert wird der Umzug von Timo Reck, dem stellvertretenden Präsidenten der KVG.

Neuerung: Der Umzug ist für das Publikum nun kostenlos

Der Gaudiwurm bewegt sich einmal quer durch den Ort, um dann auf dem Dorfplatz an der Schulstraße zu enden, wo in zwei Festzelten weitergefeiert werden kann. Festwirt ist seit einigen Jahren Hans-Georg Niemeyer aus Lastrup.

Nach 2 Jahren Pause gibt es eine Neuerung beim Umzug in Ramsloh: Bisher war vom Publikum am Straßenrand um eine Spende von je 3 Euro gebeten worden. „Darauf verzichten wir jetzt. Der Umzug ist für alle frei“, sagt Schmidt. Wegen des Geldes habe es in der Vergangenheit gelegentlich Zwist gegeben, Leute hätten mit Unverständnis reagiert.

Nach dem Narrensturm aufs Rathaus im November proklamierten KVG-Präsident Michael Schmidt (rechts) und sein Stellvertreter Timo Reck (2. von rechts) Frank Fresenborg und Laura Fugel zum neuen Prinzenpaar der Karnevalsgesellschaft Ramsloh. Archivfoto: C. PassmannNach dem Narrensturm aufs Rathaus im November proklamierten KVG-Präsident Michael Schmidt (rechts) und sein Stellvertreter Timo Reck (2. von rechts) Frank Fresenborg und Laura Fugel zum neuen Prinzenpaar der Karnevalsgesellschaft Ramsloh. Archivfoto: C. Passmann

Eingesammelt worden war das Geld zuletzt von einem Sicherheitsdienst. Doch diese Vorgehensweise habe sich nicht gerechnet. Nun kann jeder kostenlos am Straßenrand stehen, sich an den vielen bunten Wagen und Kostümierten freuen und versuchen, Bonbons und Popcorntüten zu fangen, die in üppiger Stückzahl in die Menge geworfen werden.

Die plattdeutsche Showband Speedbeats tritt bei dem Gala-Abend auf

Der Umzug durch Ramsloh ist nicht der einzige Höhepunkt an diesem Festwochenende, mit dem die Session endet. Los geht es am 10. Februar (Freitag), mit einem Gala-Abend im Zelt, der um 19.11 Uhr beginnt. „Unsere Tanztruppen trainieren schon fleißig“, verrät Michael Schmidt. Karten sind ab sofort im Vorverkauf zu haben. 1400 Leute passen ins Zelt.

Moderiert wird der Abend von Rüdiger Barten als Sitzungspräsident. Das Prinzenpaar der KVG, Frank Fresenborg und Laura Fugel, werden Orden verteilen. Schlagermario aus Strücklingen wird auftreten, der singende Timmerlüü aus Burlage sowie Magier Linnert aus Leer-Loga. Die Rheinstürmer und die Altstadtfunken des befreundeten Karnevalsvereins aus Monheim werden wahrscheinlich nicht mit dabei sein, weil die Jecken vom Rhein schon anderweitig Termine haben. Dafür treten die Speedbeats aus Ostfriesland auf, sie bieten eine bunte Song-Show auf Platt.

Ein Shuttle-Service sammelt die Gäste zu der Saterländer Nacht ein

Verzichtet hat die KVG Ramsloh weiterhin auf Veranstaltungen mit Senioren und Menschen mit Handicap. „Das wird wegen der Pandemie noch verschoben“, erklärt Schmidt. Noch herrsche in Altenheimen Maskenpflicht. Man wolle besonders gefährdete Gruppen keinem gesundheitlichen Risiko aussetzen.

Der Zug kommt“ heißt es nach zwei Jahren Corona-Zwangspause endlich wieder für die Karnevalsgesellschaft Ramsloh. Archivfoto: Fertig„Der Zug kommt“ heißt es nach zwei Jahren Corona-Zwangspause endlich wieder für die Karnevalsgesellschaft Ramsloh. Archivfoto: Fertig

Dafür läuft am 11. Februar (Samstag), am Nachmittag der Kinderkarneval im Festzelt, den Mario Prahm moderiert. Ein Kinderprinzenpaar wird gewählt, ebenso ein Elferrat und ein Clown tritt auf. Der Eintritt ist frei.

Am Abend wird im Zelt wieder Saterländer Nacht gefeiert, eine Veranstaltung, die sich ausdrücklich an Ortsansässige richtet. Ein Bus wird im ganzen Saterland unterwegs sein, um die Gäste einzusammeln. Mit einem Heringsessen, zu dem das Prinzenpaar die KVG einlädt, endet der Karneval in Ramsloh am Montag nach dem Feier-Wochenende.

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