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Karl-Heinz Schreiner ordnet Ukraine-Krieg ein

Der Brigadegeneral a.d. war zu Gast bei der Gruppe "Mann ü60" in Garrel. Er empfiehlt eine hartnäckige Diplomatie zur Beendigung des Krieges.

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Informationen: Brigadegeneral a.D. Karl-Heinz Schreiner zeigte angesichts des Krieges in der Ukraine der Gruppe "Mann ü60" Ursachen, Zusammenhänge und den Kriegsverlauf auf. Foto: Looschen

Informationen: Brigadegeneral a.D. Karl-Heinz Schreiner zeigte angesichts des Krieges in der Ukraine der Gruppe "Mann ü60" Ursachen, Zusammenhänge und den Kriegsverlauf auf. Foto: Looschen

„Der Ukraine-Konflikt – Quo vadis Europa?“: Diese Frage stellte Brigadegeneral a.d. Karl-Heinz Schreiner, als er zu Gast bei der Gruppe „Mann ü60“ war. Er referiere als Privatmann, betonte er. Anhand von Karten, Zahlenreihen und zeitlichen Übersichten ordnete er die Entstehung des Konfliktes ein. Die östliche Hälfte des Landes sei russischsprachig und entsprechend orientiert, die westliche Hälfte ukrainisch. Im Westen wolle man die Demokratie.

Die Ukraine sei der Verteidiger, Russland der Angreifer. Als Angreifer brauche man etwa das Vierfache an Soldaten und Material, dadurch würde die deutliche Überlegenheit relativiert. Im Vergleich zur Nato sei Russland sogar deutlich unterlegen.

Putin habe Verträge aufgekündigt und gebrochen

Als Beginn für die Entwicklung zum Krieg nannte Schreiner, dass Putin Verträge aufgekündigt und gebrochen habe. Dabei hätten souveräne Staaten ihren Wunsch verfolgt, Nato-Mitglied zu werden. Deutlich widersprach der dem Hinweis Putins, dass die Nato eine Zusage gegeben habe, keine Staaten der ehemaligen Sowjet-Union aufzunehmen. Die russische Armee bezeichnete er als Befehlsarmee, im Gegensatz etwa zur Bundeswehr, die eine Auftragsarmee sei.

Als mögliche Motive für den Kriegsbeginn nannte Schreiber zudem den Willen Putins zur imperialen Macht besonders nach dem Verfall der Sowjetunion, den Machtwillen und die Anerkennung. Man fühle sich für russische Bürgern verantwortlich und wolle sie schützen, unabhängig vom Wohnort. Schließlich wolle Putin westliche Werte für sein Land verhindern. Vor Kriegseintritt sei der mögliche Verlauf falsch eingeschätzt worden. Darum verlöre der Geheimdienst aktuell seinen Einfluss.

Russland sei ganz klar der Verlierer des Krieges

Für die kommende Zeit empfahl der General a.D. eine hartnäckige Diplomatie für den Frieden, strategisches Denken, eine Entwicklung von Nationalstaaten hin zu größeren Einheiten und damit eine Stärkung Europas. Russland sei ganz klar der Verlierer des Krieges.

Bei allen Überlegungen dürfe man nie vergessen, dass Russland auch nach Kriegsende das größte Land und ein wichtiges Ordnungselement bleibe. Zweifel hat der Referent, ob das 100-Milliarden-Programm für die Bundeswehr realisiert werde und ob in den Folgejahren der 2-Prozent-Anteil des Bruttosozialproduktes für Verteidigung erreicht werde.

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