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Kardiologie hat mit Dr. Weber neuen Chefarzt

Der Übergang erfolgt nahtlos. Das Dammer Krankenhaus hat mit Dr. Peter Weber einen Mediziner gefunden, der am 1. Oktober startet. Er folgt auf Dr. Markus Kampmann, der das Haus dann verlassen hat.

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Von Münster nach Damme: Dr. Peter Weber (Mitte) wird neuer Chefarzt der Kardiologie. Auf die Zusammenarbeit freuen sich Dr. Martin Pohlmann (links) und Dr. Tobias Hoge.   Foto: Lammert

Von Münster nach Damme: Dr. Peter Weber (Mitte) wird neuer Chefarzt der Kardiologie. Auf die Zusammenarbeit freuen sich Dr. Martin Pohlmann (links) und Dr. Tobias Hoge.   Foto: Lammert

Chefarztwechsel in der Kardiologie des Dammer Krankenhauses St. Elisabeth: Am Freitag (1. Oktober) übernimmt Dr. Peter Weber die Leitung der Abteilung als Nachfolger Dr. Markus Kampmanns, der das Haus mit Ablauf des 30. Septembers verlässt.

Der 36 Jahre alte neue Chefarzt, ein Neffe des verstorbenen früheren Vechtaer Landrats Albert Focke, ist derzeit noch in der Raphaelsklinik in Münster tätig. Dort war er als Leitender Oberarzt seit Jahresbeginn 2021 als Standortleiter der Kardiologie tätig. Zuvor war er seit 2018 im Clemens-Hospital in der westfälischen Bischofsstadt angestellt.

Kardiologie verfügt über etwa 30 Betten

Der Kontakt zum Dammer Krankenhaus sei über einen Anästhesisten zustande gekommen, den er von seiner Tätigkeit in Münster kenne, sagte Dr. Peter Weber bei einem Pressegespräch, an dem auch der Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Martin Pohlmann und Dr. Tobias Hoge, Chefarzt der Inneren Medizin, teilnahmen.

Die Kardiologie ist Teil der internistischen Abteilung des Krankenhauses. Diese Abteilung verfügt über insgesamt 74 Betten, von denen etwa 30 für die Patienten der Kardiologen zur Verfügung stehen. In der Kardiologie sind 3 Mediziner tätig.

Die Kardiologie im Dammer Krankenhaus sei eine sehr gut aufgestellte Abteilung, die auch technisch auf dem neuesten Stand sei, erklärte Dr. Weber. Er wolle die Abteilung weiter ausbauen.

DSA ist ein entscheidender Grund für den Wechsel

Mit Blick auf die Ausstattung verwies er unter anderem auf die Digitale Subtraktionsangiographie (DSA), die neben den Ärzten der Neurologie auch die der Kardiologie als Links-Herz-Kathetermessplatz für Untersuchungen nutzen. Ihr Vorteil gegenüber anderen Untersuchungsmethoden: Der Einsatz der DSA ist deutlich strahlenärmer und erfordert weniger Einsatz von Kontrastmitteln, was die Patienten somit wesentlich geringer belastet.

Diese moderne Anlage sei mit ein entscheidender Grund für ihn gewesen, sich um die Chefarztstelle im Krankenhaus St. Elisabeth zu bewerben.

Zu den Angeboten, die Dr. Weber seinen zukünftigen Patienten in Damme machen wird, gehören neben der Herzkreislaufdiagnostik und der Fortsetzung der ambulanten Sprechstunde im Krankenhaus die Herzkatheteruntersuchungen einschließlich der Aufweitung verstopfter Gefäße und im Bedarfsfall das Setzen von Stents. Das sind medizinische Implantate zum Offenhalten von Gefäßen.

Dr. Weber implantiert auch Ergebnisrekorder

Zudem wird Dr. Weber das Implantieren von Herzschrittmachern und Defibrillatoren sowie von sogenannten Ereignisrekordern vornehmen. Letztere dienen zur Diagnose bisher nicht erkannter Herzrhythmusstörungen, die aufgrund ihrer Seltenheit durch ein Langzeit-EKG nicht erfasst werden können. Die Aufzeichnung von auftretenden Herzrhythmusstörungen erfolgt dabei automatisch.

Chefarzt soll Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten intensivieren

Darüber hinaus wird Dr. Weber gemeinsam mit Dr. Hoge für die Betreuung der internistischen Patienten auf der Intensivstation verantwortlich zeichnen.

Geschäftsführer Dr. Pohlmann, der sich sehr optimistisch zeigte, neben Dr. Weber noch einen weiteren Kardiologen für das Krankenhaus zu gewinnen, verwies auch auf die Zusammenarbeit zwischen der Kardiologie im Krankenhaus und den niedergelassenen Ärzten. Dr. Weber solle sie weiter intensivieren.

In dem Zusammenhang hat der sich bereits mit dem Kardiologen Dr. Karsten König im Dammer Gesundheitscentrum zu einem Gespräch getroffen.

Fußball- und Klavierspielen gehören zu den Hobbys

Wenn Dr. Weber am kommenden Freitag seine Arbeit im Krankenhaus St. Elisabeth aufnimmt, dürfte er der erste Pfaffenhofener sein, der im Haus tätig ist. Dort wurde der Mediziner geboren, zu dessen Hobbys Fußball- und Klavierspielen zählen.

Seine Abiturprüfungen legte er 2003 am Ratsgymnasium in Münster ab. Nach seinem Medizinstudium war er im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz tätig, ehe es ihn im Rahmen seiner Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie zur Central University Kentucky im US-Bundesstaat Kentucky zog.

Danach arbeitete er im Universitätsklinikum Münster, bevor er zum Clemenshospital wechselte. Es gehört wie die Raphaelsklinik zum Verbund der Alexianer in Deutschland. Beide Häuser firmieren unter dem Namen Ludgerus-Kliniken Münster.

Bürgermeister sieht eine Stärkung der Kardiologie

Auch wenn Dr. Weber in der Raphaelsklinik seine Zelte abbricht, will er zunächst noch in Münster wohnen bleiben. Allerdings ist ein Umzug nach Damme fest eingeplant.

Den Wechsel Dr. Webers zum Krankenhaus St. Elisabeth kommentierte Bürgermeister Gerd Muhle als „sehr erfreulich“. Offenbar sei das Haus eine gute Adresse. Dass es nach der Kündigung Dr. Kampmanns gelungen sei, schnell einen Nachfolger zu finden, zeige, dass die Verantwortlichen die Kardiologie im Haus erhalten und weiter stärken wollten.

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