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Kaputtes Dach schränkt Reiter ein

Der Reit- und Fahrverein Saterland steht nach der Dacherneuerung der Haupthalle und des Stalltraktes erneut vor einer großen finanziellen Herausforderung. Daher ist er froh über die Zuschüsse.

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Halle gesperrt: Die Dachkonstruktion der Abreitehalle des RuF Saterland muss erneuert worden. Die Tragfähigkeit ist nicht mehr gegeben. Das sorgt für Einschränkungen des gesamten Reit- und Veranstaltungsbetriebes. Foto: mpe

Halle gesperrt: Die Dachkonstruktion der Abreitehalle des RuF Saterland muss erneuert worden. Die Tragfähigkeit ist nicht mehr gegeben. Das sorgt für Einschränkungen des gesamten Reit- und Veranstaltungsbetriebes. Foto: mpe

In der Abreitehalle des Reit- und Fahrvereins (RuF) Saterland am Langhorster Eschweg reiten schon seit mehr als zwei Jahren weder Amazonen noch ein Reiter mehr auf dem Hufschlag. Doch das hat nichts mit den Reitkünsten der 459 Mitglieder zu tun, sondern schlicht und einfach mit der Dachkonstruktion.  Es gibt Schäden an der Leimbinderkonstruktion und somit auch an der Tragfähigkeit. Daraufhin hat der Landkreis Cloppenburg bereits 2018 nach einer gutachtlichen Überprüfung die Abreithalle gesperrt und eine Nutzung untersagt.  

Das hat Auswirkungen: Der  gesamte Reit- und Veranstaltungsbetrieb hat sich seitdem komplett verändert und ist nur noch eingeschränkt möglich. Doch damit soll nun Schluss sein. Der RuF Saterland möchte Abhilfe schaffen. Geplant ist der komplette Austausch der Leimbinderkonstruktion durch ein Stahlgerüst. Gleichzeitig soll aus energetischen Gründen auch gleich eine neue Dacheindeckung erfolgen.

Um die Maßnahme zu verwirklichen, deren Kosten nach einer Berechnung  immerhin rund 382.000 Euro betragen, haben die Mitglieder des Ausschusses Jugend, Vorsorge und Familie auf ihrer Sitzung in dieser Woche empfohlen, dem Verein einen Zuschuss in Höhe von rund 89.000 Euro zu gewähren. Weitere Zuschüsse gibt es vom Landkreis in Höhe von 71.000 Euro sowie vom Kreissportbund, der rund 100.000 Euro beisteuert. Den Rest wollen die Saterländer Reitsportfreunde selbst aufbringen.

„Wir können die Finanzierung nur mit den Zuschüssen sicherstellen.“Vorsitzender Theo Fugel

„Die so genannte Abreitehalle haben wir 2005 gebraucht gekauft. Bereits einige Zeit nach Fertigstellung wurden Schäden an der Leimbinderkonstruktion durch einen Gutachter festgestellt. Wir haben dann die Schäden durch eine Fachfirma beseitigen lassen“, erläutert Vorsitzender Theo Fugel. Hintergrund der damaligen Überprüfung sei der Hallen­dacheinsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall mit 15 Todesopfern und 34 verletzten Personen gewesen, so Fugel. 2018 sei dann eine erneute Prüfung vorgenommen worden, die letztlich zur Schließung der Abreitehalle führte.

 „Die schnelle Wiederinbetriebnahme unserer Abreitehalle in diesem Jahr ist Voraussetzung dafür, dass wir unsere Vereinsarbeit wie bisher erfolgreich fortführen können. Die Halle ist zur erfolgreichen Sicherstellung des täglichen Betriebs nicht mehr wegzudenken“, sagt Fugel. Daher ist er froh, dass die Gemeinde den Zuschuss bewilligt, denn nur damit kann der Verein die Finanzierung sicherstellen“, meint der Vorsitzende.

Der Vorstand stehe nach der grundlegenden Sanierung des Hallendaches der Haupthalle sowie des Stalltraktes erneut vor großen Aufgaben und hohen Investitionen. Doch die Führungsriege sei – auch vor dem Hintergrund der aktuellen Coronalage – davon überzeugt, dass die jetzige Investition für die erfolgreiche Zukunft des Vereins richtig ist.

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