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Kaplan Meyer: Weitere Missbrauchsopfer melden sich beim Bistum

Der Geistliche Georg Meyer soll in den 1960er Jahren Messdiener missbraucht haben. Nun haben sich zwei weitere Betroffene gemeldet.

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Beherrschendes Thema: Nach Kaplan Georg Meyer ist in Sedelsberg - noch - eine Straße benannt. Nun erheben weitere Missbrauchsopfer schwere Vorwürfe gegen den verstorbenen Geistlichen.   Foto: M. Passmann

Beherrschendes Thema: Nach Kaplan Georg Meyer ist in Sedelsberg - noch - eine Straße benannt. Nun erheben weitere Missbrauchsopfer schwere Vorwürfe gegen den verstorbenen Geistlichen.   Foto: M. Passmann

Im Zusammenhang mit den Missbrauchs-Vorwürfen gegen den verstorbenen Pfarrer von Markhausen, Georg Meyer, haben sich zwei weitere Betroffene gemeldet. Die Bischöfe Genn und Theising reagieren. Der Interventionsbeauftragte des Bistums, Peter Frings, bestätigte in einer Pressemitteilung zwei weitere Meldungen von noch lebenden Opfern. „Ich habe mit einem Betroffenen gesprochen, der mir berichtet hat, Anfang der 1960er Jahre während seiner Messdienerzeit über einen längeren Zeitraum immer wieder von dem verstorbenen Pfarrer sexuell missbraucht worden zu sein“, sagt Frings. Dieser Betroffene hatte sich zunächst bei den Historikern der Universität Münster gemeldet, die im Auftrag des Bistums Münster den sexuellen Missbrauch in der Diözese aufarbeiten.

Frings habe sich auch mit dem Offizial des Offizialatsbezirks Oldenburg, Weihbischof Wilfried Theising in Vechta, in Verbindung gesetzt. Dieser habe ebenso wie Bischof Dr. Felix Genn erst durch die Berichterstattung in den Medien von den neuen Vorwürfen gegen den Pfarrer erfahren. „Uns war vorher nur bekannt, dass es 2011 eine Meldung beim Bistum gegeben hatte“, sagt Theising. 2011, so erläutert Peter Frings, hatte sich ein inzwischen verstorbener Betroffener beim Bistum Münster gemeldet und einen Antrag auf Leistungen in Anerkennung des Leids gestellt. Dieser habe von Übergriffen in der fraglichen Zeit berichtet. An den Mann sei eine Anerkennungszahlung geleistet worden.

„Die schweren Vorwürfe des Missbrauchs von Messdienern erschüttern mich sehr."Bischof Dr. Felix Genn

Genn und Theising haben sich die Informationen vorlegen lassen, die es dazu im Bistum Münster und speziell im Bereich des Offizialatbezirks Oldenburg gibt. „Die schweren Vorwürfe des Missbrauchs von Messdienern erschüttern mich sehr. Ich bin den Betroffenen dankbar, wenn sie uns ihre Lebensgeschichte offenbaren, und wir werden den Betroffenen die größtmögliche Unterstützung geben“, reagiert Bischof Genn. Weihbischof Theising ergänzt: „Ich bitte alle Betroffenen oder auch Menschen, die etwas von diesen Umständen wissen, sich bei den Ansprechpersonen des Bistums oder auch bei der Historikerkommission der Universität Münster zu melden.“

  • Info: Das Bistum ist über die Webseite www.offizialat-vechta.de/sexueller-missbrauch zu erreichen. Zudem können sich Betroffenen telefonisch an Bernadette Böcker-Kock (Telefon 0151/63404738), Hildegard Frieling-Heipel (0173/1643969) sowie Bardo Schaffner (0151/43816695) wenden. Die Historikerkommission steht unter Telefon 0251/83 23178 oder per Mail unter missbrauchsstudie­@uni-muenster.de für Fragen zur Verfügung.

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