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Kaplan Albert Lüken verlässt Vechta

Der 34-jährige Albert Lüken wird Pfarrer am Niederrhein. Für viele Gläubige kommt die Nachricht überraschend. Was sagt er zu seinem Weggang – und wann packt er die Koffer?

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Verlässt Vechta Richtung Niederrhein: Kaplan Albert Lüken. Foto: Niehues

Verlässt Vechta Richtung Niederrhein: Kaplan Albert Lüken. Foto: Niehues

Die Nachricht kam für Vechtas Kirchgänger am Sonntag überraschend: Kaplan Albert Lüken verlässt die Kreisstadt im Herbst. Der 34-Jährige wird im Oktober Pfarrer in Kerken am Niederrhein. Die Einführung ist für den 10. Oktober geplant.

Die Nachricht wurde in den katholischen Gottesdiensten seit Samstagabend bekannt gegeben. In ersten Reaktionen zeigten sich Kirchgänger überrascht und traurig.

Dass eine Veränderung ansteht, war eigentlich klar

Wirklich überraschend kommt die Beförderung indessen nicht. Lüken ist seit Februar 2017 in Vechta Kaplan, zuvor war er in Borken Kaplan. Dass nach mehr als vier Jahren in Vechta eine berufliche Veränderung ansteht, entspricht dem Usus kirchlicher Personalpolitik. In Frage stand also nicht ob Lüken geht, sondern wann – und wohin.

In diesen Fragen herrscht jetzt Klarheit. Wie Lüken Abschied aus Vechta aussehen wird – ja, aussehen kann –, ist angesichts der Corona-Pandemie noch nicht klar. Lüken ging am Sonntag im Gespräch mit OM online davon aus, dass er nach Ende der Sommerferien langsam mit dem Kofferpacken beginne. Die Pfarrei schrieb im Internet, dass er  "Ende September/Anfang Oktober" die Kreisstadt verlasse.

Lüken räumte ein, dass ihm "ein wehmütiger Weggang" bevorstehe. In der Vechtaer Zeit  habe der gebürtige Barßeler viele Leute kennengelernt. "In viereinhalb Jahren ist viel gewachsen", sagte er – persönliche Beziehungen, Freundschaften. 

Trotzdem freut er sich auf die neue Aufgabe in Kerken. Dort gab es vor einer Woche ein erstes Treffen mit den örtlichen Kirchengremien, man konnte einander beschnuppern. 

Gegenüber OM online sagte Lüken, er freue sich darauf, als Pfarrer Verantwortung zu übernehmen. Die Gemeinde in Kerken sei mit 7166 Katholiken größer als seine Barßeler Heimatpfarrei (etwa 5500), aber kleiner als Vechta (13.800). Das erlaube ihm, "zu lernen, Pfarrer zu sein". Und: Seine neue Gemeinde sei "klein genug, um Leute kennenlernen zu können".

Wird es einen neuen Kaplan für Vechta geben?

Ob, wann und von wem Lükens Stelle als Kaplan in Vechta nachbesetzt wird, ist derweil noch unklar. Der Priestermangel – insbesondere bei Nachwuchskräften – dürfte das jedenfalls nicht einfacher machen, auch wenn Vechta eine der größten Pfarreien im Oldenburger Land hat. 

Unter den Gläubigen dürfte die Personalie derweil für Bedauern sorgen. Lüken hat in der allgemeinen Seelsorge, bei Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen, als Lehrer an den Berufsbildenden Schulen Marienhain, in der Messdienerarbeit und als BDKJ-Präses zahlreiche Beziehungen aufgebaut und wird von vielen engagierten Katholiken sehr geschätzt. Doch in das Bedauern, dass ihm jetzt begegne, mische sich bei vielen auch "Gratulation und Dankbarkeit" für die gemeinsame Zeit, sagte Lüken.

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