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Kantorei St. Josef Lohne feiert 25-jähriges Bestehen

Bei der Gründung des Chors 1996 traten 40 Mitglieder der Gruppe bei. Was sich seitdem verändert hat, verraten zwei Gründungsmitglieder.

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Die aktuelle Besetzung der Kantorei St. Josef: 25 Mitglieder singen in dem Chor. Foto: Stefan Heitlage

Die aktuelle Besetzung der Kantorei St. Josef: 25 Mitglieder singen in dem Chor. Foto: Stefan Heitlage

"Als wir angefangen sind, waren wir ein junger Chor", erzählt Inge Westerhoff und lacht. "Da haben wir alle Kinder bekommen, jetzt werden wir alle Oma", erzählt Elisabeth Schlarmann weiter. Sie gehören beide der Kantorei St. Josef an – Westerhoff als erste Vorsitzende und Schlarmann als Leiterin. Und das schon seit der Gründung vor 25 Jahren. Das Jubiläum des Chores wird am 3. September ab 17 Uhr in der Vorabendmesse in der Kirche St. Josef gefeiert.

Im August 1996 wurde die Kantorei St. Josef auf Initiative ihres langjährigen Präses Domkapitular Dechant Rudolf Büscher gegründet. Seit mehr als 24 Jahren wird sie von Elisabeth Schlarmann geleitet. Als der Chor gegründet wurde, war der Andrang noch viel größer, erinnern sich die beiden Musikerinnen. Zu Beginn waren es 40 Mitglieder. Mittlerweile sind es noch 25. 15 Sänger des Gründungsjahrgangs sind noch immer aktive Mitglieder des Chors. Vier weitere sind als passive Mitglieder dabei.

Direkt nach der Gründung: Die originale Besetzung der Kantorei St. Josef. Von ihnen sind noch 15 Personen aktive Mitglieder des Chors. Foto: Stefan HeitlageDirekt nach der Gründung: Die originale Besetzung der Kantorei St. Josef. Von ihnen sind noch 15 Personen aktive Mitglieder des Chors. Foto: Stefan Heitlage

Eigentlich habe sich in den vergangenen 25 Jahren nicht viel verändert, berichtet Schlarmann. Der Chor trifft sich regelmäßig im Pfarrheim, um zu proben. Auch die Liedauswahl sei gleich geblieben. "Ich liebe die traditionelle Kirchenmusik", sagt Schlarmann. Oft singe der Chor auch lateinisch. Zwischendurch werden auch moderne Lieder gesungen – zurzeit etwa die Friedenslieder. Schlarmann ist sich bewusst, dass viele Menschen, vor allem jüngere, lieber neuere Lieder singen wollen. Ändern wolle die Kantorei ihre Liedauswahl aber nicht, denn sie weiß: "Die klassischen Kirchenlieder stehen uns einfach gut, das passt einfach", erklärt Westerhoff.

So seien Schlarmanns liebste Erinnerungen auch klassisch geprägt. Ein Highlight für sie sei das Pontifikalamt zum Abschluss der Jubiläumszeit 50 Jahre St. Josef gewesen. Dazu bot der Chor 2009 gemeinsam mit dem Streichorchester unter Leitung von Astrid Riese die Messe Missa brevis von Charles Gounod dar.

Was sich auch durchgesetzt hat: Die Männer und Frauen proben getrennt. Das sei zu Beginn des Chors eingeführt worden, weil sonst zu viel gequatscht wurde, erläutert Westerhoff. Bei Proben müssten immer drei Stimmen still sein. Nun proben die Gruppen versetzt – sodass zwischendurch noch Zeit für gemeinsame Besprechungen ist. Ein paar Wochen vor den Auftritten werden die Chormitglieder dann zusammengefügt. Dieses Konzept stoß nicht bei jedem auf Begeisterung – einige Ehepaare sind ausgetreten, weil sie nicht gemeinsam singen konnten.

Fusion mit St. Gertrud hat Veränderung gebracht

Die Gemeinschaft im Chor bestehe aber trotzdem, versichert Westerhoff. Dafür sorgen gemeinsame Feiern oder Fahrten. Etwa war die Chorgruppe schon in Buxtehude, Mesum und im Park der Gärten. Die Ausflüge sind meist verbunden mit einem Messebesuch. Was die Geselligkeit angeht, habe sich aber in den vergangenen Jahren etwas geändert, sagt Schlarmann. Und zwar vor genau 12 Jahren, als St. Josef mit St. Gertrud fusioniert ist. 

In Folge der Fusion sitzt der Pastor nun in St. Gertrud, erklärt Schlarmann. Das habe die Menge an den geselligen Treffen im Pfarrheim gekürzt. Auch die Planung der Auftritte sei jetzt anders. Zu Beginn des Chors sei klar gewesen, dass er am 1. Advent, am ersten Weihnachtsfeiertag und an Ostern gesungen hat. Jetzt nicht mehr. Außerdem wurden die Messen gekürzt.

Die wohl größte Veränderung hat aber die Coronazeit mit sich gebracht. Über die letzten Jahre konnte der Chor nur sporadisch proben. 2020 gab es etwa Treffen in einer Halle der Firma Schlarmann Transport und Baustoff. Jetzt geht es wieder los, die Corona-Folgen seien aber erkennbar, erklärt Westerhoff. "Viele werden vorsichtiger und kommen nur zu Proben, aber nicht zu Auftritten." Vielen der Sänger, die Corona gehabt haben, sei die Krankheit auch auf die Stimme gegangen, ist Westerhoff weiter aufgefallen.


Info: Die Proben der Kantorei St. Josef finden jeweils mittwochs (Männer 19.30 Uhr, Frauen 20.30 Uhr) statt. Nähere Informationen erteilt Chorleiterin Elisabeth Schlarmann unter Telefon 04442/921290. Neue Sängerinnen und Sänger sind willkommen.

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