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Kandidaten für die Pfarreiratswahlen im November gesucht

In der katholischen Pfarrgemeinde St. Margaretha hat der Wahlausschuss seine Arbeit aufgenommen. Er sucht Kandidaten für die Wahl im November. Diese wird erstmals als Briefwahl durchgeführt.

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Kirche St. Margaretha in Emstek. Foto: Heinzel

Kirche St. Margaretha in Emstek. Foto: Heinzel

"Wir bringen uns als Laien in die Gestaltung des Gemeindelebens mit ein", beschreibt Stefan Meckelnborg seine Aufgabe als Mitglied des Pfarreirates der katholischen Pfarrgemeinde St. Margaretha Emstek. Er und Helen Reith sind seit 2013 in dem Gremium aktiv. Für den 53-Jährigen gehe es bei seinem Engagement darum, seine positiven Erfahrungen mit der Kirche weiterzugeben, was er vor allem als ein Gefühl der Gemeinschaft beschreibt.

Helen Reith wollte "mit Menschen etwas auf die Beine stellen". Stefan Meckelnborg nennt es "Glauben leben und erleben". Dabei geht es auch darum, Menschen für die Kirche zu begeistern. Dazu organisieren die Mitglieder des Pfarreirates die unterschiedlichsten Aktionen und Aktivitäten wie etwa Pfarrfeste, Adventsfenster oder eine "Lange Nacht der offenen Kirche" und gestalten so ein lebendiges und attraktives Gemeindeleben.

Es werden noch Kandidaten für den Pfarreirat gesucht

Jetzt werden die Mitglieder des Pfarreirates neu gewählt. Aktuell hat der 7-köpfige Wahlausschuss seine Arbeit aufgenommen. Seine Mitglieder bereiten die Wahl vor und suchen nach Kandidaten für die Wahlliste. Zur Wahl stellen können sich Personen, die mindestens 16 Jahre alt und katholischen Glaubens sind sowie im Gebiet der Pfarrgemeinde wohnen. Jeder, der sich im Pfarreirat einbringen will, um das Gemeindeleben mitzugestalten, kann sich auf die Liste setzen lassen. „Wir haben noch Luft nach oben“, so Stefan Meckelnborg über die derzeitige Anzahl der Kandidaten. Sollten sich nur 12 oder weniger Menschen aufstellen lassen, wird aus der Wahl eine Bestätigungswahl. Das war bereits vor 4 Jahren der Fall, als sich nur 12 Kandidaten aufstellen ließen.

Wählen dürfen die Gemeindemitglieder bereits ab 14 Jahren. Das sind derzeit über 5000 Katholiken. Sie können pro Kandidat auf der Wahlliste eine Stimme abgeben, erläutert Meckelnborg, der im Wahlausschuss aktiv ist. Es ist aber nicht möglich, einem Kandidaten mehr als 1 Stimme zu geben.

Die vorläufige Kandidatenliste wird am 22. August veröffentlicht

Am 22. August wird eine vorläufige Kandidatenliste veröffentlicht, welche anschließend bis zum 5. September ergänzt werden kann. Danach erfolgt die Übermittlung der Liste bis zum 12. September an das Bischöflich Münstersche Offizialat (BMO) in Vechta durch den Wahlausschuss. Das BMO sorgt dafür, dass bis zum 24. Oktober die Unterlagen bei den wahlberechtigten Gemeindemitgliedern in Emstek, Halen und Höltinghausen eingehen. Es handelt sich erstmals um eine reine Briefwahl. Ursache dafür war zum Zeitpunkt der Entscheidung die Pandemielage.

Die Wähler haben dann bis zum 7. November Zeit, ihre Stimme abzugeben und die Unterlagen zurückzusenden. Es wird zudem die Möglichkeit geben, an dem Entscheidungswochenende in den 3 Gemeindeteilen seine Unterlagen in einem der 3 „Wahlbüros“ abzugeben, erklärt Stefan Meckelnborg. Ehrenamtliche Helfer werden dann die Stimmauszählung übernehmen. Spätestens am 14. November sollen die Ergebnisse verkündet werden.

Pfarreirat ist Bindeglied zwischen Gemeinde und Pfarrer

Der Pfarreirat ist ein Gremium der Mitbestimmung – indem dort über die Gestaltung etwa der Taufe oder der Erstkommunion entschieden wird. Zudem ist er das „Bindeglied zwischen der Gemeinde und dem Pfarrer“, erläutert Helen Reith. Um die finanziellen Belange der Kirchengemeinde kümmert sich der Kirchenausschuss. Aktuell besteht der Pfarreirat aus 12 gewählten Mitgliedern sowie den 3 hauptamtlichen Kirchenvertretern und einer Vertreterin des Kirchenausschusses.

"Es ist wichtig, dass der Pfarreirat ein Spiegelbild der Gemeinde ist."Stefan Meckelnborg, Mitglied des Pfarreirates

Das Gremium wird alle 4 Jahre neu gewählt. Seine aktuellen Mitglieder sind, was die Altersstruktur angeht, zwischen Anfang 20 und Ende 60. „Es ist wichtig, dass der Pfarreirat ein Spiegelbild der Gemeinde ist“, meint Stefan Meckelnborg. Er kommt im Durchschnitt 6-mal im Jahr zusammen. Dabei bereitet der 4-köpfige Vorstand die jeweiligen Sitzungen vor. Diese sind öffentlich, das heißt jeder Interessierte kann hinzukommen, mithören oder einen Redebeitrag leisten. Stimmberechtigt sind jedoch nur die Gremiumsmitglieder. Reith und Meckelnborg schildern mit Begeisterung die Möglichkeit, sich dort mit seinen Ideen einbringen zu können. Helen Reith sagt über die vergangenen 8 Jahre: "Manch eine Idee verpuffte auch, aber es überwiegen definitiv die vielen positiven Erfahrungen."

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