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Kanalschleusen sind ihr nächstes Thema

Anneliese de Buhr aus Schwaneburgermoor plant die Neuauflage des Buches über die Geschichte ihres Dorfes. Dabei entdeckt die 69-Jährige immer wieder Neues.

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Ortshistorikerin: Anneliese de Buhr sucht nach Informationen, Bildern und Materialien zur Geschichte des Ortsteils Schwaneburgermoor. Foto: Stix

Ortshistorikerin: Anneliese de Buhr sucht nach Informationen, Bildern und Materialien zur Geschichte des Ortsteils Schwaneburgermoor. Foto: Stix

Sechs Jahre sind es noch, bis der Orts- und Bürgerverein Schwaneburgermoor/Schillburg sein 50. Gründungsjubiläum feiern kann. Anneliese de Buhr denkt bereits jetzt darüber nach, für diesen Termin das Buch zu überarbeiten, das sie zum 25. Geburtstag des Vereins erstellt hatte. Eigentlich aber ist sie über das bloße Nachdenken längst hinaus: Die 69-Jährige sammelt Informationen, Materialien und Bilder, um die Geschichte ihres Dorfes zu dokumentieren und zu ergänzen.

Denn vollständig, das hat de Buhr längst erkannt, ist eine Dorfgeschichte nie. „In den Gesprächen mit älteren Leuten aus unserem Ort erfahre ich immer wieder neue Details“, erzählt sie. „Ich wäre unendlich dankbar, wenn mir Menschen Bilder, Unterlagen oder Kopien zur Verfügung stellen könnten.“

Derzeit sichtet die Ortshistorikerin das Material

Das Kapitel über den Fries­oyther Kanal als Keimzelle des Ortsteils Schwaneburgermoor ist bereits bearbeitet und liegt in einem Zwischenstadium vor, an der Geschichte der ehemaligen Grundschule des Ortsteils arbeitet sie derzeit. Vor allem aber will sie sich als Nächstes den Schleusen im Friesoyther Kanal widmen.

„Da bin ich gerade auf der Suche nach Materialien zum Bau der Schleusen und zu allem, was so dazugehört“, erzählt sie.
Einen echten Schatz hat sie dabei zufällig beim Wasserwirtschafts-
amt gefunden. Ihre Anfrage, ob es noch alte Akten zu dem Thema gebe, kam gerade zur rechten Zeit. „Die waren aussortiert und sollten geschreddert werden“, erzählt die Ortshistorikerin. „Der Mitarbeiter, mit dem ich gesprochen habe, hat sie mir dann gerade noch rechtzeitig beiseite gelegt.“

Kanalbrücke als verbindendes Element des Ortsteils

Und so wühlt sie sich auf der Suche nach Bauplänen, Kostenaufstellungen und Bauzeiten durch alte Pläne und handschriftliche Vermerke, die kaum mehr zu entziffern sind. Das aber stachelt ihren Ehrgeiz und ihre Neugier nur noch mehr an. „Da das auf dem Gebiet von Schwaneburgermoor liegt, will ich das wissen“, sagt sie kategorisch.

Wie groß dieses Gebiet ist, sei vielen Menschen gar nicht bekannt. „Schwaneburgermoor erstreckt sich über 1100 Hektar und liegt auf beiden Seiten des Kanals“, betont sie. Viele hätten aber nur den nördlichen Teil im Blick.

Deshalb ist es ihr auch so wichtig, den Küstenkanal nicht als trennendes, sondern die 1928 erstmals und 1950 neu erbaute Brücke an der Schwaneburger Straße als verbindendes Element des Ortsteils Schwaneburgermoor zu sehen. „Um das zu verdeutlichen, wäre ein Brückenschild ‚Küstenkanalbrücke Schwaneburgermoor‘ für unseren Ortsteil von sehr großer Bedeutung“, sagt sie. Einen entsprechenden Antrag hat sie im Dezember bei der Stadtverwaltung eingereicht.

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