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Kanaldörfer „stehen in den Startlöchern“

Der Auftakt zur Dorfentwicklung beginnt mit einer Umfrage in den sechs Orten. Die Fragebögen werden verteilt, liegen zum Teil aus oder können online abgerufen werden.

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Stellten den Zeitplan vor (hintere Reihe von links): Ortsvorsteher Dennis Löschen, Heiko Baumann (Amt für regionale Landesentwicklung Weser -Ems), Bürgermeister Sven Stratmann, Peter Stelzer (Planungsbüro), Fachbereichsleiter Klaus Sandmann, Edith Kreye (Bauamt) sowie die Planer Carla Schmidt und Andreas Brinker (vorne).  Foto: Claudia Wimberg

Stellten den Zeitplan vor (hintere Reihe von links): Ortsvorsteher Dennis Löschen, Heiko Baumann (Amt für regionale Landesentwicklung Weser -Ems), Bürgermeister Sven Stratmann, Peter Stelzer (Planungsbüro), Fachbereichsleiter Klaus Sandmann, Edith Kreye (Bauamt) sowie die Planer Carla Schmidt und Andreas Brinker (vorne).  Foto: Claudia Wimberg

Nicht der einzelne Ort, sondern die Region rückt in den Fokus. Statt des individuellen Bauprojekts sollen strategische Entwicklungsziele diskutiert und die Eigeninitiative gestärkt werden. Und dabei sind alle Generationen gefragt, ihre Heimat zu positionieren und sie zukunftsfähig zu gestalten.

Im Gegensatz zur 2014 abgelösten Dorferneuerung setzt die Dorfentwicklung auf eine breite Kommunikation sowie nachhaltige und langfristige Konzepte. Die Kanaldörfer Edewechterdamm, Ahrensdorf, Heinfelde,Kampe, Ikenbrügge und Kamperfehn der Stadt Friesoythe sind im Programm des Landes Niedersachsen aufgenommen worden und die insgesamt rund 2500 Bewohner haben nun die Möglichkeit, sich aktiv für „einen guten Ort zum Leben und Arbeiten“ einzusetzen.

„Die Dörfer stehen bereits in den Startlöchern und freuen sich darauf“, betonte Bürgermeister Sven Stratmann auch im Beisein des zuständigen Ortsvorstehers Dennis Löschen bei der Vorstellung des Zeitplans.

Umfrage benötigt etwa zehn Minuten Zeit

Zum Auftakt geht es um acht bis zehn Minuten Zeit für eine Umfrage. Dabei möchte das Planungsbüro Stelzer aus Freren verlässliche Aussagen zum Wohlfühlklima, zum Handlungsbedarf und zu erforderlichen Veränderungen sammeln. 15 Fragen sind formuliert, die Anonymität sei gewahrt. Die Fragebögen werden in den Orten in der Sonntagszeitung verteilt, liegen in einigen Geschäften aus, können aber auch online per QR-Code auf dem Bogen oder über die Homepage der Stadt abgerufen werden.

Ebenso wie in „Friesoythe Süd“, das sich bereits mitten in der „Sozialen Dorfentwicklung“ befindet, hoffen die Verantwortlichen auch für die Kanaldörfer, dass sich möglichst viele Bürger aller Altersschichten beteiligen. Denn: „Unterschiedliche Generationen bedeuten unterschiedliche Denkweisen, das macht es spannend“, erläutert Planer Andreas Brinker im Einklang mit seiner Kollegin Carla Schmidt, die den direkten Kontakt suchen und die spezifischen Merkmale der Orte herausarbeiten und analysieren. Eine besondere Berücksichtigung soll dabei auch die Jugend finden sowie die Themen „Natur und Klima“.

Nach der Umfrage folgt die Bürgerversammlung, auf der bereits Schwerpunkte auf der Tagesordnung stehen, bevor dann in den Orten Projektgruppen gebildet werden sollen. Nach rund einem Jahr könne eine Prioritätenliste mit Kosten erstellt werden. Dann ist es Sache der Politik, die Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Das Programm ist auf acht bis zehn Jahre angelegt, aber nicht statisch ausgelegt. So können Projekte auch in der ­Umsetzungsphase noch flexibel initiiert und den aktuellen Herausforderungen angepasst werden.

  • Bis Sonntag, 4. Oktober, können die Bürger aus den Kanaldörfern an der Umfrage teilnehmen. Abgegeben werden können die Fragebögen auch in eigens eingerichteten Briefkästen der Grundschule E‘damm, der Grundschule Kampe, im Dorfgemeinschaftshaus Ahrensdorf/Heinfelde und bei „Uns Fehnhus“ in Kamperfehn.
  • Die Bürgerversammlung findet voraussichtlich am Mittwoch, 7. Oktober, ab 19 Uhr in der Sporthalle in Edewechterdamm statt.
  • Zwei Bewohner werden aktuell als Dorfmoderator ausgebildet, erhalten grundlegende Kenntnisse zur Gestaltung von Projekten und Prozessen und sollen zu einer lebendigen Kommunikation beitragen.

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