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Kalte Kirche: Altenoyther können auf Notheizung hoffen

Nicht mal für ein kurzes Gebet möchte man sich mittlerweile im Gotteshaus aufhalten. Die Beschwerden häufen sich. Am Wochenende soll die Dreifaltigkeitskirche jedoch wieder wärmer werden.

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Ausgebaut: Statt der maroden Heizung ist nur noch eine Öffnung zu sehen, von der die Erdschächte abgehen. Fotos: Wimberg

Ausgebaut: Statt der maroden Heizung ist nur noch eine Öffnung zu sehen, von der die Erdschächte abgehen. Fotos: Wimberg

In der Altenoyther Dreifaltigkeitskirche ist es lausig kalt. Temperaturen im einstelligen Bereich machen den eigenen Atem sichtbar und lange will man sich im Gotteshaus möglichst nicht aufhalten. "Die Beschwerden häufen sich natürlich", sagt Josef Averbeck als zuständiger Mitarbeiter der Friesoyther Kirchengemeinde St. Marien und verweist auf einen Totalschaden der Heizung.

Vor vier Wochen ging bei der jahrzehntealten und ohnehin maroden Anlage nichts mehr. Der Ausbau hat bereits stattgefunden und die zuständigen Gremien müssen nun eine "langfristige Lösung" besprechen.

Kurzfristig soll dagegen ein Provisorium Abhilfe schaffen. Voraussichtlich zum kommenden Wochenende könne eine Notheizung in Betrieb genommen werden, um wieder die für Kirchenräume klassischen 16 Grad zu gewährleisten.

Komplett abmontiert und gestohlen: die Kupferbeschläge an den Eingangstüren.Komplett abmontiert und gestohlen: die Kupferbeschläge an den Eingangstüren.

Das 50 Jahre alte Gebäude ist nicht nur im Bereich der Technik mit Heizung, Licht und Elektrik in die Jahre gekommen. Eine Auflistung der Gesamtschäden hatte es bereits vor einigen Jahren gegeben, als von der Gemeinde ein modernes Nutzungskonzept erarbeitet wurde. Wie berichtet, wurde daraus nichts, da das Offizialat seine Unterstützung verweigerte und keine Gelder für eine individuelle Neuausrichtung zur Verfügung stellen wollte. Zuschüsse gibt es lediglich für bestimmte Instandsetzungen im technischen Bereich.

Saniert werden müssen in Altenoythe jedoch nicht nur elementare Mängel, sondern auch mutwillige Zerstörungen. So haben unbekannte Täter die kompletten Kupferbeschläge an den Eingangstüren abmontiert. Am benachbarten Caritas-Gebäude sowie am Karl-Borromäus-Haus sollten Rinnen und Fallrohre entfernt werden. "Dabei scheinen die Diebe jedoch gestört worden zu sein und mussten ihr Vorhaben wohl abbrechen", berichtet Averbeck.

Zerstört: die Beeteinfassungen aus Ton, die nun durch Granit ersetzt werden sollen.Zerstört: die Beeteinfassungen aus Ton, die nun durch Granit ersetzt werden sollen.

Die Kirchentüren bleiben künftig kupferlos. Sie werden mit Fassadenplatten in Kupferoptik versehen. Unbekannte haben darüber hinaus die Beeteinfassung auf dem Vorplatz zerschlagen. Statt einer Umrandung aus Tonelementen soll hier künftig Granit für Langlebigkeit sorgen. Die Mauer ist dagegen natürlichen Frostschäden zum Opfer gefallen, auch sie soll zeitnah repariert werden.

Die Dreifaltigkeitskirche ist eines von sieben Gotteshäusern in der Gemeinde. Am 28. Mai 1972 wurde sie eingeweiht. Coronabedingt wurde das Jubiläum auf 2022 verschoben. Bis dahin sollen die größten technischen und optischen Schäden behoben sein.

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