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Kalender zeigt Löningen im Wandel

13 Fotos des Heimatvereins schlagen eine Brücke über 100 Jahre Veränderung im Ortszentrum der Stadt. Die beiden ältesten Bilder sind eine Werbepostkarte und eine Ansichtskarte.

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Die Gas-Anstalt an der Meerdorfer Straße: Das Wohnhaus auf der linken Seite, in dem in den 1990er Jahren zeitweise der Soziale Briefkasten untergebracht war, stand in der Kurve der heutigen Bahnhofsallee auf einem Teil des dortigen Friedhofs-Parkplatzes gegenüber dem heutigen Jugendtreff. Die Gas-Anstalt selbst, stand auf dem heutigen Friedhofsgelände. Sie wurde 1962 abgebrochen. Foto: Heimatverein

Die Gas-Anstalt an der Meerdorfer Straße: Das Wohnhaus auf der linken Seite, in dem in den 1990er Jahren zeitweise der Soziale Briefkasten untergebracht war, stand in der Kurve der heutigen Bahnhofsallee auf einem Teil des dortigen Friedhofs-Parkplatzes gegenüber dem heutigen Jugendtreff. Die Gas-Anstalt selbst, stand auf dem heutigen Friedhofsgelände. Sie wurde 1962 abgebrochen. Foto: Heimatverein

Den großen Wandel im Löninger Ortszentrum vor allem in den letzten 20 bis 30 Jahren dokumentiert in außergewöhnlich gelungener Form der Jahreskalender für 2022, den der Heimatverein wieder zusammengestellt hat. Der Vorsitzende, Paul Mastall, freut sich unter den aktuellen Umständen besonders über die Herausgabe: "Von unseren Veranstaltungsplänen, wie dem Weihnachtsmarkt rund um die Schutenmühle, der Adventsfeier oder der vergnüglichen vorweihnachtlichen Lesung mit Lars Cohrs, ist leider wegen der Corona-Entwicklung der letzten Wochen nichts geblieben".

Da sei es umso erfreulicher, dass der Verein wenigstens mit den "schriftlichen" Projekten wie der jüngsten Ausgabe der "Löninger Blätter" oder aktuell dem Jahreskalender aktiv sein könne: "Ich hoffe, dass das kommende Jahr endlich wieder in normalen Bahnen läuft und wir unser Angebot wieder wie gewohnt breit aufstellen können", so Mastall. Mit dem Titelbild und einer alten Postkarte schlagen die Fotos einen Bogen über mehr als 100 Jahre Löninger Geschichte. Die beiden ältesten Bilder sind eine Werbepostkarte aus dem Jahr 1921, mit der ein Händler aus Jever für die Getreidesiebe des erst viel späteren Löninger Lochblechherstellers Graepel wirbt, und eine kolorierte Ansichtskarte der Löninger Gasanstalt.

Lindenallee 1959: Die Aufnahme stammt vom langjährigen Fotografen der OV, Heinz Zurborg. Links die Rampe des Bahnhofs, rechts die Viehgroßhandlung Schmitz (heute Feuerwehr). Foto: Archiv ZurborgLindenallee 1959: Die Aufnahme stammt vom langjährigen Fotografen der OV, Heinz Zurborg. Links die Rampe des Bahnhofs, rechts die Viehgroßhandlung Schmitz (heute Feuerwehr). Foto: Archiv Zurborg

Zu den Zeitzeugnissen gehört ein Foto aus dem Jahr 1959, das der langjährige Fotograf der Oldenburgischen Volkszeitung, Heinz Zurborg, in unmittelbarer Nähe des Hauses des damaligen Bundestagsabgeordneten Kurt Schmücker gemacht hat. Bemerkenswert ist dabei auch die gestochen scharfe Qualität des Schwarz-Weiß-Bildes, das Zuborg mit seiner Leica-Sucherkamera gemacht hat.

Es zeigt ein Pferdefuhrwerk mit der Rampe des Löninger Bahnhofs auf der linken Seite und der Viehgroßhandlung Schmitz auf der anderen Seite im Hintergrund. An dieser Stelle steht heute die Feuerwehr. Der Kaufmann, der eine große Villa an der Lagestraße gebaut hatte, war durch die Eisenbahn und den damit möglichen Transport von lebenden Schweinen aus unserer Region ins Ruhrgebiet reich geworden. Die Erben Zurborgs haben sein Archiv dem Heimatbund übergeben, der Fotos aus den jeweiligen Kommunen unter anderem den jeweiligen Heimatvereinen zur Verfügung stellt. Mit von der Partie, mit einigen Fotos und Postkarten aus ihrem großen Fundus ist wieder die Löninger Sammlerin Evelies Ponsch. Weitere Fotos stammen aus dem Heimatvereins-Archiv.

Kalender wird in der Tourist-Info und bei Kordes verkauft

Den Wandel gegenüber heute dokumentieren besonders ein Foto der Langenstraße nach der Ortskernsanierung Ende der 1980er Jahre und eines von 2018 von der Brandruine des Hotels zur Post und den Rückseiten des damaligen Geschäfts Kramer und der Gaststätte Cappuccino.

Gehörten diese beiden Bereiche bis vor wenigen Jahren zumindest in Teilen nicht unbedingt zu den Schmuckstücken der Innenstadt, so sind sie durch den Neubau des Colosseo Ende der 1990er Jahre und vor allem durch das neue Ärztehaus auf dem Grundstück Kramer, dem Geschäfts- und Wohnhaus des Investors Peek und dem Fastneubau im Bereich "Cappuccino" zum gelungenen Stadtentwicklungsbeispiel geworden.

  • Info: Die Kalender gibt es, solange der Vorrat reicht in der Tourist-Info, im Kaufhaus Kordes, bei Lemmermühle und den Vorstandsmitgliedern des Heimatvereins für 9 Euro.

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