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Justus-von-Liebig-Schule stellt Ergebnisse ihrer Projektarbeit aus

Die Klassen 11 und 12 des Gymnasiums hatten sich mit dem Obergriff Identität befasst. Andere Gruppen setzten sich mit Umweltschutz, Mobbing oder Diversität auseinander. Lob bekamen alle.

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Projektleiterin Martina Helmes und die stellvertretende Vorsitzende der Bürgervertretung, Martina Jasnoch, überreichen die Urkunden. Foto: E.Wenzel

Projektleiterin Martina Helmes und die stellvertretende Vorsitzende der Bürgervertretung, Martina Jasnoch, überreichen die Urkunden. Foto: E.Wenzel

Jährlich zeichnet die Bürgerstiftung Vechta Schülerinnen und Schüler der Vechtaer Justus-von-Liebig-Schule für ihre Projektarbeiten plus Ausstellung aus. In diesem Jahr standen unter anderem die Themen "Identität" und "Diversität" im Fokus.

Wichtig war den Schülern dabei: Durch die Projekte wird Geld gesammelt und der Kinderkrebshilfe in Vechta gespendet. "Wir wollten was für den sozialen Bereich machen," erklärt der Schüler Lorenz Hofmann. Die Ausstellung zur Projektarbeit ist nun im Hauptgebäude der Justus-von-Liebig-Schule zu sehen. Eine Woche bleibt sie noch stehen.

Vielfalt erleben, Vielfalt ausstellen

Die Klassen 11 und 12 des Gymnasiums etwa hatten sich auf "Identität" konzentriert. Die Wege waren unterschiedlich; aber sei doch gut, findet Schülerin Lilli kleine Stüve. Die Vielfalt steht dabei über allem. "Jeder definiert seine Identität unterschiedlich. Das sollte auch akzeptiert werden", sagt Schülerin Tina Kirchhoff. Das solle "nicht abfällig kommentiert werden", findet sie. Und auch die Umsetzung – ob als Umfrage oder als Kunstobjekt – müsse vielfältig sein. 

Für Umweltschutz als Oberbegriff hatte sich indes eine andere Gruppe entschieden. Schülerin Ida Linnenkämper erklärt: "Recyclen kennt ja jeder. Das hört man ständig." Deswegen habe sich ihre Gruppe auf das Upcycling konzentriert. Aus einem alten Ikea-Tisch und Deoflaschen wurde ein Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel. Auch um Mobbing ging es. "Die meisten aus der Gruppe hatten da Erfahrungen", berichtet Klaudia Dziergowska. Ihre Gruppe beschäftigte sich mit der Frage, welche Kompetenzen junge Menschen brauchen, damit es nicht zu Mobbing kommt.

Ein Imagevideo ist entstanden

Besonders wichtig war einigen Schülerinnen und Schülern, ein Imagevideo als Werbung für ihre Schule zu drehen. Es gebe immer noch viele Vorurteile, weiß Schülerin Emma Preuß. Die Schule werde von vielen als "Puddingschule" abgetan. "Wir schreiben dasselbe Abi", sagt Lilli kleine Stüve. 

Bei der Arbeit an den Projekten seien die Schüler übermotiviert gewesen. "Wir sind in unseren Freistunden hier geblieben," sagt Emma Preuß. Auch am Wochenende hätten sich die Schüler getroffen, um an den Projekten zu arbeiten.

Die Ausstellung ist schon fast Schultradition. Seit 15 Jahren gibt es jährlich einen Projekttag, an dem Schüler ein eigenes Projekt vorstellen. Zu diesem gehören eine wissenschaftliche Frage und ein Projektpartner, mit dem zusammengearbeitet wird. Nachdem letztes Jahr der Projekttag wegen Corona gestrichen wurde, kam dieses Jahr die Lösung: Eine Projektwoche. Im Wechselunterricht konnte so die Projektarbeit aufrechterhalten werden.

Trotz der Lösung erschwerte Corona die Arbeit. Es waren klare Grenzen gesetzt. Lorenz Hofmann bemerkt in seiner Präsentation, dass die Ausstellung eigentlich offen für alle sein sollte. Das ist nun aber nicht möglich. Parallel sei es schwierig gewesen Sponsoren zu finden. 

Spenden wurden digital gesammelt; digital Umfragen gestartet und zusammengearbeitet

Auch das Spendensammeln schien auf die Schule begrenzt zu sein. Eine Gruppe überschritt diese Grenze digital. Auf ihren privaten Instagram-Accounts verkauften die Schülerinnen und Schüler selbst erstellte Schutzengel-Anhänger. Damit erreichten sie sogar internationale Käufer.

"Digital" war generell das Stichwort der Projektarbeit. Sämtliche Umfragen an der Schule fanden online statt. Auch die Zusammenarbeit war komplizierter. Martina Helmes erinnert sich, viel gefahren zu sein, um die Materialien an die Schüler zu verteilen.

Der Aufwand habe sich jedoch gelohnt. "Ihr habt einen großen Applaus verdient", lobte Martina Helmes. Stolz erzählte sie, dass die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises gefragt hätte, ob die Ausstellung im Herbst im Gebäude des Landkreises gezeigt werden könnte. Auch die Schulleiterin Gaby Droste-Kühling war begeistert:  "Die Ausstellung trifft den Nerv der Zeit."

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