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Jusos fordern Corona-Tests für Beschäftigte

Zwar haben sich die Corona-Verdachtsfälle bei Danish Crown nicht bestätigt. Dennoch müsse dies als "Warnschuss" gesehen werden, meinen die Jungsozialisten.

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Foto: dpa/Berg

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"Alle Beschäftigten in der Fleischindustrie müssen getestet werden - und zwar regelmäßig. Das sind wir diesen Menschen schuldig", fordern die Jusos im Landkreis Cloppenburg nach den Ereignissen in Gütersloh. Zwar haben sich die Corona-Verdachtsfälle bei Danish Crown nicht bestätigt, dennoch müsse dies als "Warnschuss" gesehen werden. "Blindes Vertrauen" in Hygienekonzepte und firmeneigene Tests, "die auf dem Papier statt in der Praxis glänzen", werde einen Ausbruch wie bei der Firma Tönnies in Gütersloh auf Dauer nicht verhindern, so die Jungsozialisten.

"Statt der Industrie auf die Finger zu schauen, verhält sich der Landkreis wie ein Kaninchen vor der Schlange."Jan Oskar Höffmann, stellvertretender Vorsitzender der Jusos im Landkreis Cloppenburg

"Der Landkreis muss sich den Hut aufsetzen und für eine strikte Kontrolle der Infektionsschutzregeln sorgen. Es genügt nicht, sich im Kreishaus die Konzepte vorstellen zu lassen und letztlich auf die Einhaltung zu vertrauen. Das ging auch in Gütersloh gewaltig schief", erklärt der stellvertretende Vorsitzende, Jan Oskar Höffmann. Die Kon­trolleure sollten künftig unangekündigt in die Schlachthäuser gehen und die Einhaltung vor Ort prüfen, so die SPD-Parteijugend. "Statt der Industrie auf die Finger zu schauen, verhält sich der Landkreis wie ein Kaninchen vor der Schlange. Irgendwann beißt sie zu, dann ist der unkontrollierte Ausbruch nicht mehr zu verhindern“, meint Höffmann. Hierbei sei es "unerheblich", dass es noch nicht zu einem größeren Ausbruch gekommen ist. Nach seiner Ansicht sei dies zwar ein "Glücksfall".

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