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Juniordetektive ermitteln im Vechtaer Sommercamp

Auf dem Gelände der Marienhain-Schule in Vechta geht es auf Spurensuche. Das Angebot des Bildungswerkes Vechta und der Schulstiftung St. Benedikt läuft noch bis zum 12. August.

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Symbolfoto: dpa/Schutt

Symbolfoto: dpa/Schutt

Junge Schüler sind derzeit eingeladen, bei dem Sommercamp mitzumachen und tagsüber neue Abenteuer mit Gleichaltrigen zu erleben. Diese werden vom Bildungswerk Vechta und der Schulstiftung St. Benedikt bereits zum 3. Mal initiiert und organisiert. Der Altersschwerpunkt liegt bei Schulkindern von der 1. bis zur 6. Klasse. Die Aktion läuft bis zum 12. August. Einige Plätze sind noch zu vergeben.

Michael Bröer, der die Gesamtleitung des Projekts schultert, zeigt sich mit dem Ablauf zufrieden: "Momentan haben wir hier sechs Gruppen mit jeweils ungefähr 15 Teilnehmern." Weil das Angebot noch häufiger von Kindern und Eltern angenommen wurde als erwartet, haben er als Geschäftsführer des Bildungswerkes Vechta und die Vorsitzende Marie Dierkes beschlossen, dieses auszuweiten und somit noch mehr Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, im Sommer Teil der Gruppenaktivitäten zu sein. Von geplanten 144 Plätzen ist die Aktion nun auf 220 erweitert worden. Ihm sei wichtig, dass es eine gemeinsame Frühstückspause gibt, bei der Getränke sowie Früchte zur Verfügung gestellt werden, sodass jeder mitessen kann, sagt Michael Bröer.

Kinder entwickeln sich durch Rollenspielmethode

Die Räume der Berufsbildenden Schulen (BBS) Marienhain und deren Außengelände an der Landwehrstraße 2 bieten die optimale Möglichkeit, um die Programminhalte zu erleben. Denn es handelt sich bei diesem Sommercamp um eine besonders kreative Umsetzung, welche nicht nur Teamarbeit im Spiel fördert. Auch entwickeln sich die Teilnehmer durch die Rollenspielmethode "Pen & Paper" weiter. Hierbei schlüpfen die Kinder in verschiedene Charaktere. Sie übernehmen für die Zeit der Projekte, die jeweils eine Woche andauern, eine spezifische Rolle.

Den Gruppenleitern, die jeweils zu zweit eine Gruppe betreuen, wird weitgehend freie Hand in ihrer Kreativität gelassen. Das Rahmenthema aber ist vorgegeben: Die Kinder übernehmen für die Zeit im Sommercamp Rollen als Juniordetektive und lösen spannende Fälle. Marie Dierkes, die für dieses Jahr das Rahmenthema erdacht hat, geht dabei genauer auf den pädagogischen Ansatz und das Prinzip dieses Rollenspiels ein, da auch die Bildung ein wichtiger Aspekt im Sommercamp sein soll: "Die Detektivarbeit soll dieses Mal ein wichtiger Teil des Programms sein. Viele Gründe sprechen hierbei für einen solchen pädagogischen Ansatz, da kommunikatives Lernen mit Freizeit und Spaß verknüpft werden kann."

Die Kinder befinden sich von montags bis freitags jeweils von 8 bis 13 Uhr auf dem Gelände und übernehmen dabei mindestens 2 Stunden täglich ihren Part als Detektive. Es werden Experimente durchgeführt, das Prinzip der Spurensicherung von Fingerabdrücken wird erklärt und verschiedenste Rätsel werden gemeinsam in der Gruppe gelöst. "Das Konzept macht Spaß, fordert und fördert aber gleichzeitig durchaus auch die Konzentrationsfähigkeit der jungen Teilnehmer. Es kann manchmal anstrengend sein, sich an gemeinsame Regeln zu halten und nicht aus der Rolle zu fallen", erklärt Dierkes. Genau aus dem Grund bietet das Programm abwechslungsreiche Möglichkeiten, den Kopf auch mal "frei zu bekommen". Das erfolgt durch regelmäßige Spiele und Pausen in der Grünanlage, bei denen die Kinder ganz sie selbst sein dürfen, sodass für Abwechslung garantiert ist.

Respektvolles Kommunizieren

"Wir sind hier sehr flexibel. Wenn aus der Gruppe die Rückmeldung kommt, dass eine Pause gebraucht wird, dann strukturieren wir den Plan für den Tag um, damit für alle ein positives Erlebnis gesichert ist." Durch das Rollenspiel entwickeln die Kinder die Fähigkeit, "frei zu sprechen, mit Gleichaltrigen respektvoll zu kommunizieren und sich gegenseitig zuzuhören", fasst Dierkes zusammen. Es gebe zudem einen Einblick in verschiedenste Themen, die in der regulären Schulzeit nicht unbedingt an der Tagesordnung stehen.

Dierkes selbst ist als Gruppenleiterin tätig. Sie und ihre Kollegin Charleen Krüger schlüpfen dabei in die Rolle der Spielmacherinnen, geben den Kindern Tipps und übernehmen verschiedene weitere Charaktere. Jeder Juniordetektiv erhält zu Beginn seinen eigenen Ausweis. Derzeit wird ein Fall gelöst, bei dem Hunde vermisst werden. Hinweise und Beweise werden gemeinsam am Detektivboard gesammelt und in der Gruppe strukturiert. Die Kinder lernen mithilfe der Gruppenleitung, wichtige Informationen von unwichtigen zu unterscheiden und zu filtern, um den Fall als Team zu lösen. Dierkes und ihre Kollegin sorgen dafür, dass alle eingebunden werden.

Der Schüler Tibor Friebis ist begeistert von dem Programm: "Ich habe schon neue Freunde hier gefunden, mit denen ich viel Spaß habe." Auch Juniordetektivin Mia Peschel schließt sich dem an: "Man muss bei der Detektivarbeit bis ins Detail gehen, und ich bin jetzt schon konzentrierter als sonst." Jede Woche können unterschiedliche Fälle gelöst werden und für die letzte sind noch einige Plätze frei.

  • Info: Bei Interesse kann eine Mail an das Bildungswerk Vechta gesendet werden: info@bw-vechta.de. Die Kosten betragen 25 Euro pro Woche.

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