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Junge Menschen haben Chance auf Preisgeld

Die Bürgerstiftung Vechta will mit dem Hans-Tabeling-Jugendförderpreis zur persönlichen Entwicklung beitragen. Die Bewerbungsfrist endet am 10. Oktober.

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Aufruf zum Mitmachen: Vorsitzender Heinrich Wolking (rechts) und Geschäftsführer Josef Kleier hoffen auf viele Bewerbungen für den Jugendförderpreis.   Foto: Speckmann

Aufruf zum Mitmachen: Vorsitzender Heinrich Wolking (rechts) und Geschäftsführer Josef Kleier hoffen auf viele Bewerbungen für den Jugendförderpreis.   Foto: Speckmann

Die Vorstandsvertreter der Bürgerstiftung Vechta müssen immer noch schmunzeln, wenn sie auf die Bürgerparty im Jahr 2010 zurückblicken. Damals wurden die Gäste von einem Schauspieler in heftiger Form beleidigt. Erst im Verlauf des Auftrittes stellte sich heraus, dass die „Publikumsbeschimpfung“ Teil des Programms war. Der junge Mann auf der Bühne war Fabian Oehl, ein ehemaliger Schüler des Gymnasium Antonianum, der inzwischen Karriere gemacht hat.

Die Verpflichtung von Fabian Oehl hatte damals einen guten Grund. Er war der erste Hauptgewinner in der Geschichte des Hans-Tabeling-Jugendförderpreises, den die Bürgerstiftung seit 2008 im 3-jährigen Rhythmus an junge Menschen verleiht. Während der Schauspieler inzwischen etliche Engagements in ganz Deutschland vorweisen kann, hat sich auch die Auszeichnung in der Stadt Vechta fest etabliert.

Preisgeld beträgt insgesamt 6000 Euro 

In diesem Jahr wird der Hans-Tabeling-Jugendförderpreis, benannt nach dem im Jahr 2013 verstorbenen Vorsitzenden der Bürgerstiftung, zum 5. Mal verliehen. Bis zum 10. Oktober können sich junge Leute im Alter von 16 bis 25 Jahren bewerben. Das Mitmachen lohnt sich: Neben der persönlichen Wertschätzung wartet auf die 3 Gewinner ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 6000 Euro.

„Unser Ziel ist es, junge Menschen aus Vechta zu fördern, die in ihrer Bildung oder Ausbildung, ihrem sozialen Engagement, ihrem Ehrenamt oder ihrer Arbeit besondere Leistungen erbracht haben“, erläutert Vorstandsvorsitzender Heinrich Wolking die Beweggründe der Bürgerstiftung. Das nicht unbeträchtliche Preisgeld sollen die Frauen und Männer für ihre weiteren Ziele einsetzen.

Fabian Oehl hat das Preisgeld von 3000 Euro dabei geholfen, den Bewerbungsmarathon für sein Studium zu bewältigen. An 6 Schulen in Deutschland sprach er vor, bevor er 2009 an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig angenommen wurde. „Ohne das Geld wäre ich gar nicht nach Leipzig gekommen“, sagte der Vechtaer damals in einem Gespräch mit dieser Redaktion.

"Der Jugendförderpreis ist unser ältestes Projekt.“Heinrich Wolking, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Vechta

Solche Dankesworte hören Heinrich Wolking und seine Vorstandskollegen selbstverständlich gern. Für die Bürgerstiftung ist die Jugendförderung schon immer ein zentrales Anliegen gewesen. „Der Jugendförderpreis ist unser ältestes Projekt“, sagt der Vorsitzende. Auch wenn sich heute mehr Möglichkeiten im beruflichen Bereich bieten würden, sei es wichtig, den Nachwuchs weiter zu unterstützen.

Das Preisgeld soll der persönlichen Entwicklung und Weiterbildung dienen. Die Gewinner könnten damit beispielsweise eine Fortbildung für ihren Beruf finanzieren, ein unbezahltes Praktikum in einer anderen Stadt absolvieren oder etwa einen Laptop für ihre ehrenamtliche Tätigkeit kaufen. Für ein neues Auto, ein Smartphone oder den nächsten Urlaub ist die Finanzspritze ausdrücklich nicht gedacht.

Schüler, Studenten oder Azubis können genauso prämiert werden wie engagierte Leute, die gerade ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr absolvieren. Auch Künstler, Musiker oder behinderte junge Menschen, die mit ihren Ideen und ihrem Einsatz eine Menge bewegen, sind angesprochen. Wer in seinem Bereich besonderes Engagement zeigt, ist ein heißer Kandidat für den Wettbewerb.

Übergabe erfolgt beim traditionellen Stiftermahl

„Leider trauen sich manche Leute nicht, sich für den Preis zu bewerben, obwohl sie etwas Gutes tun“, berichtet Geschäftsführer Josef Kleier aus der Erfahrung der vergangenen Jahre. Er kann den Nachwuchs nur ermuntern, die Scheu abzulegen und es zu probieren. Es müssten nicht immer ausgefallene Sachen sein, manchmal seien es auch ganz einfache Tätigkeiten, die einen großen Wert hätten.

Wer den Jugendförderpreis bekommt, entscheidet wieder eine Jury. Die Übergabe erfolgt im Rahmen des traditionellen Stiftermahls. Es findet am 10. November im Saalbetrieb Borgerdings Mühle statt, sofern es die Corona-Verordnung zulässt. Bei dieser Gelegenheit soll auch die Verleihung des Ehrenamtspreises erfolgen, die im vergangenen Jahr wegen der Pandemie ausgefallen war.

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