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Julia Varnhorn gefällt der neue Job im Gulfhaus

Die Sozialpädagogin verstärkt das Team im Kultur- und Freizeitzentrum in Vechta. Was ihr an der Arbeit besonders gefällt, ist der Freiraum für eigene Ideen.

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Spaß am neuen Job: Julia Varnhorn verstärkt seit wenigen Wochen das Team im Gulfhaus. Im Rahmen der Ferienbetreuung hat die Sozialpädagogin bei der kreativen Herstellung von Moos-Terrarien mitgewirkt. Foto: Speckmann

Spaß am neuen Job: Julia Varnhorn verstärkt seit wenigen Wochen das Team im Gulfhaus. Im Rahmen der Ferienbetreuung hat die Sozialpädagogin bei der kreativen Herstellung von Moos-Terrarien mitgewirkt. Foto: Speckmann

Spannende Versteckspiele, Zubereitung von Eis und Sushi oder Bau eines faszinierenden Terrariums: Das aktuelle Ferienangebot des Gulfhauses bietet ein breites Spektrum an Angeboten. Das abwechslungsreiche Programm gefällt nicht nur den Kindern und Jugendlichen, sondern kommt auch Julia Varnhorn entgegen. Sie ist die neue Mitarbeiterin des Kultur- und Freizeitzentrums in Vechta.

Die Sozialpädagogin bekleidet die neue Stelle für ein Berufsanerkennungsjahr, die zum 1. Juli in der städtischen Einrichtung geschaffen worden ist. Ziel ist es, die Jugendarbeit in Vechta weiter auszubauen. Mit dem vorhandenen Personal ist das kaum zu schaffen. Darauf hat Einrichtungsleiter Sebastian Krause bereits im vergangenen Herbst bei der Beschlussfassung im Ausschuss für Jugend und Sport hingewiesen.

Die neue Vollzeitkraft hat sich in den ersten Wochen gut eingelebt. Der Umgang mit Kindern und Jugendlichen ist ihr nicht fremd. Schon vor ihrem Studium für Soziale Arbeit an der Universität Vechta hat Varnhorn mehrere Praktika in Betreuungseinrichtungen gemacht. Ihre begleitende Nebentätigkeit bei der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Sonnenhof in Langförden hat den Horizont noch einmal erweitert.

„Ich habe gemerkt, dass mir die Arbeit mit Menschen liegt und Spaß macht“, berichtet die 24-jährige Hagstedterin. Sich in beruflicher Hinsicht noch einmal neu orientiert zu haben, bereut sie keinen Moment. Nach dem Fachabitur hat sie zunächst eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement absolviert. Die einstige Verwaltungstätigkeit wird jetzt um eine soziale Komponente bereichert.

Was ihr bei der Arbeit im Gulfhaus gefällt, ist der direkte Kontakt zu Kindern und Jugendlichen, aber auch die damit verbundenen organisatorischen Aufgaben. Hier genießt sie die von der Leitung gewährte Freiheit, auch ihre eigenen Ideen und Interessen einzubringen, etwa wenn es um die Gestaltung von künftigen Freizeit- und Ferienangeboten geht. „Man hat unendlich viele Möglichkeiten“, freut sich Varnhorn.

Motto: „Feel good Place“

Diesen Spielraum gewähren Krause und sein Team übrigens auch den Kindern und Jugendlichen. Sie sollen sich in die Gestaltung des Programms einbringen, also ganz aktiv dazu beitragen, dass ihre Wünsche im Gulfhaus umgesetzt werden. Für die Jugendpflege ist es wichtig, dass sich die jungen Menschen in der Einrichtung wohlfühlen und ausleben können. Das spiegelt auch das Motto wider: „Feel good Place“.

Diese pädagogische Marschroute entspricht auch Varnhorns Vorstellungen. Sie legt Wert darauf, mit Heranwachsenden auf Augenhöhe zu kommunizieren. „Für mich ist jeder Mensch gleich“, sagt sie. Wichtig sei es, den jungen Leuten etwas zuzutrauen, damit sie ihre Ziele erreichen, ihnen aber auch Unterstützung zu geben, wo es nötig ist. Zu dieser Begleitung brauche es Sensibilität und Einfühlungsvermögen.

Eine gute Möglichkeit, um etwas über den Nachwuchs zu erfahren und mit ihm ins Gespräch zu kommen, sieht die 24-Jährige beim Kochen. Gemeinsames Gemüse-Schnippeln fördert eben auch die Kommunikation. Eine weitere Vorliebe, die sie mit vielen Kindern und Jugendlichen teilt, ist das kreative Arbeiten. Solche Beschäftigungen könnten sehr beruhigend auf die Teilnehmer wirken, weiß die Sozialpädagogin.

Mit Blick auf ihre einjährige Amtszeit möchte Varnhorn gerne auch weitere erlebnispädagogische Angebote für die unterschiedlichen Altersgruppen im Gulfhaus umsetzen. Dazu könne beispielsweise der Ausflug in einen Niedrigseilgarten gehören. Solche Herausforderungen würden bekanntlich die Gruppendynamik und das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen fördern.

Ferienprogramm läuft auf vollen Touren

Über vergleichbare Angebote verfügt auch das Ferienprogramm, das zurzeit auf vollen Touren läuft. Mit der Resonanz sind die Verantwortlichen im Gulfhaus zufrieden. „Die meisten Kurse sind ausgebucht. Aber es lohnt sich, einen Blick auf unsere Homepage zu werfen, denn es können auch immer noch Plätze freiwerden“, erklärt Varnhorn, die viele Aktivitäten begleitet und dabei auch selbst Neues erfährt.

„Ich erschrecke mich immer wieder, wie schnell die Zeit bei den Angeboten und Kursen verfliegt“, sagt die Hagstedterin lächelnd. Es ist sicher ein Zeichen dafür, dass ihr die Aufgabe Freude macht und sie auf dem richtigen Weg ist. Wohin ihre berufliche Reise nach der staatlichen Anerkennung führt, weiß die 24-Jährige heute noch nicht. Aber so viel steht fest: „Ich werde dicht am Menschen bleiben.“

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