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Jugendpfleger Drees will mit der "Roten Schule" die junge Kulturszene in Cloppenburg aufbauen

Stefan Drees arbeitet seit 5 Monaten im Jugendtreff. Erste Projekte habe er bereits mit den Jugendlichen umsetzen können, erzählt er. Am Samstag startet erstmals eine Open-Mic-Night.

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Arbeitsplatz im Jugendtreff: Stefan Drees (Mitte) sowie die FSJler Ben Maue (links) und Sascha Giang Tran setzen gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen Projekte um. Foto: Niemeyer

Arbeitsplatz im Jugendtreff: Stefan Drees (Mitte) sowie die FSJler Ben Maue (links) und Sascha Giang Tran setzen gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen Projekte um. Foto: Niemeyer

"Wenn man neu ist, braucht es Zeit, um Vertrauen aufzubauen", sagt Cloppenburgs neuer Jugendpfleger Stefan Drees. Denn: "Ohne Vertrauen geht es nicht". Also nutzte er die ersten 5 Monate auch dafür, zuzuhören, um herauszufinden, was die Kinder und Jugendlichen beschäftigt. Nun zieht er ein erstes Resümee. Es kommen deutlich mehr Jugendliche in den Jugendtreff im Mehrgenerationenpark (JiM) als vorher, sagt Drees. Viele besuchten den JiM mittlerweile regelmäßig.

Der Grund dafür könnten die ersten kleineren Projekte sein, die Drees bereits mit den Jugendlichen angestoßen hat. Gemeinsam haben sie zum Beispiel eine Manga-Collage erstellt, eine Pizza-Werkstatt gegründet und Pläne entwickelt, den Außenbereich des Jugendtreffs an der Friesoyther Straße neu zu gestalten. Die Kinder und Jugendlichen können im JiM außerdem kickern, an der Konsole zocken sowie Billard oder Gesellschaftsspiele spielen.

Open-Mic-Night in der Roten Schule

Auch wenn Drees (noch) der einzige Jugendpfleger im JiM ist, ist er nicht auf sich alleine gestellt. So arbeite er viel mit der Freizeitstätte "Rote Schule" zusammen. Er spricht dabei von einem Team. Gemeinsam habe man den Versuch gestartet, eine junge Kulturszene in Cloppenburg aufzubauen. In diesem Rahmen findet am Samstag (14. Mai) ab 19 Uhr eine "Open-Mic-Night" in der Roten Schule statt. Der Eintritt ist frei. Auf der offenen Bühne sei jeder willkommen. So sind zum Beispiel Bands, Solo-Acts, Slammerinnen und Slammer oder Comedians dazu eingeladen, aufzutreten. Im Anschluss wird bei fairen Getränkepreisen zu Indie, Rock und Pop gefeiert, teilt die Stadt mit. Auf Instagram ist die neue Kulturszene unter "jungekulturcloppenburg" zu finden.

Wie Drees außerdem weiter erklärt, gebe es auch Berührungspunkte mit den Schulen. Erste Kontakte habe er bereits knüpfen können, zum Beispiel mit der Johan-Comenius-Oberschule.

Stadt sucht zweiten Jugendpfleger

Auf die Frage, ob es auch noch Verbesserungsmöglichkeiten gebe, antwortet Daniela Weinert, die Leiterin der Stadtjugendpflege, dass man durchaus über eine Erweiterung des JiM nachdenken müsse. "Wenn sich hier 35 Jugendliche aufhalten, dann sind die Räume picke-packe voll". Drees erklärt, er werde gut von der Stadt unterstützt. "Ich fühle mich wohl", sagt er. Er werde nicht nur wahr- sondern auch ernst genommen. Bei seiner Arbeit könne er auch aus den Erfahrungen  schöpfen, die er zum Beispiel als Jugendreferent im Gemeindedienst des Bistumss Osnabrück und in der Malteserjugend sammeln konnte.

Derzeit sucht die Stadt nach einer zweiten Jugendpflegerin oder einem zweiten Jugendpfleger, die oder der Drees künftig unterstützen soll. Die Vorstellungsgespräche liefen gerade, sagt Weinert. Wenn es gut laufe, könne die Stelle im Sommer besetzt werden. Anschließend könne man darüber nachdenken, den JiM öfter und länger zu öffnen. Auch deshalb erklärt Drees, dass er positiv in die Zukunft blicke.

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