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Jugendliche gerät im Hartensbergsee in Panik

Die Rettungsschwimmer halfen einer 15-Jährigen, die ihre Kräfte beim Schwimmen verlassen hatten. Dabei war die Wachstation am Abend nur zufällig noch besetzt.

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Wachsame Helfer: Die Ortsgruppe der DLRG Goldenstedt hat nun eine feste Wachstation am Hartensbergsee. Foto: Winkler

Wachsame Helfer: Die Ortsgruppe der DLRG Goldenstedt hat nun eine feste Wachstation am Hartensbergsee. Foto: Winkler

Panikattacke im Hartensbergsee: Zwei Rettungsschwimmer haben am Sonntagabend ein 15-jähriges Mädchen gerettet, das beim Schwimmen eine Panikattacke erlitten hatte. Das Mädchen wurde anschließend mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Das berichtet die Polizei am Montag.

Das Glück im Unglück: Der Vorfall geschah gegen 19.40 Uhr am See, also knapp eine Dreiviertelstunde nach dem offiziellen Dienstende der Rettungsschwimmer der DLRG-Ortsgruppe Goldenstedt. Unter normalen Umständen wäre zu diesem Zeitpunkt eigentlich kein Rettungsschwimmer mehr anwesend gewesen.

„Wäre der Unfall 2 Minuten später passiert, wären wir nicht mehr da gewesen." Christian Winkler, Vorsitzender der DLRG Goldenstedt

"Wir wären eigentlich schon seit einer halben Stunde weg und haben uns bloß verquatscht", berichtet Christian Winkler, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Goldenstedt, der zum Zeitpunkt des Vorfalls vor Ort war. „Wäre der Unfall 2 Minuten später passiert, wären wir nicht mehr da gewesen“, beschreibt er weiter.

Das Mädchen wollte offenbar einem anderen Familienmitglied hinterherschwimmen, weiß der Rettungsschwimmer. Sie merkte jedoch, dass sie es körperlich nicht schaffte und wollte wieder zum Ufer schwimmen. Als sie ihre Kräfte aber auf dem Rückweg verließen, geriet die 15-Jährige in Panik. „Leider hat sie nur in ihrer Landessprache um Hilfe gerufen. Sonst hätten wir das viel eher bemerkt“, berichtet der Rettungsschwimmer und fügt hinzu: „Es war ein Kind am Schreien, aber das machen hier viele.“ Erst als sich ein Familienmitglied auszog und ins Wasser rannte, bemerkten auch Christian Winkler und sein Kollege Markus Muhle die brenzlige Situation und kamen sofort zu Hilfe.

Das Mädchen war laut Winkler während des gesamten Einsatzes ansprechbar und wurde bis zum Eintreffen des Rettungswagens von den beiden Helfern der DLRG betreut. Dabei arbeitete die Ortsgruppe auch dieses Mal mit dem Gäste- und Touristik-Verein Goldenstedt zusammen, der unter anderem die Rettungsgasse für die Rettungswagen gebildet hat.

Seit kurzem gibt es eine feste Wachstation am See

Hinzu kommt: In den vergangenen Jahren war die DLRG am Hartensbergsee nur provisorisch stationiert. Doch seit kurzem gibt es eine feste Wachstation am See. Die Retter hatten laut Winkler schon häufiger mit erschöpften Badegästen zu tun, die sie dann ans Ufer begleiten mussten. Doch seitdem die neue Station existiert, war dieser Vorfall der erste Fall dieser Art.

Der DRLG-Vorsitzende rät in diesem Zusammenhang zu mehr Vorsicht beim Baden: "Kinder und Erwachsene, die nicht schwimmen können, sollten lieber im brusthohen Wasser bleiben. Schwimmflügel sind zudem Schwimmhilfen, aber keine zertifizierten Rettungsmittel", erklärt Winkler.

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