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Joey Kelly: Mach' es, Glück ist kein Zufall

Wer nur rumsitzt, wird keinen Erfolg haben. Das gab der bekannte Musiker und Extremsportler seinen Zuhörern im Dammer Injoy mit auf den Weg. Dort erzählte er auch aus dem Leben der Kelly Family.

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Raus aus der Komfortzone: Wer Erfolg will, muss auch mal den inneren Schweinehund überwinden, weiß Joey Kelly.   Foto: Lammert

Raus aus der Komfortzone: Wer Erfolg will, muss auch mal den inneren Schweinehund überwinden, weiß Joey Kelly.   Foto: Lammert

Scheinbar pure Energie, verteilt auf 1,72 Meter Körpergröße: Extremsportler, Musiker und Unternehmer: Joey Kelly, Mitglied der in der Musikszene noch immer bekannten Kelly Family, hat in Damme bei einem Vortrag im Fitnessstudio Injoy seinen Zuhörern verraten, wie er sich immer wieder neue Ziele setzt und diese letztlich erreicht.

Das Credo des bekennenden Fans der Rockgruppe AC/DC lautet: "Mach es oder lass es. Aber wenn Du es machst, dann gib Vollgas."
Es sei ein Glück für den Menschen, dass er Ziele verfolgen dürfe. Aber: "Wir müssen uns alle selber motivieren."

"Der erste Schritt ist der schwerste."Joey Kelly

In dem Zusammenhang verwies der 48-Jährige auch auf die Bedeutung der Fitness für den Menschen. Auch das gelte wie so oft im Leben: "Der erste Schritt ist der schwerste." Aber wer 2 bis 3 Mal wöchentlich über einen Zeitraum von 3 Monaten Sport getrieben habe, für den werde das zum Teil seines Alltagslebens.

Woher Joey Kelly die Hartnäckigkeit hat, seine Ziele so stringent zu verfolgen? Bei seinem Vortrag erinnert er an die Anfänge der Kelly Family als Musikgruppe. Jahrelang zogen sie als Straßenmusiker durch Europa, zunächst in einem VW Bus, später in roten Doppeldeckerbussen, die aus London bekannt sind, und in einem Hausboot.

Eigentlich machten italienische Diebe aus Kellys Berufsmusiker

Irgendwann in den 1970er Jahren in Italien stahlen Diebe das Geld der Kellys. Sein Vater habe des wegen nicht aufgegeben, sondern gesagt, die Familie besitze noch ihre Instrumente. Dann müsse sie spielen und Geld verdienen. So seien die Italiener eigentlich schuld, dass die Kellys zur Musik gekommen seien.

Sein Vater habe immer gesagt, das Geld liege auf der Straße. Wer es haben wolle, müsse allerdings aus seiner Komfortzone herauskommen. Das Motto laute "Gib mehr, als du musst." Menschen, die das befolgten, gehörten zu den Gewinnern.

"Der langfristige Erfolg ist der wahre Erfolg."Joey Kelly

Und noch ein Tipp des Multitalents: "Der langfristige Erfolg ist der wahre Erfolg." Die Kellys als Musiker hätten immer ein Ziel gehabt, solange sie durch Städte tingelten und bis zu 6 Konzerte am Tag gaben: Sie wollten eines Tages ein Stadion füllen. Das sei ihnen gelungen: "Glück ist kein Zufall."

"Die Kellys hatten schon damals brutal viel Ausdauer", erklärte der 4-fache Vater, der auch als Geschäftsführer die gemeinsame Firma der Kellys leitet, weiter.

Seine sportliche Ausdauer baute er sich ab den 1990er Jahren auf. Bei seinem Vortrag erinnerte er unter anderem an seine Teilnahme im Dezember 2010 an einem Rennen zum Südpol, in dem er zu einem der beiden 4-köpfigen Teams gehörte, die an den Start gingen.

Wichtig seien bei diesem 10-tägigen über 400 Kilometer auf den Spuren der Südpolentdecker Scott und Amundsen Rennen bei bis zu minus 40 Grad Celsius 2 Faktoren gewesen: die gute Stimmung und der gute Ton in seinem Team. Beides habe das Quartett motiviert und Leistungen erreichen lassen, die so nicht zu erwarten waren.

Überhaupt, hob Joey Kelly bei seinem Vortrag hervor, würde er viele seiner Wettkämpfe wie die Iron-Man-Triathlons ohne sein Team nicht absolvieren können: "Ohne es würde ich es nicht ins Ziel schaffen.“

Aber auch der "Einzelkämpfer" Joey Kelly, der sich seit Jahren beim RTL-Spendenmarathon engagiert und in bis zu 7-stelligen Summen Hilfsgelder sammelt, hat seine gesteckten Ziele erreicht.

"Ich musste immer den inneren Schweinehund überwinden."Joey Kelly

So erinnerte er im Injoy an seinen ersten 900 Kilometer langen "Deutschlandlauf" im September 2010 von Wilhelmshaven bis zur Zugspitze. 17 Tage und 23 Stunden war er unterwegs, hatte kein Geld mit und durfte nicht um Nahrungsmittel betteln. Gegessen wurde, was er am Wegesrand fand oder tauschte.

"Ich musste immer den inneren Schweinehund überwinden." Er tat es erfolgreich: Ich habe 15 Kilogramm abgenommen. Der ganze Spaß hat mich 9,24 Euro gekostet.“

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