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"Jobwärts": Caritas-Verein freut sich über erste Erfolgsgeschichten

Menschen mit Handicap in den allgemeinen Arbeitsmarkt bringen: Das ist Ziel des Fachdienstes "Jobwärts". Und damit feiert der Caritas-Verein Altenoythe an seinem Cloppenburger Standort erste Erfolge.

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Verantwortlich bei "Jobwärts": Jan Lübbers (von links) und Jörg Stratmann. Foto: Hermes

Verantwortlich bei "Jobwärts": Jan Lübbers (von links) und Jörg Stratmann. Foto: Hermes

Am Markt etabliert hat sich der Fachdienst "Jobwärts" vom Caritas-Verein Altenoythe. "Ziel ist es, Menschen mit Beeinträchtigung in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu bringen", erklärte der kommissarische Leiter Jörg Stratmann bei einem Pressegespräch. Seinen Sitz hat der Fachdienst in der 360°-Halle am Neuendamm.

Eine wichtige Rolle nehmen dabei die sechs sogenannten Job-Coaches ein, sie unterstützen die Klienten sowie auch die Unternehmen. "Es ist eine ganzheitliche Betreuung, wir lassen da auch nach der Vermittlung niemanden alleine", sagt Jan Lübbers, Bereichsleiter Arbeit beim Caritas-Verein. Dabei sind die Aufgaben ganz unterschiedlich, von der Begleitung auf dem Arbeitsweg oder am Arbeitsplatz bis hin zur Hilfestellung für die Arbeitgeber.

Unternehmen übernehmen soziale Verantwortung

"Es gibt schon einige Erfolgsgeschichten", berichtet Stratmann und erklärt, dass dabei auch die Betriebe profitieren. Die Unternehmen übernehmen so eine soziale Verantwortung und teilweise würden die bisherigen Mitarbeiter innerhalb des Projektes ganz andere Seiten an sich entdecken. Wichtig sei es, bei den Firmen Ängste abzubauen und ihnen Informationen anzubieten. Dazu gehöre auch, das richtige Gespür für mögliche Vermittlungen zu entwickeln.

"Wichtig sind erst einmal die Fähigkeiten, Wünsche und Bedürfnisse der Menschen"Jan Lübbers vom Caritas-Verein Altenoythe

Welche Menschen für das Programm in Frage kommen, hängt von vielen Faktoren ab. "Wichtig sind erst einmal die Fähigkeiten, Wünsche und Bedürfnisse", erklärt Lübbers. Zudem stehe der Fachdienst in einem ständigen Austausch mit Angehörigen, Institutionen oder auch Förderschulen. "Je früher man beginnt, umso größer sind die Chancen. Dabei wollen wir ein möglichst breites Spektrum bieten", sagt Stratmann. Mittlerweile besteht das Netzwerk aus mehr als 100 Kooperationspartnern sowie den Kammern, den Bildungsträgern, dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit vor Ort.

Bislang seien Menschen mit Handicap nicht so sehr auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gefragt gewesen, obwohl dies laut Menschenrechtskonvention eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, sagen beide. "Mit dem Fachkräftemangel steigt aber auch die Nachfrage", ergänzt Lübbers. Dabei sei das Programm mit Job-Coaches ebenfalls auf andere Bereiche übertragbar, zum Beispiel bei Langzeitarbeitslosen oder bei Flüchtlingen.

Zurzeit werden 79 Personen betreut

Nach rund zweieinhalb Jahren Konzeption, Entwicklung und Aufbau werden zurzeit 79 Personen betreut, von denen 34 über das "Budget für Arbeit" eine sozialversicherungspflichtige Arbeit aufgenommen haben, 39 in einen ausgelagerten Arbeitsplatz vermittelt wurden und sechs momentan ein Praktikum absolvieren.

Neben der Vermittlung hat sich der Caritas-Verein mit seinem Fachdienst ein weiteres Ziel gesetzt. "Wir wollen ein inklusives Arbeitsfeld schaffen", erklärt Lübbers. Denn in der Halle am Neuendamm befindet sich neben der Wäscherei noch Platz, der von einem externen Unternehmen genutzt werden kann. "Dann könnten hier Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam arbeiten und auch die sozialen Räume nutzen. Wir sind immer offen für Interessenten." Dabei können individuelle und flexible Lösungen gemeinsam erarbeitet werden.

  • Info: Für weitere Informationen stehen Jörg Stratmann unter Telefon 04471/7091525 oder Jan Lübbers unter 04491/925198 zur Verfügung. Auch per Mail sind die beiden erreichbar (joerg.stratmann@caritas-altenoythe.de und jan.luebbers@caritas-altenoythe.de).

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