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Jedes Teil in Theresia Lampings Krippe erzählt eine Geschichte

Auf ihrer Terrasse baut die Lohnerin jedes Jahr eine große Krippe auf. Wie sie auf die Idee gekommen ist und was für Arbeit dahinter steckt, erzählt sie bei einem Besuch von OM Online.

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Eines ihrer Lieblingsobjekte: Theresia Lamping hat das kleine Eichhörnchen von einem guten Freund aus Russland geschenkt bekommen. Foto: J. Scholz

Eines ihrer Lieblingsobjekte: Theresia Lamping hat das kleine Eichhörnchen von einem guten Freund aus Russland geschenkt bekommen. Foto: J. Scholz

Das kleine Eichhörnchen kommt aus Russland. "Das habe ich geschenkt bekommen", erzählt Theresia Lamping. Die Lohnerin strahlt, wenn sie davon erzählt. Die Steine daneben hat die 69-Jährige im Urlaub gesammelt. Zu jedem Stein kann sie eine Geschichte erzählen. Alles zusammen ergibt eine große Weihnachts-Krippe auf der Terrasse von Lamping.

Seit etwa zehn Jahren baut die Lohnerin jedes Jahr aufs Neue eine große Weihnachtskrippe auf. Jedes Jahr sieht sie komplett anders aus. "Ich habe immer schon so einen Weihnachts-Tick gehabt", sagt Lamping. Zunächst beschränkte sie sich nur auf das Wohnhaus. Weihnachtsmänner, Rentiere oder Weihnachtskränze sind im gesamten Haus zu finden. Die Krippe stand bei der 69-Jährigen über Jahre zunächst neben dem Tannenbaum. 

So richtig wisse sie gar nicht mehr, wie die Krippe dann auf der Terrasse so groß werden konnte. "Ich habe aber schon immer den Wunsch danach indirekt gehabt", meint Lamping lächelnd. Ein wenig ungeduldig rutscht sie auf ihrem Stuhl hin und her. Sie zeigt auf die Tür. "Kommen Sie, ich zeige Ihnen erstmal die Krippe."

Einige Krippenteile sind schon 40 Jahre alt

Vorsichtig schiebt sie die Terrassentür auf und da steht sie: eine Krippe, die die halbe Terrasse einnimmt. Gebaut auf einigen Holzpaletten, geschmückt von Tannenzweigen, erstrahlt die Krippe in der Morgensonne. Mit einem Klick schaltet Lamping die Lichterketten an. Es hat etwas Magisches.

"Der Krippen-Stall da vorne ist schon 40 Jahre alt", erzählt die Lohnerin. Die Krippenfiguren seien ebenfalls schon so alt. Noch mit gehörigem Abstand stehen dort auch die Heiligen Drei Könige. "Die kommen jetzt immer dichter heran", sagt Lamping. Das Jesus-Kind sei aber die ganze Zeit schon an seinem Platz gewesen.

Wie die Mutter von zwei Kindern die Krippe gestaltet, ist gut überlegt. "Das Stück Holz dort habe ich im Sommer am Wegesrand gefunden und gedacht: Das passt zu meiner Krippe", sagt Lamping. Spätestens im Oktober hat sie eine Skizze der Krippe im Kopf. Wichtigste Voraussetzung: Die Krippe soll schön rustikal aussehen. Moderne Krippen mag Lamping nicht.

Die Krippe: Über mehrere Quadratmeter erstreckt sich die Krippe von Theresia Lamping in Lohne. Foto: J. ScholzDie Krippe: Über mehrere Quadratmeter erstreckt sich die Krippe von Theresia Lamping in Lohne. Foto: J. Scholz

Pünktlich zum 1. Advent steht die Konstruktion. Aus dem Wohnzimmerfenster heraus erfreuen sie und ihr Mann sich jeden Abend an der Krippe. Auch Freunde würden vorbeikommen. "Manche von denen haben mich für verrückt erklärt. Andere waren begeistert", erzählt die Lohnerin. 

Stolz zeigt die 69-Jährige auf ihrem Smartphone ein kleines Video. Zu sehen ist ein virtueller Rundgang. An der Holzkrippe geht es vorbei zu den Engeln. Über ihnen thronen drei Eulen aus Holz.

Lamping sammelt beim Wandern im Urlaub Steine für die Krippe

Den Aufbau übernimmt Lamping selbst. Sie fährt in den Wald, holt Moos und setzt dann Teil für Teil zusammen. Die Tannenzweige erhält sie von einer Freundin. Auf den großen Steinen stehen mit Filzstift der Ort und das Jahr, in dem der Stein gefunden wurde, geschrieben. Meist stehen Orte aus Österreich darauf. "Wenn wir im Urlaub am Wandern sind, dann denke ich oft an die Krippe", sagt Lamping. Die Krippe sei für sie das A und O.

Hat die Lohnerin schon Ideen für das kommende Jahr? Nein, das komme erst so nach und nach, erzählt sie schmunzelnd. Bis Mitte Januar steht die Krippe nun erst mal bei ihr auf der Terrasse.

Foto: J. Scholz
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Foto: J. Scholz
Foto: J. Scholz
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