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Jeder Spaziergang ist eine Müllsammelaktion

Die Tagesmütter aus der Gemeinde Emstek sind von der Gemeinde mit Greifzangen ausgestattet worden. Damit wird die Aktion hygienischer für die Kleinen und deren Betreuungskräfte.

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Lerneffekt: Schon früh wissen die Kinder, wie Umweltschutz funktioniert. Das freut auch Emsteks Bürgermeister Michael Fischer (Hintergrund). Foto: Vorwerk

Lerneffekt: Schon früh wissen die Kinder, wie Umweltschutz funktioniert. Das freut auch Emsteks Bürgermeister Michael Fischer (Hintergrund). Foto: Vorwerk

Zur großen Müllsammelaktion wird in der Gemeinde Emstek am 19. März aufgerufen. Das ganze Jahr über sind aber die Tagesmütter mit ihren kleinen Schützlingen im Einsatz. Kein Spaziergang, bei dem nicht die weggeworfene Zigarettenschachtel und das Taschentuch aufgesammelt und entsorgt werden. Um diese freiwilligen Helfer zu unterstützen, hat die Gemeinde jetzt die Teams mit Greifzangen ausgestattet.  

"Leider ist das Bild in allen Ortsteilen identisch", meinte Emsteks Bürgermeister Michael Fischer, als er am Donnerstag das Werkzeug überreichte. Gedankenlos in die Natur geworfene Flaschen und Verpackungen finden sich überall. Deshalb gab es neben den langen Greifern auch kleinere Zangen für die Kinderhände. Im Bürgerpark sah es bei der Übergabe zwar recht ordentlich aus, doch ein bisschen Müll ließ sich auch dort finden. "Schade, dass es so ist, aber gut, dass ihr es macht", freute sich Fischer über das Engagement.

Die Kleinen haben Spaß daran und lernen gleichzeitig, was Umweltverschmutzung ist und wie man sich richtig in der Natur verhält, meint Tagesmutter Doris Hoppe. Eine Kollegin aus Halen pflichtet ihr bei. Ihr 11-jähriger Sohn könne es heute kaum aushalten, wenn er irgendwo Verpackungsmüll von Fastfood aus dem Auto heraus im Straßengraben liegen sieht. Auf dem Rückweg muss die Mutter dann anhalten und das Papier wird eingesammelt.

Gelegentlich sind auch Pfandflaschen zu finden

Bei ihren Spaziergängen durch die Ortsteile fällt es in der Regel nicht schwer, den Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Entsprechende Behälter findet man an den bekannten Wegen oder an Bushaltestellen. "Oder man nimmt es mit nach Hause und wirft es in die schwarze Tonne", so Hoppe. Altglas fällt dabei ebenfalls an und wird bei nächster Gelegenheit in die Container geworfen.

Auch sind gelegentlich Pfandflaschen zu finden. Ein Jahr lang habe sie die mit ihren Kindern gesammelt, meinte eine der Tagesmütter. Als es dann zum Pfandautomaten ging, kam immerhin so viel Geld zusammen, dass es für ein gemeinsames Essen gereicht hat. Belohnung muss schließlich sein.

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