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Jeder Piks hilft: 80 Jugendliche lassen sich impfen

Der Landkreis hat sein mobiles Team am Mittwoch nach Löningen geschickt. In der Realschule war alles für die Impfungen vorbereitet worden.

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Kurze Aufnahme: Die Jugendlichen mussten ihre Impfausweise mitbringen. Foto: G. Meyer

Kurze Aufnahme: Die Jugendlichen mussten ihre Impfausweise mitbringen. Foto: G. Meyer

Rund 80 Schülerinnen und Schüler haben sich am Mittwochnachmittag in der St.-Ludgeri-Realschule Löningen gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Impfungen führte das mobile Impfteam des Landkreises durch. Es war mit sechs Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes besetzt.

Das Angebot galt für alle Jugendlichen ab zwölf Jahren. Aber auch die Eltern durften sich impfen lassen, sofern bislang nicht geschehen. Die Familien waren im Vorfeld angeschrieben worden. Zur besseren Planbarkeit und um Wartezeiten zu vermeiden, mussten sie sich für die Impfung anmelden. Sie stammten aus dem gesamten Südkreis sowie aus der Gemeinde Molbergen. Nach der Aufnahme ging es umgehend weiter in den eigentlichen Impfraum.  

Der Leiter des Impfteams, Jan Hoffmann, zeigte sich mit dem Ablauf zufrieden. Bis zu 150 Dosen können er und seine Kollegen täglich verabreichen. Jeder Piks zähle. "Es gibt immer noch viele Jugendliche, aber auch Erwachsene, die bislang ungeimpft sind." Welche Folgen dies haben könne, zeige sich an der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen. "Die Impfung hilft", betont Hoffmann.

Konrektor wirbt für Aufklärung

Gestiegen ist kreisweit auch die Nachfrage nach Drittimpfungen. Diese müssten jetzt so unkompliziert, wie möglich, angeboten und durchgeführt werden, fordert der Rot-Kreuzler. Hoffmann würde es zudem gern sehen, wenn der Gang zur Impfung künftig zu einem ähnlich selbstverständlichen Ritual würde wie die Blutspende. "Bei den lokalen Impfaktionen im Frühjahr haben wir eine Euphorie gespürt, die es wiederzufinden gilt." In Kürze wird der Landkreis auch offene Impfangebote in den einzelnen Gemeinden machen. Jeder, der sich ein Vakzin verabreichen lassen möchte, darf dann ohne Anmeldung vorbeikommen. 

Die Realschule hatte ihre Räume bereitwillig zur Verfügung gestellt. "Wir unterstützen diese Aktion natürlich gern", sagt Konrektor Sebastian Macke. Auch er wirbt eindringlich fürs Impfen. "Das Beispiel von Joshua Kimmich hat gezeigt, wie viel Unkenntnis bei diesem Thema herrscht", sagt er. Der Nationalspieler hatte seinen Impfverzicht mit möglichen Langfolgeschäden begründet. Diese werden von Medizinern aber ausgeschlossen. Gerade junge Menschen ließen sich  von prominenten Vorbildern beeinflussen, erklärt Macke. Aufklärung bleibe deshalb wichtig. 

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