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Jeder Kilometer bringt bare Münze

Laufgruppe wollte etwas für Kinder und Familien unternehmen. Der Erlös in Höhe von 2500 Euro geht an das Ronald-McDonald-Haus in Oldenburg.

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Gemeinsam für den guten Zweck: Katrin Meckelnborg (von links), Marina Kehl, Andrea Klaus, Tanja Schulte-Saß, Kerstin Siemer und Claudia Bünnemeyer haben mit ihrem Silvester-Spendenlauf 2500 Euro gesammelt. Foto: Hinz

Gemeinsam für den guten Zweck: Katrin Meckelnborg (von links), Marina Kehl, Andrea Klaus, Tanja Schulte-Saß, Kerstin Siemer und Claudia Bünnemeyer haben mit ihrem Silvester-Spendenlauf 2500 Euro gesammelt. Foto: Hinz

Zusammen starten und dabei ein gemeinsames Ziel verfolgen, das war der Antrieb von sechs Frauen aus Höltinghausen und Oldenburg, als sie die Laufschuhe an Silvester schnürten. Am Ende waren es 2500 Euro, die sie mit ihrer Aktion von Sponsoren sammelten und am Donnerstag in Oldenburg an die Verantwortlichen des Ronald-McDonald-Hauses übergeben haben.

Der Absage des Silvesterlaufes an der Thülsfelder Talsperre war es zu verdanken, dass Andrea Klaus, Marina Kehl, Katrin Meckelnborg, Kerstin Siemer, Tanja Schulte-Saß (alle aus Höltinghausen) und Claudia Bünnemeyer aus Oldenburg sich eine sportliche Alternative gesucht haben. Nicht nur für das eigene Wohlbefinden sollte die Langstrecke in Angriff genommen werden, es war auch der gute Zweck, den das Sextett im Blick hatte. Die Wahl fiel auf das Ronald-McDonald-Haus, weil im Bekanntenkreis schon jemand mit dieser Einrichtung gute Erfahrungen gemacht hatte. 

Nähe zu Eltern und Geschwistern ist wichtig

Direkt auf dem Gelände des Elisabeth-Kinderkrankenhauses in Oldenburg finden Familien schwer kranker Kinder dort ein Zuhause auf Zeit. Das Haus bietet einen Rückzugsort, der die bedrückende Klinikatmosphäre für kurze Zeit vergessen lässt. Der Hintergrund: Durch die unmittelbare Nähe zum Krankenhaus sparen die Angehörigen Kräfte und sind ausgeruhter und entspannter, wenn sie sich um das kranke Kind kümmern. Die ständige Nähe zu den Eltern und Geschwistern, die trösten, vorlesen oder einfach nur da sind, unterstützt den Heilungsprozess des kranken Kindes.

Auch wenn der Spendenlauf in kürzester Zeit aus dem Boden gestampft wurde, fanden sich doch rasch Unterstützer. Und dies nicht nur aus finanzieller Sicht, sondern auch im Ziel. Zum Start war klar, dass man die ersten Kilometer gemeinsam bestreitet. Je nach individueller Kondition haben sich dann unterschiedliche Wege ergeben, um sich am Ende aber wieder am Dorfteich zu treffen, wo die Partner, Kinder und Freunde mit Applaus auf den letzten Metern noch einen Motivationsschub gaben.

Tippgewinner: Katrin Meckelnborg (links) und Marina Kehl übergaben das Präsent an Thomas (2. von links) und Hugo Diekhaus. Foto: DiekhausTippgewinner: Katrin Meckelnborg (links) und Marina Kehl übergaben das Präsent an Thomas (2. von links) und Hugo Diekhaus. Foto: Diekhaus

Um die Sache für die Fans noch etwas spannender zu gestalten, hatten die Sportlerinnen ein Gewinnspiel ausgelobt. Wie viele Kilometer schaffen die Frauen in Summe. Thomas und Hugo Diekhaus lagen mit ihren veranschlagten 109 Kilometern ziemlich genau, denn nach Auswertung der Fitness-Tracker kam die Laufgruppe auf 109,9 Kilometer. Für ihre präzise Schätzung gab es einen bunt gefüllten Präsentkorb, den die Läuferinnen spendiert hatten. 

Wiederholung ist fest geplant

Die zurückliegenden Wochen waren für die Gruppe nicht einfach, denn Silvester war der erste Tag, an dem sie sich gemeinsam auf den Weg gemacht hatten. In den zwölf Wochen zuvor hatte man sich online motiviert oder war als Laufpaar unterwegs. Nicht zuletzt mit der Erfahrung des Silvestertages soll sich daraus aber ein fester Lauftreff entwickeln. Da es darüber hinaus viele Unterstützer des Sponsorenlaufs gab, ist auch diesbezüglich eine Fortsetzung geplant. „Wir wollen ganz bestimmt wieder die Laufschuhe schnüren und gemeinsam für eine gute Sache auf die Strecke gehen“, meinte eine der Sportlerinnen.

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