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Jahresrückblick: Stadt Löningen befindet sich im steten Wandel

Ob bei der Bürgermeisterwahl im September oder beim unerwartet dynamischen Breitbandausbau oder den zahlreichen Bauvorhaben: Die Löninger befinden sich in Aufbruchstimmung.

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Die große politische Sensation in den Kommunalwahlen im September war die Niederlage des Amtsinhabers Marcus Willen bei den Löninger Bürgermeisterwahlen gegen Burkhard Sibbel. Völlig überraschend auch wohl für ihn selbst und seine Anhänger erreicht der 50-jährige Berufsschullehrer und Vorsitzende des Vereins Unabhängige für Löningen (UfL) aus dem Ortsteil Augustenfeld 50,75 Prozent der Stimmen. Vor allem bei den Briefwahlstimmen sowie in wichtigen städtischen Wahllokalen wie Grundschule (53 Prozent) und Centralhof (54) im Umfeld des einmal geplanten Hotel-Standorts am Nepomuk fuhr Sibbel die Stimmen zu seinem Wahlsieg ein. Auch die nur knappe Mehrheit im sonst von CDU-Bürgermeisterkandidaten stets klar dominierten Wachtum trugen zur Niederlage mit 103 Stimmen Differenz bei. Willen hatte in seinem Wahlkampf mit soliden Finanzen, dem erfolgreichen Ausbau der Infrastruktur, vor allem im Kita- und Krippenbereich, und mit den geschaffenen neuen Bau- und Gewerbegebieten geworben. Der Unterlegene kritisierte anschließend die Hasskampagne in den sozialen Medien, mit der seine persönliche Reputation angegriffen worden sei. 

In der Kommunalwahl selbst erreichte die UfL-Fraktion, die in der Mitte der Wahlperiode durch eine Abspaltung von der CDU entstanden war, nicht ihr Wahlziel, stärkste Fraktion im Rat zu werden. Da bleibt die CDU mit 43,03 Prozent und 13 Sitzen vor der UfL mit 11 Sitzen. Gemeinsam mit der von SPD und Grünen gegründeten fünfköpfigen Gruppe hat die Löninger Ampel-Koalition im 31-köpfigen Rat mit seinen 18 neuen Mitgliedern weiterhin klar die Mehrheit. Die nach der Wahl von allen Verantwortlichen beschworene konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger hat sich bis Ende des Jahres bewahrheitet. Insbesondere der Ton und auch die Bereitschaft zum Kompromiss sind gegenüber der vorangegangenen Wahlperiode deutlich konstruktiver geworden.

Bis 2025 soll digitaler Wandel in Stadtgemeinde vollzogen sein

Zu den bemerkenswerten Ereignissen der vergangenen zwölf Monate gehört die unerwartete Dynamik beim Breitbandausbau in der Stadtgemeinde. Neben "Glasfaser Nordwest" mit 2200 Haushaltsanschlüssen in der Stadt selbst hat auch die Deutsche Glasfaser angekündigt, 1500 Anschlüsse für schnelles Internet in den großen Siedlungsgebieten am Rande Löningens zu schaffen. Zudem will die ETN Group im kommenden Jahr ihr funkwellenbasiertes, flächendeckendes Angebot für schnelles Internet und Handyempfang aufbauen. Auch der von Bund, Land, Kreis und Stadt subventionierte Ausbau in den Ortsteilen soll bis 2025 abgeschlossen sein. 

Riesenjubel: Der Moment des Sieges in der Löninger Bürgermeisterwahl für Burkhard Sibbel. Der alte und neue Fraktionsvorsitzende Jörg Bremersmann ballt vor Freude die Fäuste. Foto: G. MeyerRiesenjubel: Der Moment des Sieges in der Löninger Bürgermeisterwahl für Burkhard Sibbel. Der alte und neue Fraktionsvorsitzende Jörg Bremersmann ballt vor Freude die Fäuste. Foto: G. Meyer

Für positive Schlagzeilen sorgten im zu Ende gehenden Jahr die Benstruper, die ihren Dorfmittelpunkt, Saal und Gaststätte Wingbermühle, unbedingt erhalten wollen. 190 Bewohner, im Prinzip also fast jeder Haushalt, zeichnete für die von ihnen gegründete "Wirtshaus KG" eine halbe Million Euro zur Sanierung und für ein Betreibermodell. Gute Fortschritte sind auch bei der auf vier Bauabschnitte verteilten umfassenden Sanierung der Gebäude des Copernicus-Gymnasiums sichtbar. Nach dem "Pilz" als erstem Abschnitt sind im Herbst auch die Arbeiten am Klassentrakt abgeschlossen und die am naturwissenschaftlichen und dem Ausbau des musischen Traktes begonnen worden.

Erfolgreich im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind die Löninger Unternehmen Remmers und Graepel. In beiden Firmen haben sich bis jetzt 94 Prozent der Mitarbeiter gegen Covid-19 impfen lassen, auch die Booster-Impfungen werden - anders als auf Bundesebene - generalstabsmäßig vorbereitet. Sogar eine Quote von 97 Prozent meldet die St.-Anna-Klinik für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.  

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