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Internet-Bekanntschaft vergewaltigt: Lohner muss knapp 7 Jahre in Haft

Der 29-Jährige sitzt bereits wegen einer ähnlichen Tat im Gefängnis. Dort wird er noch länger bleiben. Alles hatte mit einem himmlischen Versprechen angefangen – doch es nahm eher höllische Züge an.

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Symbolfoto: dpa

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Wegen Vergewaltigung in mehreren Fällen, Erpressung und Nötigung hat das Oldenburger Landgericht einen 29-Jährigen aus Lohne zu knapp 7 Jahren Gefängnis verurteilt. Zurzeit verbüßt der Angeklagte schon eine hohe Gefängnisstrafe wegen früherer gleichgelagerter Taten. Die Kammer fasste nun die frühere Strafe und die Strafe wegen der aktuellen Taten zu einer Gesamt-Gefängnisstrafe von knapp 7 Jahren zusammen.

Der Lohner hatte Ende 2019 im Internet eine junge Frau kennengelernt und der Frau den Himmel auf Erden versprochen. Doch daraus wurde nichts, im Gegenteil. Als die Beziehung noch richtig gut lief, soll sich der 29-Jährige von der Frau intime Fotos gewünscht haben. Nichts Böses ahnend hatte die Frau den Wunsch des Angeklagten erfüllt. Damit war ihr Schicksal besiegelt. Der Lohner soll immer mehr Fotos und intime Details gefordert haben, ansonsten werde er die ersten Intimfotos in den sozialen Medien verbreiten.

Frau sollte sich selbst sexuell missbrauchen

Die Frau hatte große Angst gehabt, dass der Lohner seine Drohung wahrmacht. Sie tat nun alles, um das zu vermeiden. Der Mann soll immer unverschämter geworden sein. Laut Anklage forderte der 29-Jährige die Frau nun auf, sich selbst sexuell zu missbrauchen und ihm ein Video davon zu schicken. Die Handlungen, die die Frau nun vor laufender Kamera an sich selbst vornahm, kommen einer Vergewaltigung gleich. Und die musste sich der 29-Jährige nun zurechnen lassen.

Eine Vergewaltigung ist nicht nur dann erfüllt, wenn der Täter konkreten Kontakt zum Opfer hat. Es reicht, wenn der Täter das Opfer im Internet dazu nötigt, sich selbst sexuell zu missbrauchen, beziehungsweise sich selbst zu vergewaltigen. Um die Intimsphäre der Frau und die des Angeklagten zu schützen, war vom kompletten Verfahren die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Nur die Urteilsverkündung (Verlesen des Tenors) war öffentlich. Die Urteilsbegründung war dann wieder nicht öffentlich.

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