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Interaktive Tafeln sind bereit für den Unterrichtseinsatz

Steinfeld hat 15 Touchscreen-Displays für die St.-Johannes-Schule angeschafft. Die neuen Whiteboards kosten knapp 105.000 Euro. Der Umzug in die "Containerschule" verlief derweil reibungslos.

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Ein Besuch in der "Containerschule": Steinfelds Bürgermeisterin Manuela Honkomp (rechts) und Erster Gemeinderat Oliver Netzband verschaffen sich einen Überblick über die Modulbauten für die St.-Johannes-Schule. Schulleiterin Mareike Kuper erläutert die Funktionsweise der neuen interaktiven Tafeln. Foto: Timphaus

Ein Besuch in der "Containerschule": Steinfelds Bürgermeisterin Manuela Honkomp (rechts) und Erster Gemeinderat Oliver Netzband verschaffen sich einen Überblick über die Modulbauten für die St.-Johannes-Schule. Schulleiterin Mareike Kuper erläutert die Funktionsweise der neuen interaktiven Tafeln. Foto: Timphaus

Wenn an der St.-Johannes-Schule in Steinfeld ab dem kommenden Montag (18. Januar) der Unterricht im Wechselmodell startet, geschieht dies für die etwa 300 Schüler und 35 Mitarbeiter in ungewohnter Umgebung. Das hat ausnahmsweise nichts mit der Corona-Pandemie zu tun: Die Grundschule muss nach Schadstofffunden in mehreren Gebäudeteilen kernsaniert werden. Die Gemeinde Steinfeld hat deshalb auf dem Parkplatz eine "Containerschule" aufbauen lassen, in der die Kinder voraussichtlich für ein Jahr beschult werden.

Die seit Mitte November laufenden Arbeiten für das Ausweichquartier, das aus 69 Einzelmodulen in 4 Sektionen besteht, sind mittlerweile abgeschlossen. Am Dienstag verschafften sich Steinfelds Bürgermeisterin Manuela Honkomp und Erster Gemeinderat Oliver Netzband einen Eindruck von dem Provisorium. Dabei nahmen sie auch die neuen Tafeln in Augenschein, die die Gemeinde im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung an der Bildungseinrichtung angeschafft hat.

86-Zoller werden aus Mitteln des Digitalpakts finanziert

Es handelt sich um 86 Zoll große Touchscreen-Displays mit Zwei-Säulen-Pylonensystem. Sie sind elektrisch höhenverstellbar und interaktiv nutzbar. Die Gemeinde hat knapp 105.000 Euro in die 15 Bildschirme investiert. Die Gegenfinanzierung soll aus dem Digitalpakt des Bundes erfolgen. Die Entscheidung für die interaktiven Tafeln aus unzerstörbaren Panzerglas mit einer Garantiezeit von 5 Jahren fiel in Abstimmung mit der St.-Johannes-Schulleiterin Mareike Kuper sowie IT-Experte Waldemar Schleicher, der für den "Second-Level-Support" vom Landkreis Vechta zuständig ist.

Hier lässts sich gut lernen: Die Klassenzimmer in dem Modulbau sind von regulären Unterrichtsräumen kaum zu unterscheiden.Hier lässt's sich gut lernen: Die Klassenzimmer in dem Modulbau sind von regulären Unterrichtsräumen kaum zu unterscheiden.
"Das Land hat vollmundig angekündigt, dass es die Lehrer selbst ausstattet. Das ist bisher nicht geschehen."Manuela Honkomp, Bürgermeisterin der Gemeinde Steinfeld

Honkomp erläuterte: "Wir hatten die Idee, die interaktiven Tafeln schon jetzt im Vorgriff anzuschaffen, damit wir sie im Modulbau nutzen können." Aus dem Corona-Sofortprogramm des Bundes habe die Gemeinde zudem etwa 32.000 Euro erhalten, die in den Kauf von 80 iPads investiert wurden. 32 davon gingen an die St.-Johannes-Schule. "Die erste Hälfte haben wir an bedürftige Schüler verteilt", sagt Kuper. Momentan seien damit alle Schüler mit mobilen Endgeräten ausgestattet.

Mit Mitteln aus dem Digitalpakt hat die Gemeinde weiter das Kollegium mit 25 iPads versorgt. "Das Land hat vollmundig angekündigt, dass es die Lehrer selbst ausstattet. Das ist bisher nicht geschehen", beklagte Honkomp.

Alte Schultafeln gehen an karitative Projekte

Die Schultafeln, die bisher in der St.-Johannes-Schule zum Einsatz kamen, haben ausgedient. Die alten Arbeitsgeräte kommen nun wohltätigen Zwecken zugute. Die zwölf fest verbauten Tafeln gehen an Open Hands Charity aus Vechta. Die Organisation um Andrea van Hoven setzt sich für Kinder und Familien in Rumänien ein. Die fünf mobilen Tafeln gehen indes an die Humanitäre Hilfe für Menschen im Osten aus Mühlen.

Zurück ins Ausweichquartier: Der Umzug verlief laut Kuper dank des tatkräftigen Einsatzes der Lehrer sowie des Hausmeisters Thomas Hausfeld reibungslos. "Dafür gilt allen ein großer Dank." Die Schulleiterin zeigte sich zufrieden mit den Unterrichtsbedingungen in der "Containerschule". Sie berichtete, dass alle Schüler die Räume schon einmal besichtigen durften. Überdies hätten die Lehrer zwei Videos des Umzugs erstellt.

In der kommenden Woche soll laut Netzband die Schadstoffsanierung in der Grundschule starten. Sehr schwierig sei es gewesen, eine Firma für die Elektroarbeiten zu finden. "Die Auftragsbücher sind voll", stellte Honkomp fest.

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