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Integratives Fußballteam: In dieser Mannschaft sind alle Spieler Gewinner

Der Familienentlastende Dienst und der Sportverein Barßel haben die erste integrative Fußballgruppe in dem Ort gegründet. Positive Erfahrungen gibt es schon aus Bösel und Cloppenburg.

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Gemeinsam auf dem Feld: In Bösel und Cloppenburg gibt es bereits integrative Fußballteams – nun auch in Barßel.   Foto: M. Passmann

Gemeinsam auf dem Feld: In Bösel und Cloppenburg gibt es bereits integrative Fußballteams – nun auch in Barßel.   Foto: M. Passmann

Der Ball ist rund und muss ins Eckige. Doch Tore allein sind nicht ausschlaggebend. Wie viele am Ende geschossen werden und welche Mannschaft als Sieger vom Platz geht, ist bei diesem Fußballtraining vollkommen egal. Hier geht es nicht um Leistung, sondern um das Gemeinschaftsgefühl und das rücksichtsvolle Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen.

Solch ein Fußballtraining bieten der Familienentlastende Dienst (FED) des Caritas-Vereins Altenoythe sowie der Sport- und Turnverein (STV) gemeinsam in Barßel an. Integrative Arbeit, Therapie, Sport und einfach nur Spaß sollen sich vermischen. Eine solche Gruppe gibt es schon beim SV Bösel und SC Sternbusch in Cloppenburg. "Dort läuft es gut und man sieht, was dabei herauskommt", sagt Katja Braun, Einrichtungsleiterin bei der Altenoyther Caritas. In Barßel sind es 9 Kinder, die in einer Gruppe Fußball spielen.

Angebot richtet sich an Interessierte aus dem ganzen Landkreis

"Wir hoffen, dass es einmal 20 Kinder und Jugendliche werden", sagt Elke Toben aus Barßel. Ihr war es ein persönliches Anliegen, solch eine Inklusionsgruppe auch in Barßel einzurichten. Die FED hatte dann die Organisation übernommen. Jetzt soll das Projekt Schule machen und auch in Barßel aufgebaut werden. Das Angebot richtet sich an Interessierte aus dem ganzen Landkreis. "Die Gruppe in Cloppenburg oder Bösel soll dadurch aber nicht gespalten werden. Barßel wird ein neues, ein zusätzliches Angebot sein", betont Katja Braun. Trainer sind mit Fred Schaa und Hans Simon auch schon gefunden.

„Es gibt auch Kinder, die einfach nur zugucken wollen. Das ist auch in Ordnung.“Katja Braun, Caritas

"Wir stehen voll hinter dem Projekt und freuen uns", sagt Matthias Morthorst, Sportwart beim STV Barßel. Er denkt, dass sich viele Sportler aus seinem Verein bei dem neuen Projekt einbringen werden. Auch deren Teamgeist könne so gefördert werden: "Da wird Verantwortung übernommen." Das Zusammenspiel zwischen Behinderten und Nichtbehinderten solle zur Normalität werden. Die Menschen mit Behinderung wiederum genießen den Sport in der Gruppe. Ihr Handicap trete in den Hintergrund, sagt Braun und fügt hinzu: "Es gibt auch Kinder, die einfach nur zugucken wollen. Das ist auch in Ordnung." Natürlich sind auch die Eltern am Spielfeldrand willkommen – zum Austausch und zum Mitfiebern beim Spiel.

Wenn sich die neue Gruppe erst einmal etabliert hat, sollen auch Freundschaftsspiele gegen andere Mannschaften organisiert werden. Der Freizeitwert solle nicht zu kurz kommen. So planen die Organisatoren unter anderem Besuche im Weser-Stadion in Bremen oder den Besuch der Hössenanlage in Westerstede.

  • Termin: Das Fußballtraining soll in Barßel alle 2 Wochen, immer freitags ab 15.30 Uhr, stattfinden: im Sommer im Jahnstadion des STV Barßel, im Winter in der Sporthalle im Schulzentrum Barßel. Details gibt es beim FED unter Telefon 04491/925169.

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