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Instagram-Influencerin Jennifer Bredow trainiert für ihre Bikinifigur

Die Lohnerin macht Kraftsport – und präsentiert ihren durchtrainierten Körper auf Instagram. Ihrem Account folgen aktuell 35.300 Menschen. Demnächst will sie an Bodybuilding-Wettbewerben teilnehmen.

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Home-Workout statt Fitnessstudio: Jennifer Bredow hat sich zu Hause einen eigenen Kraftraum eingerichtet. Während der Corona-Beschränkungen fehlt ihr das regelmäßige Training mit Gleichgesinnten. Doch die Lohnerin macht das Beste aus der Situation. Foto: Timphaus

Home-Workout statt Fitnessstudio: Jennifer Bredow hat sich zu Hause einen eigenen Kraftraum eingerichtet. Während der Corona-Beschränkungen fehlt ihr das regelmäßige Training mit Gleichgesinnten. Doch die Lohnerin macht das Beste aus der Situation. Foto: Timphaus

Die coronabedingte Schließung der Fitnessstudios hat Jennifer Bredow hart getroffen. Die Lohnerin, die seit circa 6 Jahren Kraftsport betreibt, besuchte sonst regulär 6 Mal in der Woche ihr "Gym" an der Dinklager Straße. "Ich sehne mich zurück. Bei den Workouts zu Hause ist es schwieriger, sich zu motivieren. Mir fehlen die Community und die Atmosphäre, in der sich jeder gegenseitig pusht."

Ihr Pensum im Hometraining schätzt die Gesundheits- und Krankenpflegerin, die seit wenigen Monaten im St.-Franziskus-Hospital in Lohne arbeitet, auf spärliche 40 Prozent. Dabei trainiert Bredow, die gemeinsam mit ihrem Partner Chris Jakobi und ihrem gemeinsamen Sohn Till (6) in Lohne wohnt, auf ein großes Ziel hin: Sie will als Bikinifitness-Athletin an Bodybuilding-Wettbewerben teilnehmen. "Das ist die schmalste Klasse. Ich bereite mich eigentlich seit 2 Jahren durchgehend für meinen Auftritt auf der Bühne vor. Corona hat mir bislang einen Strich durch die Rechnung gemacht", sagt sie.

Die 31-Jährige präsentiert ihren durchtrainierten Körper auch gerne auf Instagram – und ist damit sehr erfolgreich. Auf der Social-Media-Plattform gibt sie Fitnesstipps, berichtet über ihre Workouts und teilt ab und an auch private Momente. Ihrem Account jennys_moments folgen aktuell 35.300 Menschen.

Bredow erzählt, dass sie schon seit Mitte 2014 in dem Bildernetzwerk aktiv ist. Anfangs war es ein netter Zeitvertreib, doch dann seien ihre Abonnentenzahlen quasi über Nacht "explodiert".

Welcher Post es war, der viral ging, weiß sie nicht. Fakt ist aber: Seit etwa 2,5 Jahren bestimmt Social Media einen Großteil ihrer Freizeit. "Ich bin etwa 3 bis 4 Stunden pro Tag auf Instagram aktiv", schätzt die Lohnerin. "Nur sonntags lege ich das Handy komplett weg."

Unternehmen wollen mit Jennifer Bredow werben

Sie produziert täglich mehrere Stories - also Fotos, Videos und Texte, die nach 24 Stunden wieder verschwinden. Hinzu kommen etwa 3 Posts pro Woche, für deren Komposition sie viel Zeit aufwendet. Der rote Faden ist Fitness, darum dreht sich fast alles. 

Aufgrund ihrer inzwischen durchaus beachtlichen Reichweite, mit der sie in der Instagram-Welt aber noch eher zu den Mikro-Influencern zählt, ist Bredow attraktiv für Marken und Unternehmen, die mit der Lohnerin und ihrem Instagram-Auftritt für Produkte werben wollen. "Ich gehe immer mal wieder kleinere Kooperationen ein", sagt sie.

So wirbt Bredow aktuell zum Beispiel für ICANIWILL (ICIW), ein schwedisches Unternehmen für Sportbekleidung. Kürzlich ausgelaufen ist eine Zusammenarbeit mit Bodylab, einem Anbieter für Nahrungsergänzungsmittel. "Das war schon eine größere Sache", sagt sie etwas traurig.

Sport spielt im Leben von Jennifer Bredow seit jeher eine wichtige Rolle. Einst war sie als Kunstturnerin erfolgreich, heute trainiert die Bikinifitness-Athletin für Bodybuildung-Wettkämpfe. Foto: GärtnerSport spielt im Leben von Jennifer Bredow seit jeher eine wichtige Rolle. Einst war sie als Kunstturnerin erfolgreich, heute trainiert die Bikinifitness-Athletin für Bodybuildung-Wettkämpfe. Foto: Gärtner

Im Schnitt eine Anfrage zur Kooperation pro Monat

Bredow erzählt, dass sie von den Firmen nicht direkt für einen Instagram-Beitrag bezahlt wird. "Das mache ich nicht." Stattdessen kann sie monatlich für einen bestimmten Betrag in den Online-Shops einkaufen. Sie betont, dass sie nur für Produkte werbe, von denen sie selbst überzeugt sei. "Das sage ich den Firmen im Vorfeld auch klar."

"Es ist und bleibt ein Hobby."Jennifer Bredow (31), Kraftsportlerin aus Lohne, zu ihren Social-Media-Aktivitäten

Nach ihren Angaben erhält sie im Schnitt etwa eine Anfrage zur Kooperation pro Monat. "Vieles lehne ich ab." Bredow ist es laut eigener Aussage wichtig, authentisch zu bleiben. Gleichzeitig achtet sie darauf, dass das Produkt zu ihrer Linie in ihren Beiträgen passt. "Manchmal hätte ich auch gerne etwas angenommen, aber das hätte meinen Feed verwässert."

Bredow sagt, oft poste sie die Beiträge auch einfach nur für sich selbst. "Werbung zu machen bedeutet Druck", gibt sie zu. Ihren Instagram-Auftritt professionell zu betreiben, darauf hätte sie deshalb gar keine Lust. "Es ist und bleibt ein Hobby." 

Jennifer Bredow ist Personal Trainerin mit A-Lizenz

Den Sport zum Beruf zu machen, dass könnte sich Bredow hingegen schon eher vorstellen. "Mir macht meine Arbeit als Krankenpflegerin viel Spaß, aber man kann vielen Patienten nicht gerecht werden", klagt sie und verweist auf den Personalmangel im Gesundheitssystem. 

Bredow ist Personal Trainerin mit A-Lizenz. Zum Bodybuilding kam die Lohnerin, die einen persönlichen Coach hat, vor etwa 6 Jahren nach der Geburt ihres Sohnes Till. "Davor bin ich auch schon ins Fitnessstudio gegangen, habe aber nicht so intensiv trainiert."

Lohnerin beschreibt sich als Wettkampfsportlerin

Sport spielt in ihrem Leben schon seit jeher eine große Rolle. Bis zum Alter von 18 Jahren war Bredow eine erfolgreiche Kunstturnerin. "Walter Barthelmes hat mich trainiert. Ich war richtig gut und habe auch an Deutschen Meisterschaften teilgenommen. Aber als ich meine Ausbildung im Krankenhaus St. Elisabeth in Damme begann, hatte ich einfach keine Zeit mehr für das tägliche Training."

Sie beschreibt sich selbst als Wettkampfsportlerin. "Ich brauche es, mich mit anderen zu messen." Früher sei sie regelrecht verbissen gewesen, erinnert sich die 31-Jährige. "Meine Mutter hat mir erzählt, dass ich bei einem meiner ersten Wettkämpfe Fieber bekommen habe, weil ich nicht ganz oben auf dem Podest stand."

Mittlerweile geht Bredow die Sache etwas entspannter an. Dennoch freut sie sich schon jetzt auf ihre erste Einheit, sobald die Fitnessstudios wieder öffnen dürfen. 

Ein Wettkampftyp: Jennifer Bredow liebt es, sich mit anderen zu messen. Deshalb möchte sie schon bald an Bodybuilding.Wettkämpfen teilnehmen. Foto: BredowEin Wettkampftyp: Jennifer Bredow liebt es, sich mit anderen zu messen. Deshalb möchte sie schon bald an Bodybuilding.Wettkämpfen teilnehmen. Foto: Bredow

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