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"Inklusion bleibt wichtige gesellschaftliche Aufgabe"

Bürgermeister Sibbel und Andreas Wieborg als  Vorstand des Caritas Vereins Altenoythe haben eine Wander- ausstellung mit Portraits und Wünschen von Menschen mit Beeinträchtigen eröffnet.

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Bürgermeister Burkhard Sibbel (rechts), Monika, Ludmilla und Andreas, drei der Portraitierten, sowie Caritas-Geschäftsführer Andreas Wieborg (von links) und Mitorganisatorin Rieke Mastall eröffneten die Bilderschau.  Foto: Siemer

Bürgermeister Burkhard Sibbel (rechts), Monika, Ludmilla und Andreas, drei der Portraitierten, sowie Caritas-Geschäftsführer Andreas Wieborg (von links) und Mitorganisatorin Rieke Mastall eröffneten die Bilderschau.  Foto: Siemer

Gemeinsam mit 3 der über 30 Akteure haben Löningens Bürgermeister Burkhard Sibbel und der Vorstand des Caritas-Vereins Altenoythe, Andreas Wieborg, und Rieke Mastall als eine der Mitorganisatorinnen die Wanderausstellung „Meine Stimme für Inklusion“ im alten Bahnhof des Löninger Rathauskomplexes eröffnet. „Wir wollen mit dieser Aktion trotz aller bisherigen Fortschritte auf die nach wie vor zentrale Bedeutung von Inklusion aufmerksam machen und auch ein Zeichen für die Gleichstellung aller Menschen in unserer Gesellschaft setzen“, erklärte Wieborg.

Bürgermeister Sibbel begrüßte die Initiative. Er freue sich, dass die Wanderausstellung auch in Löningen Station mache. Die Halle sei mit ihrem Publikumsverkehr durch die Zulassungsstelle und das Bauamt ein geeigneter Ort. Die Schau aus 33 großformatigen Portraits der Mitarbeiter der Caritas-Werkstatt mit Aussagen, was Inklusion konkret für die ausgestellten Personen bedeutet, soll für gelingende Inklusion werben und gleichzeitig auf den europäischen Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Beeinträchtigungen aufmerksam machen, der am 5. Mai begangen wird.

"Meine Stimme für Inklusion" Thema der Ausstellung

Der Caritas Verein habe vor allem seine Beschäftigten im Kreis Cloppenburg mit unterschiedlicher Altersstruktur und Lebenssituationen gefragt, wo sie Verbesserungsbedarf im Bereich der Inklusion, also gemeinsamer, gleichberechtigter Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, sehen, so Mastall. Da Corona auch die Möglichkeiten, auf Themen und Probleme aufmerksam zu machen, drastisch einschränke, habe sich der Caritas-Verein zu dieser Aktion entschlossen. Neben der Bilderschau selbst ist auch ein Buch herausgegeben worden, in der alle mehr als 30 Aussagen der Interviewten gezeigt werden.

Laut Bürgermeister gibt es "noch viel zu verbessern"

Häufig ließen sich nicht alle großformatigen Fotos aufstellen und es sei eine bleibende Erinnerung, begründet Mastall das Veröffentlichen des Buches. Wenn er die völlig unterschiedlichen Wünsche lese, die kleinere und größere Probleme und Defizite unserer Gesellschaft im Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen offenbarten, dann werde schnell klar, dass es noch viel zu verbessern gebe. Wichtig sei der Impuls zum Nachdenken, der von den Aussagen ausgehe, so Sibbel.

Gemeinsames Ziel müsse sein, unser Bewusstsein in dieser Frage mit derartigen Initiativen weiter zu schärfen. Wie notwendig das immer noch ist, zeigt exemplarisch die Klage einer Frau, dass sie im Alltag oft spüre, „dass Mitmenschen mich aufgrund meiner Behinderung und der dadurch bedingten Hilfebedürftigkeit nicht ernstnehmen und mich von oben herab behandeln. Ich wünsche mir, dass mir Menschen auf Augenhöhe begegnen.“ Für den Behindertenbeauftragten der Stadt Löningen, Ralf Lampe, bedeutet Inklusion „nicht für, sondern mit Menschen mit Behinderung städtebaulich zu planen“.

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