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Ingo Eickelmann setzt auf die Kraft des Klangs

Der Therapeut aus Elisabethfehn hat eine eigene Praxis. Doch er wendet seine Klangschalenmassagen nicht nur dort an, sondern auch im Hospiz.

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Sowohl in der Praxis als auch bei der Hospizarbeit: Mit der Klangschalenmassage möchte Klangtherapeut Ingo Eickelmann die Menschen entspannen. Foto: Passmann

Sowohl in der Praxis als auch bei der Hospizarbeit: Mit der Klangschalenmassage möchte Klangtherapeut Ingo Eickelmann die Menschen entspannen. Foto: Passmann

„Lasst mich doch zu Hause sterben“ – diese Bitte äußern viele Menschen im Angesicht des Todes. Das hört auch Ingo Eickelmann aus Elisabethfehn immer wieder.

Seit vielen Jahren engagiert sich der Klangtherapeut in Elisabethfehn als ehrenamtlicher Mitarbeiter des ambulanten Hospizdienstes im Ammerland. Alle 4 Wochen an einem Samstag begleitet er dort Menschen in der letzten Phase ihres Lebens oder betreut ihre Angehörigen und sorgt für eine persönliche Begleitung.

Noch schwerer kann es werden, die betroffenen Patienten bis in den Tod zu begleiten, weiß Eickelmann. „Mein Wunsch ist es, den Menschen etwas Zeit für sich selbst zu geben. Den schwer erkrankten Menschen ein paar glückliche Minuten schenken und mit ihnen sprechen. Auch über das Ende. Es war auch mein Herzenswunsch, in der Hospizarbeit zu arbeiten. Nach einem Gespräch mit der Hospizleitung, stand fest, dass es Übereinstimmung mit mir über die Hospizarbeit gibt“, sagt Eickelmann.

Am 10. September will Eckelmann seine Arbeit vorstellen

Bei der Betreuung der Menschen, die den Tod vor Augen haben, kommt ihm als Klangtherapeut seine Klangmassage, die er in seiner Praxis in Elisabethfehn seit gut einem Jahr ausübt, zugute. So lädt Eickelmann die gesamte Bevölkerung für den 10. September (Samstag) von 10 bis 16 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein.

„Klangmassage ist eine sehr wirksame Entspannungsmethode, bei der Klangschalen auf den bekleideten Körper gestellt und leicht angeschlagen werden. Klangmassage stärkt das ursprüngliche Vertrauen des Menschen und erleichtert das 'Loslassen', trägt bei zur Förderung der Gesundheit bei, dient der Regeneration und der Vitalisierung. Sie kann ungenutzte Ressourcen aktivieren sowie Selbstbewusstsein, Lebensfreude und Schaffenskraft fördern“, so der 56-Jährige.

Die Hospizarbeit kenne kein Alter. Man müsse vor allem auf die Menschen eingehen. Seine erste Begegnung in diesem Zusammenhang war mit einer 44-jährigen Person. „Als dieser Mensch meine Klangschale in die Hand nahm und ich anschlug, war er völlig entspannt und davon angetan“, so Eickelmann. Durch diese Methode habe er diesem Menschen glückliche Momente schenken und sein Leben ein wenig in Lot bringen können.

Kein Mitleid, aber Mitgefühl

Es klinge komisch, aber man dürfe bei der Hospizarbeit kein Mitleid haben, sondern Mitgefühl zeigen. Und Demut. Wichtig sei auch, Distanz zu halten; nichts "mit nach Hause zu nehmen", so sehr einen die Schicksale auch berührten, sagt Eickelmann.

Ganz nebenbei hilft Ingo Eickelmann auch als Blutspender. Schon 125-mal hat er gespendet. Ohnehin arbeitet er eng mit dem Deutschen Roten Kreuz zusammen. 

„Die Klangmassage erfolgt durch Einwirken von obertonreichen Klangschwingungen, die auf den Körper übertragen werden. Während einer Klangmassage entsteht eine Atmosphäre von Sicher- und Geborgenheit. Stress, Ängste, Sorgen, Zweifel und überhaupt alle Gefühle, die sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken, können losgelassen werden“, so Eickelmann. Seit 2010 ist er Klangtherapeut und hat sein Wissen bei Professor Dr. Gundermann in Bad Kissingen erlernt.

Da der Mensch zu etwa 80 Prozent aus Wasser bestehe, setzten sich Schwingungen sehr gut durch die Haut, die Körperhohlräume, die Organe bis in die kleinste Zelle fort und erzielten so die wohltuende Wirkung. Die Klangmassage bringe eine tiefe Entspannung. 

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