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Ina Hinrichs ist Lastrups neue Standesbeamtin

Die 26-Jährige traut direkt an ihrem ersten Arbeitstag ein Paar. Die Lastruperin arbeitet bereits seit 7 Jahren für die Gemeinde.

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Traut sich den neuen Job zu: Ina Hinrichs ist Lastrups neue Standesbeamtin. Bürgermeister Michael Kramer überreichte der 26-Jährigen ihre Bestellungsurkunde. Foto: Landwehr

Traut sich den neuen Job zu: Ina Hinrichs ist Lastrups neue Standesbeamtin. Bürgermeister Michael Kramer überreichte der 26-Jährigen ihre Bestellungsurkunde. Foto: Landwehr

Lastrups Bürgermeister Michael Kramer machte es offiziell. Zusammen mit einem Blumenstrauß überreichte er der neuen Standesbeamtin Ina Hinrichs im Trauzimmer der Kulturscheune die Bestellungsurkunde.

Vor wenigen Tagen erst hatte die Verwaltungsfachwirtin der Gemeinde Lastrup an der Akademie für Personenstandswesen im hessischen Bad Salzschlirf ihre Prüfung erfolgreich abgelegt. Nun  darf sie die erste Trauung leiten. „Das sind Bekannte aus Hemmelte. Vielleicht bin ich dann nicht ganz so nervös“, erzählt die 26-Jährige, die zurzeit bei der Gemeinde Lastrup als Kassenleiterin eingesetzt ist.

„Nun haben wir mit Ina Hinrichs, Markus Moorbrink und Elisabeth Abeln 3 Standesbeamte und sind dadurch flexibler in der Termingestaltung“, freut sich Bürgermeister Michael Kramer.

Vor 7  Jahren begann Hinrichs mit ihrer Ausbildung bei der Gemeinde Lastrup. „Ina hat nach der Ausbildung ganz viele Lehrgänge besucht und Prüfungen abgelegt. Sie ist sehr ehrgeizig“, lobt Bürgermeister Michael Kramer seine neue Standesbeamtin, für die Abwechslung im Beruf sehr wichtig ist. Sie wolle nicht über Jahrzehnte den gleichen Job machen, sondern sich verändern, sagt die junge Frau.

08/15-Rituale kommen für die 26-Jährige nicht infrage

Diese Flexibilität wolle sie auch bei den Trauungen zeigen. „Ein Paar, das sich für das Leben binden möchte, hat es nicht verdient, mit einem 08/15-Ritual abgespeist zu werden. Deshalb habe ich schon meine eigenen Ideen. Im Mittelpunkt stehen für mich in einer Beziehung, in einer Ehe gegenseitiges Vertrauen und Ehrlichkeit. Allerdings gibt es auch Paare, die möglichst nach wenigen Minuten wieder draußen sein möchten und nichts Feierliches oder Persönliches an sich heranlassen möchten. Oft merkt man schon bei der Anmeldung zur Trauung, in welche Richtung das läuft“, weiß Ina Hinrichs. Dabei habe sie auch festgestellt, dass viele Paare heute feierlicher angezogen seien, als früher bei standesamtlichen Trauungen. So trage die Braut oft ein weißes oder ein cremefarbenes Kleid.

Wer allerdings glaubt, eine Standesbeamtin muss nur wieder und wieder "Ja" hören, der irrt. Zur Arbeit des Standesamtes gehöre auch der Bereich des Staatsangehörigkeitsrechts, sagt Hinrichs. Bei Eheschließungen müssen zum Beispiel oft auch ausländische Urkunden geprüft werden. Oder es müsse untersucht werden, ob der Hochzeitskandidat tatsächlich ledig ist. Auch das Namens- und das Sorgerecht für vorhandene oder künftige Kinder sei heute komplizierter als noch vor einigen Jahren.

Deshalb sei heute auch die Prüfung an der Akademie für Personenstandswesen in Bad Salzschlirf, die die Hemmelterin mit Glanz bestanden hat, komplizierter.

Bürgermeister Michael Kramer jedenfalls hat großes Vertrauen, dass Ina Hinrichs ihr erstes Paar gesetzeskonform unter die Haube bringt und dass die neuen Ehepaare lange an ihre schöne Trauung zurückdenken werden.


Fakten:

  • Standesbeamte erfassen innerhalb einer Kommune die Grunddaten der Bürger, zum Beispiel Namen, Geburts- oder Sterbedaten.
  • Sie stellen Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden sowie Staatsbürgerschaftsnachweise aus.
  • Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen führen sie Personenstandsbücher, beglaubigen Namensänderungen und prüfen die Rechtmäßigkeit vorgetragener Anträge.
  • So kontrollieren sie zum Beispiel vor Eheschließungen, ob alle Daten korrekt sind, erfassen die Personalien der Trauzeugen und gestalten die Trauungszeremonie.
  • Die praktische Ausbildung erfolgt amtsintern. Auch ein 2- bis 3-wöchiger Theoriekurs ist zu absolvieren, der mit einer schriftlichen Dienstprüfung abgeschlossen wird.

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