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In Vördens Naturbad wachen die Lebensretter

In der laufenden Saison stellt die DLRG im Naturbad in Vörden die Aufsicht. Der Fachkräftemangel sei schuld, dass der Verein auf seinen Plan B zurückgreifen musste.

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Immer wachsam: Im Naturbad passen auf die Badegäste auf: (von links) Dominik Snurawa, Ludger Wüllner, Veronika Snurawa und Rieke Taphorn. Foto: Lammert

Immer wachsam: Im Naturbad passen auf die Badegäste auf: (von links) Dominik Snurawa, Ludger Wüllner, Veronika Snurawa und Rieke Taphorn. Foto: Lammert

Auch der Verein Naturbad Vörden bekommt die Auswirkungen des Fachkräftemangels zu spüren. Und zwar auf der Position des Schwimmmeisters. Da die Suche nach Angaben des Vereinsvorsitzenden Hermann Schütte ergebnislos verlaufen ist, zog der Vorstand Plan B aus der Schublade.

Die Aufsicht übernehmen von der Ortsgruppe Neuenkirchen-Vörden der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Dominik Snurawa, Veronika Snurawa, Rieke Taphorn und der DLRG-Chef Ludger Wüllner. Hinzu kommen bei Bedarf weitere Rettungsschwimmer aus der Ortsgruppe.

An den Wochenenden sowie während der kommenden Sommerferien werden immer zwei DLRG-Mitglieder am Beckenrand stehen und ihre wachsamen Augen auf Schwimmer und Nichtschwimmer werfen. Unter der Woche außerhalb der Ferien reiche eine Kraft aus, sagte Hermann Schütte.

Rettungsschwimmer arbeiten in 5-Stunden-Schichten

Die Rettungsschwimmer sind in 5-Stunden-Schichten im Einsatz, jeweils von 10 bis 15 und von 15 bis 20 Uhr. Das sind die Zeiten, in denen das Naturbad auch für Nichtmitglieder des Vereins geöffnet ist. Die Mitglieder können es in der Zeit von 6 bis 22 Uhr nutzen. Lang werde der Dienst den Rettungsschwimmern nicht, erklärte Veronika Snurawa. Auch deswegen nicht, weil sich viele Gäste gerne auch mal kurz mit dem Aufsichtspersonal unterhalten.

Währenddessen kümmern sich quasi als Männer im Hintergrund Marwan Suleiman, Gaba Gravan und Jürgen Beinke darum, dass im Bad alles gut läuft, während die Gäste im Becken mit seinen rund 3,5 Millionen Litern Wasser schwimmen oder auch nur einfach ein bisschen plantschen. Sie kontrollieren regelmäßig die Wasserqualität sowie die biologische Umwälzung des Wassers im Dorfteich, der wie das Becken im Naturbad eine Fläche von 1600 Quadratmetern hat, und reinigen das Schwimmbecken ebenso wie den Nichtschwimmerbereich. Die Gebäudereinigung hat der Verein dem Unternehmen „Poske und Sohn“ übertragen.

Durchwachsener Auftakt der Badesaison

Der Auftakt der Badesaison war wegen des Wetters durchwachsen. Dennoch freute sich Hermann Schütte, dass der Verein viele neue Mitglieder gewonnen hat. Die Mitgliederzahl insgesamt bezifferte er auf rund 1700. „Die Gesundheits- und Frühschwimmer sind uns treu“, ergänzte der Vorsitzende.

Für Kinder gilt eine wichtige Regel: Sie dürfen nur alleine ins Naturbad, wenn sie mindestens das bronzene Schwimmabzeichen besitzen. Das Seepferdchen reiche nicht aus, sagte Ludger Wüllner. Ansonsten ist der Zutritt nur in Begleitung eines Erwachsenen erlaubt.

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