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In Visbeks Bauerschaft Meyerhöfen führt nun ein Radweg

Entlang der Kreisstraße 245 führt der 2,1 Kilometer lange  Radweg. 1,7 Millionen Euro hat der Landkreis Vechta hier investiert. 2024 könnte der 2. Bauabschnitt folgen.

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Ab Freitag freie Fahrt (von links.): Clemens Langemeyer (Anwohner), Bügermeister Gerd Meyer, Hendrik Bramlage (Kreisstraßenmeisterei), Landrat Herbert Winkel, Michael Schwärter, Matthias Morthorst (Oberbauleitung), Gerd Wördemann (Firma Dallmann), Frieda und Carina Burhorst (Anwohner), Markus Blömer (Sachgebietsleiter Tiefbau) und Andrè Hüttemeyer (Kreistagsmitglied). Foto: Heinzel

Ab Freitag freie Fahrt (von links.): Clemens Langemeyer (Anwohner), Bügermeister Gerd Meyer, Hendrik Bramlage (Kreisstraßenmeisterei), Landrat Herbert Winkel, Michael Schwärter, Matthias Morthorst (Oberbauleitung), Gerd Wördemann (Firma Dallmann), Frieda und Carina Burhorst (Anwohner), Markus Blömer (Sachgebietsleiter Tiefbau) und Andrè Hüttemeyer (Kreistagsmitglied). Foto: Heinzel

Es ist ein lauer Herbsttag. Die Baumaschinen sind verschwunden. Clemens Langemeyer nutzt die Gelegenheit: Er testet den neuen Radweg an der Kreisstraße 245 in der Gemeinde Visbek. Langemeyer ist flott unterwegs und meint: "Alle sind zufrieden". Er werde die Strecke später nochmals nutzen, um mit seinen beiden Hunden "Cora" und "Olli" Gassi zu gehen.

Ebenfalls unterwegs ist Carina Burhorst mit ihrer Tochter Frieda. Sie wohnt mit ihrer Familie in der Visbeker Bauerschaft Meyerhöfen, zu der der neue Radweg entlang der K 245 führt. Der sei ein Gewinn an Sicherheit, sagt Burhorst. Mit dem Kinderwagen könne man nun doch entspannt neben der Straße laufen.

Ein halbes Jahr haben die Arbeiten gedauert

Offiziell wird der 2,1 Kilometer lange Radweg bis Freitagmittag (29. Oktober) freigegeben. Dann sind auch die letzten Schilder abgebaut. Ein halbes Jahr hat die Baumaßnahme gedauert und etwa 1,7 Millionen Euro gekostet. Es wurde ein 2 Meter breiter Radweg angelegt, welcher durch einen 1,5 Meter breiten Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt ist. Letztere wurde komplett saniert und von 5,2 Meter auf 6 Meter erweitert. Radweg und Sanierung tragen hier zur Verkehrssicherheit bei, erläuterte Landrat Herbert Winkel während eines Ortstermins. Damit verfügten nun 222 von 245 Kilometer  Kreisstraße über einen Radweg, welcher aus 3 Gründen wichtig seien: für die Verkehrssicherheit, den Tourismus und den Klimaschutz.

"Es ist schön geworden. Von der Breite her ein familienfreundlicher Radweg."André Hüttemeyer, Kreistagsabgeordneter und stellv. Bürgermeister Visbek

Die Fahrbahnerweiterung sei sinnvoll gewesen, vor allem mit Blick auf die heutigen Autobreiten, meint Herbert Winkel. Als Motorradfahrer habe er noch die alte Straße erlebt, dort war "Schrittgeschwindigkeit bereits zu viel". Die K 245 gehöre zu den schlechtesten Straßen im Landkreis. Bürgermeister Gerd Meyer lobt daher die Durchführung der Baumaßnahme, durch den Radweg seien 2 Bauerschaften nun verkehrssicher erreichbar.

Der Kreistagsabgeordnete André Hüttemeyer ist den Radweg ebenfalls bereits abgefahren und meint: "Es ist schön geworden. Von der Breite her ein familienfreundlicher Radweg", so der CDU-Politiker mit Blick auf die Kinderanhänger bei Fahrrädern.

Das Bauprojekt konnte ohne große Probleme durchgezogen werden, berichten Gerd Wördemann von der zuständigen Firma Dallmann und Matthias Morthorst von der Oberbauleitung des Landkreises Vechta. Die kontaminierte Teerfahrbahn sei zu einer Sondermülldeponie gebracht worden. Auf 600 Metern Länge sei der nicht mehr tragfähige Untergrund neu aufgebaut worden. Der Zeit- und Kostenrahmen sei eingehalten worden, so Landrat Herbert Winkel.

Gerd Meyer verwies auch auf das touristische Potenzial, welches Radwege eröffnen würden. Visbek habe einige attraktive Sehenswürdigkeiten, die sich erradeln ließen.

Bis Freitag (29. Oktober) 12 Uhr soll die 2,1 Kilometer lange Strecke wieder für den Verkehr freigegeben sein. Foto: HeinzelBis Freitag (29. Oktober) 12 Uhr soll die 2,1 Kilometer lange Strecke wieder für den Verkehr freigegeben sein. Foto: Heinzel

Den Bauarbeiten vorangegangen waren Baumfäll- und Rückschnittarbeiten. Etwa 20 Bäume wurden beseitigt.

Und wie geht es weiter? Zwecks Lückenschluss wird weiter gebaut. 4 Kilometer Radweg sollen es werden. Auch hierfür werden Bäume gefällt werden müssen, hieß es. Allerdings solle ein Wirtschaftsweg überplant werden. Das helfe, die Zahl gering zu halten.

Diese Baumaßnahme soll etwa 4 Millionen Euro kosten. Dabei bestehe aber eine Fördermöglichkeit durch das Land Niedersachsen, welches 60 Prozent dieser Kosten übernehmen würde. Dieser 2. Teil könnte 2024 beginnen. 

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