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In Vechta steigt die 7-Tage-Inzidenz, in Cloppenburg sinkt der Wert

Das Landesgesundheitsamt meldet neue Zahlen für das Oldenburger Münsterland. Allerdings: Die Werte sind aufgrund der Meldeverzögerungen nur bedingt aussagekräftig.

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Symbolfoto: dpa

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Die Corona-Lage im Oldenburger Münsterland: Nach der zuletzt sinkenden Tendenz bei der 7-Tage-Inzidenz macht der Wert für den Landkreis Vechta am Samstag einen großen Sprung. Das niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) meldet mit Stand von 9 Uhr 172,3 Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner. Am Freitag lag diese Zahl bei 139,3. Im Kreis Cloppenburg ist die 7-Tage-Inzidenz dagegen gesunken – von 174,0 am Freitag auf 158,2 am Samstag.

Nach den Osterfeiertagen stellt sich allmählich der Alltag in den Gesundheitsbehörden wieder ein. Das Landesgesundheitsamt hatte aufgrund der Meldeverzögerungen bereits darauf hingewiesen, dass die Fallzahlen derzeit nur bedingt aussagekräftig sind. Das Problem: Solange die Ostertage in den Zeitraum der vergangenen 7 Tage fallen, geben die 7-Tage-Inzidenzen kein realistisches Bild der Lage ab. Denn über die Feiertage waren zahlreiche Labore geschlossen, es wurden weniger Tests durchgeführt und diverse Gesundheitsämter hatten daher verzichtet, die Infektionszahlen zu melden.

Dazu gehören auch die Landkreise Cloppenburg und Vechta: Die Cloppenburger Kreisverwaltung hatte an Ostersonntag und -montag auf die tägliche Meldung verzichtet, in Vechta war dies nur am Ostermontag der Fall. Erst wenn diese Tage wieder aus dem Berechnungszeitraum der 7-Tage-Inzidenz herausfallen und die üblichen Meldeverzögerungen über das Wochenende nicht mehr ins Gewicht spielen, sind die Werte für das Oldenburger Münsterland wieder belastbar.

Die Zahlen für den Landkreis Vechta im Detail: Die 7-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag (139,3) stark gestiegen – auf 172,3. Grund für diesen großen Sprung dürfte die hohe Zahl der am Freitag registrierten Neuinfektionen sein: Das Vechtaer Gesundheitsamt hat am Freitagnachmittag 100 Neuinfektionen und 6922 Gesamtfälle gemeldet. Die aktuelle Berechnung des Landegesundheitsamtes basiert auf 246 Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen. In der aktuellen Statistik des Landesgesundheitsamtes werden zudem 6912 Gesamtfälle aufgeführt – das sind 100 mehr als am Vortag.

Nach zuletzt 2 Tagen mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 150, liegt der Landkreis Vechta am Samstag nun wieder deutlich über dieser Marke. Liegt ein Landkreis an 3 aufeinanderfolgenden Tagen über dem 150er-Grenzwert, wird der Kreis laut aktueller Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen in die Pflicht genommen, mit einer Ausgangssperre auf die Infektionszahlen zu reagieren. Die Vechtaer Kreisverwaltung hatte aber zuletzt nach einer juristischen Prüfung als Reaktion auf ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg kurz vor der geplanten Einführung wieder Abstand von einer nächtlichen Ausgangssperre genommen. Andere Maßnahmen hat der Landkreis seitdem nicht ergriffen.

Für die Einstufung als Hochinzidenzkommune werden diese jeweils tagesaktuell gemeldeten 7-Tage-Inzidenzen veröffentlicht (nachträgliche Korrekturen werden nicht berücksichtigt):

  • Sonntag (4. April): 163,8
  • Montag (5. April): 172,3
  • Dienstag (6. April): 162,4
  • Mittwoch (7. April): 158,9
  • Donnerstag (8. April): 147,0
  • Freitag (9. April): 139,3
  • Samstag (10. April): 172,3

Die Zahlen für den Landkreis Cloppenburg im Detail: Die 7-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag (174,0) auf nun 158,2 gesunken. Die aktuelle Berechnung des NLGA basiert auf 270 Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen. In der aktuellen Statistik des Landesgesundheitsamtes werden 9256 Gesamtfälle aufgeführt – das sind 77 mehr als am Vortag. Das Cloppenburger Gesundheitsamt hat in seinem Corona-Update am Freitagnachmittag 125 Neuinfektionen und 9270 Gesamtfälle gemeldet.

Der Landkreis Cloppenburg liegt damit weiter über dem erwähnten 150er-Grenzwert. Aktuell gibt es bereits eine nächtliche und kreisweite Ausgangsbeschränkung, die entsprechende Allgemeinverfügung der Kreisverwaltung läuft aber am kommenden Sonntag aus. Mit Blick auf ein Urteil des Oberwaltungsgerichtes Lüneburg wird die Ausgangssperre nicht verlängert.

Auch wenn die Kreis Cloppenburg und Vechta zwischenzeitlich unterhalb der 150er-Marke lagen – formell hat sich laut Corona-Verordnung an der eigentlichen Verpflichtung nichts geändert. Denn beide Landkreise hätten dafür den Grenzwert an 3 aufeinander folgenden Tagen unterschreiten müssen. Das war bisher nicht der Fall.

Für die Einstufung als Hochinzidenzkommune werden diese jeweils tagesaktuell gemeldeten 7-Tage-Inzidenzen veröffentlicht (nachträgliche Korrekturen werden nicht berücksichtigt):

  • Sonntag (4. April): 242,0
  • Montag (5. April): 204,5
  • Dienstag (6. April): 182,8
  • Mittwoch (7. April): 164,6
  • Donnerstag (8. April): 147,1
  • Freitag (9. April): 174,0
  • Samstag (10. April): 158,2

Die 7-Tage-Inzidenzen in den Nachbarlandkreisen:

Die landesweite 7-Tagesinzidenz ist im Vergleich zum Vortag (89,5) nach einem mehrtägigen Abwärtstrend erneut gestiegen – auf jetzt 94,7. Demnach haben die niedersächsischen Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 1734 Neuinfektionen nach Hannover gemeldet. Die Zahl der Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Infektion stehen, ist um 11 auf 5011 gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenzen in den Nachbarlandkreisen:

  • Landkreis Osnabrück: 87,1
  • Landkreis Oldenburg: 116,9 (Hochinzidenzkommune)
  • Landkreis Diepholz: 90,7
  • Landkreis Emsland: 140,1 (Hochinzidenzkommune)
  • Landkreis Ammerland: 76,1
  • Landkreis Leer: 120,6 (Hochinzidenzkommune)

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