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In Südafrika entdeckt: Corona-Mutation B.1.351 hat den Kreis Vechta erreicht

Die Variante war erstmals in Südafrika entdeckt worden. Bei den beiden betroffenen Personen handelt es sich um ein Ehepaar. Die Fälle machen dem Gesundheitsamt aber keine Sorgen. (Update: 16.45 Uhr)

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Symbolfoto: dpa

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Die Coronavirus-Mutation B.1.351, die erstmals in Südafrika entdeckt wurde, ist jetzt auch im Landkreis Vechta nachgewiesen worden. Das ist das Ergebnis einer Gensequenzierung von 2 Proben, wie die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Sandra Guhe, am Freitag berichtete. Bei den beiden betroffenen Personen handelt es sich demnach um ein infiziertes Ehepaar, das sich am 16. Februar in Quarantäne begeben musste. Das Labor habe dem Gesundheitsamt nun nachträglich die Auswertung der zeitaufwendigen Genanlyse mitgeteilt.

Guhe geht aber derzeit davon aus, dass die Infektionen keine weiteren Folgen haben. Das Gesundheitsamt hatte sämtliche Familienmitglieder und Kontaktpersonen des Ehepaares entsprechend der Teststrategie vor dem Ablauf der 14-tägigen Quarantäne getestet. "Alle Ergebnisse waren negativ", sagte Guhe. Die Personen konnten die Quarantäne inzwischen verlassen. Die B.1.351-Fälle würden der Behörde daher keine Sorge machen. 

Die Virusvariante B.1.351 wurde erstmals im Dezember 2020 in Südafrika entdeckt. Wie auch bei der Corona-Mutation B.1.1.7, die erstmals bei Untersuchungen in Großbritannien festgestellt wurde, gehen Experten bei B.1.351 von einer höheren Übertragbarkeit aus. Das Robert-Koch-Institut schreibt zudem auf seiner Homepage: "Mehrere Studien weisen auch darauf hin, dass Menschen, die an der ursprünglichen Variante erkrankt waren oder einen auf dieser Variante beruhenden Impfstoff erhalten haben, weniger gut vor einer Infektion mit B.1.351 geschützt sind – da die neutralisierenden Antikörper, die das Immunsystem gebildet hat, gegen das veränderte Virus weniger wirksam sind."

Kreisbehörde meldet 20 Neuinfektionen im Kreisgebiet

Das Gesundheitsamt meldet unterdessen 20 bestätigte Corona-Neuinfektionen im Kreisgebiet (Stand: 5. März, 15.45 Uhr). Bei einem Großteil der Infektionen handelt es sich dabei laut Guhe um Infektionen mit der Corona-Mutation B.1.1.7. Die in Großbritannien entdeckte Variante war bis zum Freitagmittag in mindestens 12 Proben der 20 Neuinfektionen nachgewiesen worden.

Die 7-Tagesinzidenz für den Kreis Vechta liegt nach Angaben des Landesgesundheitsamtes am Freitag mit 104.3 knapp über der 100er-Marke. Das hat Auswirkungen auf die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz von Mittwoch und die damit einhergehenden Öffnungspläne. Mit Kenntnisstand von Freitag gelten im Landkreis Vechta daher auch am kommenden Montag die derzeit bestehenden Regelungen für die Öffnung von Kindertagesstätten und Schulen. "Demnach bleiben die Kindertagesstätten vorerst – abgesehen von einer Notbetreuung – geschlossen, für Grundschulen sowie Abschlussklassen erfolgt weiterhin der Unterricht in Szenario B. Alle anderen Schulen bleiben vorerst in Szenario C", betont Kreissprecherin Laura Niemann.

Sobald geänderte Öffnungsregelungen bestehen, werde die Kreisverwaltung die Bürger rechtzeitig informieren. Die Kreisverwaltung sowie auch Vertreter der Städte und Gemeinen äußerten indes im Rahmen eines Pressegesprächs deutliche Kritik am Vorgehen von Bund und Ländern - vor allem an der Lage-Beurteilung anhand der 7-Tagesinzidenz. Mehr dazu lesen Sie hier auf OM online.

Aktuell sind 281 Menschen im Landkreis mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Genesenen steigt um 24 Personen auf insgesamt 5.475. Seit Beginn der Pandemie im März 2020 wurden mittlerweile 5.840 Infektionen im Kreis Vechta nachgewiesen. In den Krankenhäusern werden unverändert 16 Personen stationär behandelt. 2 Patienten befinden sich auf der Intensivstation. 697 Bürgerinnen und Bürger leben momentan in häuslicher Isolation. Von den 281 aktuell infizierten Personen befanden sich zudem 147 Personen vor der Feststellung der Infektion als Kontaktpersonen in Quarantäne.

Die meisten aktiven Fälle zählt derzeit die Kreisstadt mit 65, gefolgt von Visbek (39 aktive Fälle). Die meisten Neuinfektionen gibt es in Lohne und Vechta (jeweils +6). In Vechta verzeichnet die Kreisbehörde zugleich die meisten Genesenen (-10). Die aktiven Infektionen verteilen sich wie folgt (Änderungen zum Vortag):

  • 12 in Bakum
  • 27 in Damme (-4 genesene Personen)
  • 28 in Dinklage (+1 Neuinfektion, -1)
  • 12 in Goldenstedt (-3)
  • 19 in Holdorf (+1, -4)
  • 38 in Lohne (+6, -2)
  • 19 in Neuenkirchen-Vörden (+1)
  • 22 in Steinfeld (+2)
  • 65 in Vechta (+6, -10)
  • 39 in Visbek (+3)

Bei Fragen zu den Corona-Regeln im Kreis Vechta wenden Sie sich bitte an das Bürgertelefon der Kreisverwaltung: 04441/898-3333.

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