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In Scharrel knallt es künftig noch lauter

Der Baier- und Böllerverein hat einen neuen Standböller. Dieser soll künftig bei Böllerfesten oder offiziellen Einsätzen lautstark ertönen.

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Böllerfans bei den Vorbereitungen: Während Mitglieder des Baier- und Böllervereins den Standböller vorbereiten, schaut der Nachwuchs der „Böllerbuben“ interessiert zu. Foto: Hellmann

Böllerfans bei den Vorbereitungen: Während Mitglieder des Baier- und Böllervereins den Standböller vorbereiten, schaut der Nachwuchs der „Böllerbuben“ interessiert zu. Foto: Hellmann

Es knallt an diesem Tag am Maiglöckchensee in Scharrel – und zwar richtig laut. Das muss auch so sein. Denn die 12 Mitglieder des Baier- und Böllervereins Scharrel testen an diesem Tag zum ersten Mal ihren neuen Standböller. Ein langgehegter Wunsch geht damit bei den Mitgliedern in Erfüllung.

„Bereits seit einigen Jahren überlegen wir, was wir uns zu unseren normalen Böllern anschaffen können. Es sollte allerdings keine riesengroße schwere Kanone sein, da wir wollten, dass unsere neue Kanone auch überall mit hingenommen werden kann“, erzählen Antonius Kanne und Heinz-Gerd Klären. „Da haben wir dann beim Böllertreffen in Bernau bei Berlin im Jahr 2018 einen Standböller gesehen und alle waren begeistert“, so Heinz-Gerd Klären.

Kartuschen werden mit elektrischer Fernzündung gezündet 

„Aus Edelstahl haben wir dann unseren heutigen 60 Kilogramm schweren Standböller mit seinen 12 Kartuschen in Eigenproduktion gefertigt und ihn Anfang 2020 zum Beschussamt nach Suhl in Thüringen gebracht, wo er dann für den Gebrauch genehmigt wurde“, sagt Antonius Kanne. „Leider durften wir in den vergangenen eineinhalb Jahren jedoch wegen der Corona-Beschränkungen nicht mit unserem Standböller schießen. Nachdem jetzt die Corona-Einschränkungen gelockert wurden, haben wir unseren Mitgliedern und auch „unserem Nachwuchs“ eine kleine Einweisung gegeben und den Standböller auf dem freien Gelände am Maiglöckchensee erstmals offiziell mit lautstarken, ohrenbetäubenden Donnerknall in Betrieb genommen“, freute sich Antonius Kanne. Die 12 Kartuschen dieses Standböllers werden dabei nicht wie die übrigen Böller historisch mittels Zigarre gezündet, sondern mit einer elektrischen Fernzündung aus sicherer Entfernung. Heinz-Gerd Klären ergänzt, dass dieser Standböller künftig bei Böllerfesten oder offiziellen Einsätzen lautstark ertönen soll.

Der Baier- und Böllerverein Scharrel besteht seit nunmehr fast 30 Jahren und bis auf 2 oder 3 Mitglieder sind alle schon seit der Vereinsgründung vor 30 Jahren dabei. Die Zahl der Vereinsmitglieder ist in den Statuten auf 12 Mitglieder festgeschrieben. Zu der Nachwuchsorganisation, den „Böllerbuben“, gehören 11 Jungen und 5 Mädchen. Sie stammen allesamt aus den Familien des Baier- und Böllervereins.

Da die Zahl der Vereinsmitglieder auf 12 festgeschrieben ist, gibt es freie Plätze auf diesen begehrten Verein nur dann, wenn ein Mitglied verstirbt oder austritt. Entsprechend lang ist die Warteliste, um vielleicht auch selbst einmal in diesen Kreis der erlauchten Baier- und Böllerfreunde aufgenommen zu werden.

Schall und Rauch: Ein Feuerstrahl, eine dichte Rauchwolke und ein lautstarker Knall – der Standböller funktioniert. Foto: Hellmann Schall und Rauch: Ein Feuerstrahl, eine dichte Rauchwolke und ein lautstarker Knall – der Standböller funktioniert. Foto: Hellmann 

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