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In Neuenkirchens Ortsdurchfahrt gilt zwischen Rathaus und K+K-Markt maximal Tempo 30

Der Kfz-Verkehr in Neuenkirchens Ortsmitte soll beruhigt werden. Damit soll sich auch die Sicherheit für die anderen Verkehrsteilnehmer erhöhen. Der Landkreis hat erste Maßnahmen angeordnet.

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Neuerungen: Über Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in Neuenkirchens Ortskern, wie etwa die Engstellen, informierten sich (von links) Markus Blömer, Ansgar Brockmann und Tobias Gerdesmeyer bei einem Ortstermin. Foto: Lammert

Neuerungen: Über Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in Neuenkirchens Ortskern, wie etwa die Engstellen, informierten sich (von links) Markus Blömer, Ansgar Brockmann und Tobias Gerdesmeyer bei einem Ortstermin. Foto: Lammert

Problemkind Ortsdurchfahrt Neuenkirchen: Nach zahlreichen Abstimmungen zwischen dem Landkreis Vechta, der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden und der Bürgerinitiative 49434 Neuenkirchen-Vörden, die für weniger Durchgangsverkehr – vor allem von Lkw – im Ortskern kämpft, hat der Landkreis als Verkehrsbehörde jetzt einige Maßnahmen angeordnet, welche derzeit einzig sinnvoll und umsetzbar seien.

Bei einem Ortstermin informierten Landrat Tobias Gerdesmeyer (CDU) und sein Mitarbeiter Markus Blömer Bürgermeister Ansgar Brockmann über die Maßnahmen. Dazu gehört die Ausweisung der 30-Stundenkilometer-Zone auf der Küsterstraße und Großen Straße ab dem Rathaus bis zum K+K-Markt.

Neue Schilder weisen auf Engstelle "Ortsdurchfahrt" hin

Zudem weisen jetzt zusätzliche Schilder, eines davon im Bereich der Einmündung der Bergstraße auf die Große Straße, auf die Engstelle im Bereich der Geschäfte DM-Modellbau und Gastwirtschaft Seep hin. Außerdem will der Landkreis jeweils an den rechten und linken Rändern der Fahrbahn Radfahr-Piktogramme aufbringen lassen.

Sie sollen den Radfahrern verdeutlichen, dass sie in diesen Abschnitten der Küster- und der Großen Straße auf der Fahrbahn radeln sollen. An den Gehwegen soll sich zukünftig der Hinweis finden, dass sie für Radfahrer frei sind.

Sperrung der Ortsdurchfahrt kommt für Kreis nicht infrage

Andere Varianten, wie die Sperrung der Ortsdurchfahrt für Lastkraftwagen, die Einrichtung einer Engstellen-Ampel oder auch die Ausweisung weiträumiger Umleitungen um Neuenkirchens Ortsdurchfahrt herum, habe der Landkreis nicht als sinnvoll erachtet, teilte Landrat Gerdesmeyer weiter mit. Der Politiker kündigte an, dass der Landkreis weiter im Dialog mit der Gemeinde und der Bürgerinitiative bleiben werde.

Bürgermeister Brockmann sagte, die Gemeinde plane, eine Verkehrsuntersuchung für den Ort Neuenkirchen in Auftrag zu geben. Von der erhoffe sie sich Vorschläge für weitere Verbesserungen, aber auch Hinweise darauf, wie sich die Verkehrsflüsse optimieren lassen. Die Untersuchung solle auch den Heerweg und den Erlenweg einbeziehen.

Bürgerinitiative spricht von einem ersten Schritt

Lediglich als einen ersten Schritt wertete Susanne Laumann-Borcherding die jetzt vom Landkreis umgesetzten Maßnahmen in der Neuenkirchener Ortsdurchfahrt. Das sei alles so auch mit der Bürgerinitiative abgesprochen worden und auch okay. So stoße es auf Zustimmung, dass die 30-Stundenkilometer-Zone deutlich erweitert worden ist. Auch die Radfahrer-Piktogramme seien gut.

Nicht zufrieden ist Susanne Laumann-Borcherding mit der Platzierung der Engstellen-Schilder. Die hätte sich die Bürgerinitiative deutlich vor der Ortsdurchfahrt gewünscht. Etwa im Niedersachsenpark-Kreisverkehr und auf der Kreisstraße von Damme über die Bexadde nach Neuenkirchen in Höhe der Einmündung der Kreisstraße nach Nellinghof. Dann würden zumindest auswärtige Lkw-Fahrer zeitig den Hinweis darauf bekommen, dass sie die Ortsdurchfahrt möglichst weiträumig umfahren sollten, sagte sie.

Bürgerinitiative hält an Ortsumgehung fest

Außerdem erklärte Susanne Laumann-Borcherding, die Bürgerinitiative halte an ihrem langfristigen Ziel fest, dass Neuenkirchen eine Ortsumgehung bekommen muss. Denn trotz der Maßnahmen des Landkreises höre der Begegnungsverkehr unter anderem von Lkw in der Engstelle zwischen der Gastwirtschaft Seep und dem Geschäft DM-Modellbau nicht auf, auch wenn die Zahl der Lkw geringer sei als im vergangenen Jahr. Aber ihre Zahl nehme nach der Wiederfreigabe der Bergstraße wieder zu.

"An der Umgehung müssen und werden wir dranbleiben", kündigte die Sprecherin mit Nachdruck an. Sie sagte weiter, auch die Bürgerinitiative wolle im Dialog mit der Gemeinde und dem Landkreis bleiben. Ausdrücklich bedauerte sie es, dass die Bürgerinitiative nicht zu dem Vororttermin eingeladen war: "Wir wären gerne dabei gewesen."

  • Info: Wer Interesse hat, in der Bürgerinitiative mitzuarbeiten, kann sich bei Sascha Kramer im Geschäft DM-Modellbau oder per Mail unter dm-modellbau@t-online.de melden.

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