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In Neuenkirchen geplante  Mobilitätsstation ist ein langfristiges Projekt

Nicht vor 2025 wird die am Bahnhof geplante Mobilitätsstation fertiggestellt sein. Damit verschiebt sich auch das Ziel, den Öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen.

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Nicht vor 2025: Vieles deutet derzeit darauf hin, dass die Mobilitätsstation im Bereich des Neuenkirchener Bahnhofs frühestens in 3, möglicherweise aber auch erst in 4 Jahren in Betrieb gehen wird. Foto: Lammert

Nicht vor 2025: Vieles deutet derzeit darauf hin, dass die Mobilitätsstation im Bereich des Neuenkirchener Bahnhofs frühestens in 3, möglicherweise aber auch erst in 4 Jahren in Betrieb gehen wird. Foto: Lammert

Die Mobilitätsstation im Bereich des Neuenkrichener Bahnhofs ist ein langfristiges Projekt, dessen Umsetzung wohl kaum vor 2025 erfolgen wird: Der Umweltausschuss des Neuenkirchen-Vördener Gemeinderates hat sich am Donnerstag bei seiner von Rainer Duffe (CDU) im Rathaus geleiteten Sitzung für eine von vier von einem Planungsbüro vorgeschlagene Varianten ausgesprochen. Zudem haben die Politiker dafür votiert, dass die Verwaltung ein Büro sucht, das eine Entwurfsplanung anfertigt. In beiden Punkten muss der Gemeinderat aber noch grünes Licht geben.

Mit der Mobilitätsstation möchte die Gemeinde dazu beitragen, den Öffentlichen Personennahverkehr attraktiver zu machen. Deshalb sollen die Haltestellen barrierefrei werden. Geplant sind auch neue, bessere und sicherere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, deutlich mehr Stellplätze für Autos im Bereich der Alfhausener Straße unmittelbar neben dem Bahnübergang, Zonen für das Kurzzeitparken und für Taxis sowie ein freier Platz neben dem Kulturbahnhof, der für Außenveranstaltungen dienen soll. Zudem ist ein Kiosk im Plan eingezeichnet.

Entwurfsplan soll auf befürworteter Variante entstehen

Ganz wichtig war den Ausschussmitgliedern, dass bei der von ihnen befürworteten Variante die Busse zukünftig nicht mehr auf der Bahnhofstraße halten, sondern auf einer von der Fahrbahn abgesetzten Fläche mit überdachten Wartebereichen. Das bedeute mehr Sicherheit für alle Beteiligten.

Die Entwurfsplanung auf Basis dieser Variante soll nun die Grundlage für die Verhandlungen mit der niedersächsischen Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) wegen möglicher Fördermittel sein. Wie Ordnungsamtsleiter Niko Timphaus dazu weiter ausführte, soll im Falle einer Zustimmung die Objektplanung für die gesamten Verkehrsanlagen wie Straßen, Wege, Plätze und die Park-and-Bike-Anlage beginnen.  

Die Fertigstellung dieser Planung könnte im Sommer 2023 erfolgen. Danach würde die Gemeinde einen Förderantrag bei der LNVG einreichen. Parallel dazu wäre das Baugenehmigungsverfahren zu klären. Daran würde sich die sogenannte Ausführungsplanung ab Anfang 2024 anschließen.

Bau der Mobilitätsstaion könnte in zwei Abschnitten erfolgen

Den frühestmöglichen Beginn für die Vergabe der Arbeiten und den Beginn der Arbeiten sieht Niko Timphaus im Sommer 2025. Sinnvoll wäre es nach seinen Worten möglicherweise, das Projekt in zwei Abschnitten umzusetzen, sodass die Fertigstellung 2026 stattfinden würde.

Die Gesamtsumme für die neue Mobilitätsstation bezifferte Niko Timphaus auf aktuell rund 3,15 Millionen Euro. Nach einer Schätzung dürfte sie in 2 Jahren allerdings bei etwas über 3,6 Millionen Euro liegen. Sicher sei diese Summe aber nicht, ergänzte der Amtsleiter.

Josef Schönfeld von der IGNV-Fraktion begrüßte die Variante grundsätzlich, mahnte aber an, im unmittelbaren Bereich des Kulturbahnhofes müsse es mehr Stellplätze für Autos geben.

Leferenz-Lehnert hält Projekt für etwas überdimensioniert

Seine Fraktionskollegin Anke Leferenz-Lehnert bemerkte, die Planung sei bei 450 Ein- und Ausstiegen täglich in beziehungsweise aus Zügen der Nordwestbahn etwas überdimensioniert. Und: "Es kostet sehr viel Geld, das wir im Moment nicht haben."

Zu den Kosten erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Karlheinz Rohe: Wenn die Gemeinde dieses Projekt angesichts der Zuschüsse für weniger als eine Million Euro eigener Mittel bekomme, sei das eine gute Sache. Linus Wüllner, ebenfalls CDU, verwies darauf, dass der Rat jederzeit noch Änderungen an der Planung vornehmen könne. In der CDU-Fraktion sei aber diese vorgestellte Variante auf Zustimmung gestoßen.

Auch die SPD/FDP-Fraktion steht hinter der Variante. Günter Plohr (SPD) begründete das unter anderem mit einer geringeren Flächenversiegelung gegenüber anderen Varianten und dem höheren Anteil an Grünflächen. 

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