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In Goldenstedt gibt es für jedes Kind einen Betreuungsplatz

Die Verwaltung stellte nun den Kindergartenbedarfsplan für das kommende Kindergartenjahr vor. Aktuell sieht es für die Eltern vor Ort gut aus. Doch die Gemeinde muss weiterhin aufmerksam bleiben.

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Platz für alle: In Goldenstedt soll jedem Kind ein Betreuungsplatz zur Verfügung stehen. Aktuell ist dies der Fall. Symbolfoto: dpa/Berg

Platz für alle: In Goldenstedt soll jedem Kind ein Betreuungsplatz zur Verfügung stehen. Aktuell ist dies der Fall. Symbolfoto: dpa/Berg

„Man kann es einfach auf den Punkt bringen: Was Betreuung angeht, sind wir hervorragend aufgestellt“, sagte Heinrich Niemann (FDP) im Goldenstedter Ausschuss für Bildung und Kultur am Montagabend, nachdem Fachbereichsleiter Steffen Boning den Kindergartenbedarfsplan für das kommende Kita-Jahr 2021/2022 vorgestellt hatte. Tatsächlich könne die Gemeinde momentan allen Eltern, die einen Betreuungsplatz für ihr Kind wünschen, auch ein Angebot machen, sagte Boning. Die Auslastung liege bei 95 bis 96 Prozent, dennoch müsse man „auf der Hut“ sein, mahnte er nichtsdestoweniger an.

Für das kommenden Jahr gibt es für die unter 3-Jährigen – im Bereich Krippe und Großtagespflege – insgesamt 166 Plätze. 9 davon sind, Stand 31. Mai, noch frei, erläuterte Boning. Im Kindergartenbereich gibt es insgesamt 374 Plätze, davon sind 6 noch frei. Der Kindertagesstättenbedarfsplan des Landkreises Vechta rechnet für das Jahr 2022 mit insgesamt 7 freien Plätzen für alle Kinder unter 6 Jahren, für das Jahr 2023 mit 6 freien Plätzen. Boning bezeichnete den Plan des Landkreises als „sehr theoretisch“. Zudem werde in dem Plan von einem „Worst-Case-Szenario“ ausgegangen. Für die darauffolgenden Jahre werde demzufolge damit gerechnet, dass zunehmend Plätze fehlen werden. Der Bedarfsplan des Landkreises mahne deshalb zur Vorsicht, und „das ist auch gut so“.

Eigener Bedarfsplan ist entscheidend

Allerdings, schränkte Boning ein, werde es nicht dazu kommen, dass es im Jahr 2030 98 Plätze zu wenig gebe, wie aus dem Kita-Bedarfsplan des Landkreises hervorgeht. Zu Beginn des Kindergartenjahres 2022/2023 kommen durch den Neubau der Kindertagesstätte St. Gorgonius insgesamt 50 zusätzliche Kindergartenplätze sowie 30 Krippenplätze hinzu. 20 Kindergartenplätze werden jedoch durch die bereits vorhandene Container-Gruppe, welche beim neuen Kindergarten St. Lucia eingerichtet wird, belegt werden. Somit wird es im Bereich der Unter-3-Jährigen insgesamt 196 Plätze geben. Dabei warf Boning ein, dass diese neuen Kindergärten nicht die letzten in den nächsten 10 Jahren sein werden.

Entscheidend für Goldenstedt sei schließlich der Kindertagesstättenbedarfsplan, den die Verwaltung selbst quartalsweise führt, sagte Boning. Zugrunde liegen dem die Einschulungszahlen, aufgeteilt auf die Bezirke. Die Kinder, die im nächsten Kindergartenjahr sind, seien die Einschulungsjahrgänge 2022 mit voraussichtlich 121 Kindern, 2023 mit 130 Kindern und 2024 mit 113 Kindern. Dies seien sehr starke Jahrgänge, deshalb gebe es in den Betreuungseinrichtungen auch so eine hohe Auslastung, erklärte Boning. Der Blick auf die darauffolgenden Einschulungsjahrgänge zeigt: Die Jahrgänge bleiben stark. Mit dem Neubau der Kita St. Gorgonius könne dies die kommenden Jahre aber gut aufgefangen werden.

Neubau soll im kommenden Jahr fertig sein

Der Kindergarten St. Lucia an der Bundeskanzler-Kohl-Straße sei so gut wie fertig, sagte Bürgermeister Alfred Kuhlmann. Ab dem 21. Juni werden dort 4 Gruppen – 3 vormittags, 1 nachmittags – betreut. Zusätzlich kommt dort die Container-Gruppe, die aktuell noch beim St.-Gorgonius-Kindergarten ist, unter. Nach dem Umzug aus der St-Gorgonius-Einrichtung an die Bundeskanzler-Kohl-Straße werde mit dem Abriss des alten St.-Gorgonius-Kindergartens begonnen, sagte Kuhlmann. Der Neubau soll zum Kindergartenjahr 2022/2023 fertig sein.

Dietrich Tangemann (CDU) sprach ein Kompliment an die Verwaltung aus und schloss sich damit dem Eingangszitat von Heinrich Niemann (FDP) an. Schon seit vielen Jahren habe die Gemeinde das Thema Kinderbetreuung im Blick, sei da immer „proaktiv“ tätig gewesen und habe vielleicht das eine oder andere mehr gemacht, als seinerzeit vielleicht nötig war. „Das kommt uns jetzt zugute.“ So sah das auch Maria Böckmann (IGG), die einwarf, dass es zwar „hier und da teuer“, aber es gut gewesen sei, dass im Voraus gedacht wurde. Innerhalb der Politik in Goldenstedt habe es über die Fraktionen hinweg immer Einigkeit bei dem Thema gegeben, hob Kurt Reinemann (SPD) lobend hervor und ergänzte: „Es ist kein Wahlkampfthema.“

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