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In-Gang-Setzer bereichern Kontaktstelle für Selbsthilfe

Acht neue ehrenamtliche Helfer haben jetzt ihre Schulung abgeschlossen. Sie sollen zeitlich begrenzt Selbsthilfegruppen begleiten, die nun nach der akuten Corona-Situation in der Startposition stehen.

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Sie sollen im Bereich Selbsthilfe einiges in Gang setzen: (von links) Marina Mende, Beatrix Schaefer, Cornelia Jansen, Bianca Mehlfeld, Wilfried Witting, Ann-Katrin Wichmann, Axel Thomsen, Frank Schwarz und Andrea Poppe-Aumüller (Kontaktstellenleitung). Foto: Kontaktstelle für Selbsthilfe

Sie sollen im Bereich Selbsthilfe einiges in Gang setzen: (von links) Marina Mende, Beatrix Schaefer, Cornelia Jansen, Bianca Mehlfeld, Wilfried Witting, Ann-Katrin Wichmann, Axel Thomsen, Frank Schwarz und Andrea Poppe-Aumüller (Kontaktstellenleitung). Foto: Kontaktstelle für Selbsthilfe

Etwas in Gang setzen. Laut Definition bedeutet das soviel wie "bewirken, dass etwas seinen Betrieb aufnimmt". Und genau das soll auch die Aufgabe der neuen "In-Gang-Setzer" sein, die jetzt ihre Schulung beendet und im kleinen, feierlichen Rahmen die entsprechenden Urkunden überreicht bekommen haben. Die acht ehrenamtlichen Helfer unterstützen ab sofort die Kontaktstelle für Selbsthilfe im Landkreis Cloppenburg mit Sitz am Alten Stadttor in der Kreisstadt.

Bereits im Mai dieses Jahres hatte die Kontaktstelle eine Beteiligung für das Projekt "In-Gang-Setzer" in Kooperation mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, Landesverband Nordrhein-Westfalen, unterschrieben. Letzterer hat die ursprünglich aus Dänemark stammende Methode weiterentwickelt und in Deutschland umgesetzt. Hintergrund der Idee ist, dass Menschen, die in eine Selbsthilfegruppe gehen, das in aller Regel deswegen tun, weil sie selbst von einem Problem oder einer Erkrankung betroffen sind. Eine Selbsthilfegruppe zu gründen und gestalten, ist aber für viele eine Herausforderung, auf die sie nicht vorbereitet sind.

Seit 2008 läuft das Projekt nicht mehr nur in Nordrhein-Westfalen, sondern bundesweit. Selbsthilfe-Kontaktstellen in rund 50 Städten und Kreisen aus 7 Bundesländern sind mittlerweile involviert. Dazu zählt jetzt auch Cloppenburg. Bei den Schulungen ging es für die neuen In-Gang-Setzer, begleitet durch eine Projektleitung des Wohlfahrtsverbandes, an 3 Wochenenden im September um die Arbeit und Vielfalt von Selbsthilfegruppen, gruppendynamische Prozesse oder die Bedarfe neuer Selbsthilfegruppen in der Anfangsphase. Genau hier sollen die Helfer nämlich zum Einsatz kommen.

Aus dem themenbezogenen Austausch halten sich die Helfer heraus

Sie sollen zeitlich begrenzt neue Gruppen begleitend unterstützen. Jetzt nach der akuten Corona-Situation befinden sich viele Selbsthilfegruppen in der Neugründung oder werden wiederbelebt. Die In-Gang-Setzer sollen helfen, dass die Gruppenmitglieder als Gemeinschaft zusammenfinden. Aber ihre Aufgabe wird auch sein, auf das Einhalten von Vereinbarungen und Rahmenbedingungen zu achten. Aber auch bereits bestehende Gruppen sollen unterstützt werden, beispielsweise durch Impulse für die Gestaltung ihrer Treffen. In den themenbezogenen Austausch mischen sich die frisch geschulten Helfer aber nicht ein. Ihre Aufgabe soll ausschließlich die Prozessbegleitung sein.

Welche Gruppen dafür infrage kommen, sucht die Kontaktstelle für Selbsthilfe aus. Sie ist auch für die Anwerbung und Begleitung der In-Gang-Setzer verantwortlich. Das Projekt ist eine der neuen Aufgaben für Andrea Poppe-Aumüller, die gerade erst die Leitung der zur Volkshochschule gehörenden Einrichtung übernommen hat. Finanziert wird dieses Projekt von den Betriebskrankenkassen, vorrangig vom BKK Dachverband und dem BKK Landesverband Nordwest.

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