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In Friesoythe: Erst Corona-Test, dann Abiprüfung

Das Kultusministerium legt fest, dass Schüler nur mit negativem Test an den Abiprüfungen teilnehmen dürfen. Die Gymnasien wollten ihren Prüflingen diesen emotionalen Stress eigentlich ersparen.

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Endspurt: Nur mit einem negativen Test dürfen die Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs an den Abiturprüfungen teilnehmen. Die Maske immerhin muss nur beim Gang zur Toilette getragen werden. Symbolbild: dpa/Murat

Endspurt: Nur mit einem negativen Test dürfen die Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs an den Abiturprüfungen teilnehmen. Die Maske immerhin muss nur beim Gang zur Toilette getragen werden. Symbolbild: dpa/Murat

Vergangene Woche noch waren sich beide Friesoyther Gymnasien einig: Sie wollten den insgesamt 188 Abiturientinnen und Abiturienten eine zusätzliche Belastung vor den Abiprüfungen ersparen und auf Selbsttests an den Prüfungstagen verzichten. Das Kultusministerium hat ihnen jetzt einen Strich durch die Rechnung gemacht.

"Die Teilnahme an Abschluss- und Abiturprüfungen", heißt es in einer Pressemeldung, die das Ministerium in der vergangenen Woche veröffentlichte, ist "nur bei einem negativen Testergebnis möglich". Für die Schulen bedeutete dies, einen Weg zu finden, der die Vorgaben erfüllt und gleichzeitig so wenig zusätzlichen Stress wie möglich für die Schülerinnen und Schüler verursacht.

"Wenn ich Abiturient wäre, würde ich mir am Morgen den Stress nicht machen, sondern am Abend davor testen."Lars Murra, Abteilungsleiter Berufliche Gymnasien

Sowohl das Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG) als auch die Berufsbildenden Gymnasien legen ihren Schülern nahe, den Test schon am Vorabend des jeweiligen Prüfungstages zu machen. "Der Test darf maximal 24 Stunden alt sein", erläutert Lars Murra, der für die Gymnasien zuständige Abteilungsleiter an den Berufsbildenden Schulen. "Wenn ich Abiturient wäre, würde ich mir am Morgen den Stress nicht machen, sondern am Abend davor testen."

"Wir bitten die Schüler darum, den Test abends zu machen", betont AMG-Schulleiter Peter Stelter. "Wenn er positiv ist, soll Abileiter Heinrich Stolte sofort informiert werden, damit am nächsten Morgen klar ist, wer nicht zur Prüfung kommt."

Teststreifen und Erklärung müssen vorgelegt werden

Das Procedere ist an beiden Gymnasien gleich. Die Schüler bekommen an einem festgelegten Tag die Test-Kits für alle 4 Prüfungstage. An jedem Prüfungstag sind beim AMG dann eine unterschriebene Erklärung, dass der Test negativ ist, sowie der Teststreifen selbst mitzubringen.

Die Beruflichen Gymnasien gehen sogar noch einen Schritt weiter. "Wir haben hohe Anforderungen gesetzt", sagt Murra. Alle Prüflinge müssen neben der unterschriebenen Erklärung und dem Teststreifen auch noch die Verpackung des Tests mitbringen. Teststreifen und Verpackung werden nach der Kontrolle entsorgt. "Das ist zwar aufwändig", weiß Murra, "aber auch wirklich sicher."

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