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In Bakums Oberschule stehen gesunde Ernährung und Sport auf dem Stundenplan

Am Freitag gibt es Zeugnisse. Die Tage davor werden an der St.-Johannes-Schule in Bakum für eine Projektwoche genutzt.

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Reichhaltige Auswahl: Der Jahrgang 7 der St.-Johannes-Schule Bakum bereitete sich selbst im Rahmen der Projektwoche ein gesundes Frühstück zu. Foto: C. Meyer

Reichhaltige Auswahl: Der Jahrgang 7 der St.-Johannes-Schule Bakum bereitete sich selbst im Rahmen der Projektwoche ein gesundes Frühstück zu. Foto: C. Meyer

Welche Nährstoffe sind in den Lebensmitteln, die ich esse? Das versuchen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a herauszufinden. So ermitteln sie mithilfe von Jod den Stärkegehalt, nutzen Glucose-Teststreifen, um die Zuckermenge zu bestimmen oder machen eine Fettfleckprobe auf einem Stück Papier – je größer der Fleck, desto höher der Fettgehalt. Lehrerin Marina Müller-Steenken bietet den Mädchen und Jungen dafür ein umfangreiches Buffet an, das interessiert in Anspruch genommen wird.

Die Nährstoffermittlung ist eines von rund 30 Projekten, die im Rahmen der aktuellen Projektwoche zum Thema Bewegung und gesunder Ernährung an der St.-Johannes-Schule in Bakum stattfinden. Alle Jahrgangsstufen machen mit.

Am Freitag gibt es die Halbjahreszeugnisse. Die Zeit davor habe man für etwas „Schönes“ nutzen wollen, sagt Schulleiterin Bettina Willms. Es sei bereits das dritte Mal nach Januar 2018 und Januar 2020, dass die Oberschule diese Projektwoche umsetze. Bei den Schülerinnen und Schülern komme das gut an, sagt die Schulleiterin.

Martin Horstmann zeigte den Schülerinnen und Schüler der 5a verschiedene Sportübungen. 
Foto: C. Meyer
Leonie Funk zeigte ihren Mitschülerinnen und Mitschülern der Klasse 5a, wie eine Sportübung geht. 
Foto: C. Meyer
Wie lässt sich ein leckeres und dabei gesundes Getränk anmischen? Gar nicht so einfach. 
Foto: C. Meyer
Was steckt in koffeinhaltigen Getränken? Das finden diese Schüler der Klasse 9c gerade heraus. 
Foto: C. Meyer
Wie messe ich den ph-Wert? Das zeigt Dorothee Seelhorst von der Verbraucherzentrale Niedersachsen.
Foto: C. Meyer
Reichhaltige Auswahl: Der Jahrgang 7 erfreut sich an einem gesunden Frühstück. 
Foto: C. Meyer
Da wird mit dem Haartrockner nachgeholfen. Am Ende bleibt ein auffälliger Fettfleck. 
Foto: C. Meyer
Die Jodlösung färbt es dunkel? Da ist wohl viel Stärke enthalten. 
Foto: C. Meyer
Milchreis essen für die Wissenschaft: Die Schülerinnen und Schüler der 5c testen sich durch verschiedene Milchprodukte. 
Foto: C. Meyer
Das gibt Muskelkater: Fitnesstrainerin Kim Tölke bringt die Mädchen und Jungen der Klasse 6b zum Schwitzen.
Foto: C. Meyer
Vom Korn zum Mehl. Mit einer handbetriebenen Mühle geht es auch. 
Foto: C. Meyer

Dieses Mal stellte die Corona-Pandemie die Schule vor einige Herausforderungen. Man sei „hin- und hergerissen“ gewesen, ob die Projektwoche überhaupt stattfinden könne, sagt Willms. In den Vorjahren seien auch externe Experten eingeladen worden. Einige von diesen haben für dieses Jahr allerdings kurzfristig abgesagt oder eine Online-Alternative angeboten, so die Schulleiterin. Doch Lehrerin Marina Koroljow habe mit ihren Kolleginnen und Kollegen viel organisieren können.

Überdies war es wichtig, dass die Mädchen und Jungen in ihren jeweiligen Kohorten bleiben – also nicht jahrgangsübergreifend arbeiten. Sportturniere finden daher im Klassenverband statt.

Schüler stellen Getränke her

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen nimmt trotz Corona an der Projektwoche teil. Dorothee Seelhorst unternimmt mit den Schülerinnen und Schüler eine sogenannte „Mach-Bar-Tour“. Dabei beschäftigen sich die Teilnehmenden unter anderem mit Energy- oder Softdrinks. Was ist drin? Womit wird geworben und stimmt das überhaupt? Wie sieht es mit den Verpackungen aus? Gerade die koffeinhaltigen Getränke sorgen bei dem einen oder der anderen für so manche Aha-Momente – denn gesund ist so ein Energy-Drink natürlich nicht. Auch dürfen die Schülerinnen und Schüler ein möglichst gesundes Getränk selbst herstellen. Gar nicht so einfach.

Koroljow, die die Projektwoche federführend vorbereitet hat, hat kurzerhand das Projekt eines außerschulischen Experten selbst übernommen. Sie lässt die Schülerinnen und Schüler verschiedene Milchsorten probieren. Bei den Mädchen und Jungen der 5c kommen Buttermilch und Kefir allerdings nicht so gut an. Zu „sauer“, zu „bitter“, „das würde mein Papa mögen“ sind da die Wertungen. Musik- und Geschichtslehrer Harald Kuper beleuchtet mit der 9b verschiedene Getreidesorten. Die Schülerinnen und Schüler mahlen Körner zu Mehl, backen ihr eigenes Brot. Das Ergebnis schmeckt allen.

Teilnahme an Bundeswettbewerb

Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 haben die Möglichkeit im Rahmen der Projektwoche an dem bundesweiten Schulwettbewerb des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft „Echt kuh-l“ teilzunehmen. Dort dreht sich in diesem Jahr alles um Hülsenfrüchte. Das Ganze sei ergebnisoffen, sagt eine der betreuenden Lehrerinnen, Karola Möhlenkamp. Die Jugendlichen setzen in kleinen Gruppen eigene Ideen um, die schließlich beim Wettbewerb eingereicht werden können. So haben einige Schülerinnen und Schüler ein Video dazu gedreht, wie sich aus Bohnen leckere Waffeln herstellen lassen.

Ins Schwitzen kommen die jungen Bakumerinnen und Bakumer nicht nur beim dem Turnier in der Sporthalle. In der Aula unterzieht sich die Klasse 5a dem Fitnesstraining von Martin Horstmann, im Musikraum gibt es für die Klasse 6b ein Zirkeltraining mit Kim Tölke. Einige Übungen entlocken so manches Ächzen in der Runde. Da ist bei der Sportlichkeit wohl noch Luft nach oben.

Stärkung gibt es beim großen, gesunden Frühstück in der Mensa. Die einzelnen Jahrgänge haben das für sich selbst vorbereitet, erklärt Bettina Willms. Alle haben etwas für das reichhaltige Buffet mitgebracht. Da wird ordentlich zugeschlagen. Bei der gesunden Auswahl darf es eben auch mal etwas mehr sein.

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